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Medizin

14. Februar 2018 Forschungsförderung zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze für neuroendokrine Tumoren

TRON (Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH), ein international führendes Forschungsinstitut im Bereich der Krebsimmuntherapie, hat den Erhalt einer dreijährigen Forschungszuwendung von der Falconwood Foundation, New York, USA, in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro bekannt gegeben. Mit der Förderung wird ein neues Forschungsprojekt zur Identifikation spezifischer Biomarker bei neuroendokrinen Tumoren (NETs) unterstützt, die als Grundlage für die Entwicklung neuartiger, personalisierter Immuntherapien zur Behandlung von Patienten mit NETs genutzt werden sollen.
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Fachinformation
NETs sind seltene Tumore, die aus hormonbildenden Zellen entstehen. Die Gründe für die Entstehung sind weitestgehend unbekannt, allerdings haben diese Neoplasmen gemeinsame Merkmale, sogenannte Biomarker. TRON hat in früheren Studien bereits vielversprechende Kandidaten identifiziert, die für eine personalisierte Krebstherapie bei Tumoren mit neuroendokriner Differenzierung geeignet sein könnten. Das TRON-Team wird im Rahmen des Projektes die molekulare Funktion dieser Kandidaten und ihren Nutzen als Biomarker erforschen und deren Potential für die Entwicklung verschiedener klinischer Anwendungen zur Behandlung von NETs, wie Impfung und Antikörpertherapie, evaluieren. Das Ziel des Projektes ist die direkte Übertragung der Erkenntnisse in die klinische Entwicklung zur Behandlung neuroendokriner Tumoren.

“Wir freuen uns sehr über diese dreijährige Unterstützung durch die Falconwood Foundation, die die Qualität unserer Forschungsaktivitäten unterstreicht”, sagte Prof. Ugur Sahin, Geschäftsführer Forschung & Wissenschaft und Mitgründer von TRON. “Die Komplexität dieser Tumoren erschwert die Entwicklung neuer Behandlungskonzepte. Wir hoffen, mit unseren Ergebnissen diesen medizinischen Bedarf adressieren und zur Entwicklung gezielter Immuntherapien beitragen zu können.”

Die Häufigkeit neuroendokriner Tumore ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich angestiegen. Unter anderem zeigen Daten des US-amerikanischen National Cancer Institute (NCI) einen 6,4-fachen Anstieg des Auftretens von NETs im Zeitraum von 1973 bis 2012 in den USA. Gleichzeitig besteht ein großer ungedeckter Bedarf an neuartigen Forschungsansätzen und Therapien sowie verbesserten Richtlinien für die Patientenversorgung im Bereich der neuroendokrinen Tumoren.

Quelle: TRON


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