Montag, 16. September 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

14. Februar 2018 Forschungsförderung zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze für neuroendokrine Tumoren

TRON (Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH), ein international führendes Forschungsinstitut im Bereich der Krebsimmuntherapie, hat den Erhalt einer dreijährigen Forschungszuwendung von der Falconwood Foundation, New York, USA, in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro bekannt gegeben. Mit der Förderung wird ein neues Forschungsprojekt zur Identifikation spezifischer Biomarker bei neuroendokrinen Tumoren (NETs) unterstützt, die als Grundlage für die Entwicklung neuartiger, personalisierter Immuntherapien zur Behandlung von Patienten mit NETs genutzt werden sollen.
Anzeige:
NETs sind seltene Tumore, die aus hormonbildenden Zellen entstehen. Die Gründe für die Entstehung sind weitestgehend unbekannt, allerdings haben diese Neoplasmen gemeinsame Merkmale, sogenannte Biomarker. TRON hat in früheren Studien bereits vielversprechende Kandidaten identifiziert, die für eine personalisierte Krebstherapie bei Tumoren mit neuroendokriner Differenzierung geeignet sein könnten. Das TRON-Team wird im Rahmen des Projektes die molekulare Funktion dieser Kandidaten und ihren Nutzen als Biomarker erforschen und deren Potential für die Entwicklung verschiedener klinischer Anwendungen zur Behandlung von NETs, wie Impfung und Antikörpertherapie, evaluieren. Das Ziel des Projektes ist die direkte Übertragung der Erkenntnisse in die klinische Entwicklung zur Behandlung neuroendokriner Tumoren.

“Wir freuen uns sehr über diese dreijährige Unterstützung durch die Falconwood Foundation, die die Qualität unserer Forschungsaktivitäten unterstreicht”, sagte Prof. Ugur Sahin, Geschäftsführer Forschung & Wissenschaft und Mitgründer von TRON. “Die Komplexität dieser Tumoren erschwert die Entwicklung neuer Behandlungskonzepte. Wir hoffen, mit unseren Ergebnissen diesen medizinischen Bedarf adressieren und zur Entwicklung gezielter Immuntherapien beitragen zu können.”

Die Häufigkeit neuroendokriner Tumore ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich angestiegen. Unter anderem zeigen Daten des US-amerikanischen National Cancer Institute (NCI) einen 6,4-fachen Anstieg des Auftretens von NETs im Zeitraum von 1973 bis 2012 in den USA. Gleichzeitig besteht ein großer ungedeckter Bedarf an neuartigen Forschungsansätzen und Therapien sowie verbesserten Richtlinien für die Patientenversorgung im Bereich der neuroendokrinen Tumoren.

Quelle: TRON


Das könnte Sie auch interessieren

Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung

Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung
© deagreez / Fotolia.com

In Deutschland geht nur gut jeder neunte Mann zur Prostatakrebsvorsorge. 4,65 Millionen und zwar 11,7 Prozent aller anspruchsberechtigten Bürger nahmen im Jahr 2014 die kostenlose Früherkennungsuntersuchung wahr, wie die BARMER GEK zum Weltmännertag am 3. November mitteilt. Damit bleiben Männer Präventionsmuffel. Denn im Jahr 2010 absolvierten 11,41 Prozent den Check. „Eine Krebsvorsorgeuntersuchung kann Leben retten. Je früher Krebs erkannt wird, desto...

Kinder mit Leukämie – eine Herausforderung für die ganze Familie

Kinder mit Leukämie – eine Herausforderung für die ganze Familie
© Fotolia_164519107_XL_c_pingpao

Wird bei einem Kind Leukämie diagnostiziert, so hat das für die ganze Familie dramatische Veränderungen zur Folge. Neben den gesundheitlichen Sorgen, tun sich weitere Problemfelder auf: Wie kann der Alltag organisiert werden trotz hoher physischer und emotionaler Belastung? Wie lassen sich Beruf, Betreuung des kranken Kindes in der Klinik und die Fürsorge für die Geschwister vereinbaren und welche finanziellen Konsequenzen hat das? Zum Weltleukämietag am 28. Mai...

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung
© ChenPG / Fotolia.com

Viele Krebspatienten schöpfen durch Musik, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten neue Kraft. Doch lange Zeit reichte der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht aus, um die Wirkung von Musik- oder Kunsttherapien zu belegen. Erst in den letzten Jahren wurden hierzu vermehrt psychoonkologische Studien durchgeführt, in denen es gelang, die Steigerung des Wohlbefindens von Patienten durch künstlerische Betätigungen nachzuweisen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Forschungsförderung zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze für neuroendokrine Tumoren"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.