Dienstag, 18. Dezember 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Supplements
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
19. Juli 2018

Chemotherapie-freie Erstlinientherapie der CLL

In den letzten Jahren basierte die Erstlinienbehandlung der CLL (chronische lymphatische Leukämie) auf Chemo-Immuntherapien wie Fludarabin/Cyclophosphamid/Rituximab (FCR). Heute besteht die Möglichkeit, primär therapienaiven CLL-Patienten mit dem Brutonkinase-Inhibitor Ibrutinib (Imbruvica®) eine Chemotherapie-freie und dennoch hocheffektive Behandlung anzubieten.
Anzeige:
Fachinformation
 
Nach Daten der CLL-10-Studie ist FCR unabhängig vom Lebensalter der Behandlung mit BR (Bendamustin/Rituximab) überlegen (1). Beide Regime waren mit erheblichen Nebenwirkungen assoziiert, berichtete Prof. Dr. Matthias Rummel, Gießen. 84% (FCR) bzw. 59% (BR) litten unter Neutropenie Grad 3/4, 39% bzw. 27% unter Infektionen Grad 3/4. Die therapiebedingte Mortalität betrug 4,6% bzw. 2,1%, 6,1% bzw. 3,6% erkrankten an sekundären Neoplasien. Außerdem entwickelten die Patienten selbst nach einer Komplettremission mehr oder weniger rasch Rezidive. Es gibt Hinweise, dass sich die Effektivität der Chemo-Immuntherapie durch Gabe von Obinutuzumab statt Rituximab steigern lässt, aber bisher, so Rummel, wurde Obinutuzumab ausschließlich in Kombination mit Chlorambucil geprüft (2) und zugelassen.

Ibrutinib hocheffektiv und gut verträglich

Nach der Zulassung von Ibrutinib bietet sich erstmals die Möglichkeit einer Chemotherapie-freien CLL-Erstlinienbehandlung. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie RESONATE-2 wurden nach Angabe des Hämatologen und Onkologen Prof. Dr. Martin Trepel, Augsburg, 269 therapienaive Patienten („ein relativ typisches CLL-Klientel“) randomisiert mit Ibrutinib oder Chlorambucil behandelt. Die jüngste Auswertung der Studie nach 4 Jahren Follow-up bestätigte die hohe Überlegenheit von Ibrutinib mit einer Verbesserung der progressionsfreien Überlebens (PFS)-Rate auf 74% vs. 16% (HR=0,137; 95%-KI: 0,090-0,210) (3). Auch Hochrisiko-Patienten, die unter Chemo-Immuntherapie eine sehr schlechte Prognose haben, profitierten von Ibrutinib, erläuterte Trepel: So beeinflusste Ibrutinib die PFS-Rate nach 4 Jahren bei unmutiertem IGVH (immunglobulin heavy-chain variable region gene) ähnlich effektiv (75% vs. 4%) wie bei mutiertem IGVH (79% vs. 29%). Ibrutinib wurde von den meisten Patienten gut vertragen. Wichtig sei, so Trepel, dass Ibrutinib unter der Dauertherapie keine kumulative Toxizität induziert.

Dr. Günter Springer
Quelle: Experten-Debatte „Chemotherapie-freie Erstlinienbehandlung der CLL?“, 26.06.2018, Mannheim; Veranstalter: Janssen-Cilag
Literatur:
(1) Eichhorst B et al. Lancet Oncol 2016;17(7):928-942.
(2) Goede V et al. Blood 2015;126:1733.
(3) Burger JA et al. EHA 2018; Abstract PF343.
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!

Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2018