Montag, 27. Januar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

14. Februar 2018 Forschungsförderung zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze für neuroendokrine Tumoren

TRON (Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH), ein international führendes Forschungsinstitut im Bereich der Krebsimmuntherapie, hat den Erhalt einer dreijährigen Forschungszuwendung von der Falconwood Foundation, New York, USA, in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro bekannt gegeben. Mit der Förderung wird ein neues Forschungsprojekt zur Identifikation spezifischer Biomarker bei neuroendokrinen Tumoren (NETs) unterstützt, die als Grundlage für die Entwicklung neuartiger, personalisierter Immuntherapien zur Behandlung von Patienten mit NETs genutzt werden sollen.
Anzeige:
NETs sind seltene Tumore, die aus hormonbildenden Zellen entstehen. Die Gründe für die Entstehung sind weitestgehend unbekannt, allerdings haben diese Neoplasmen gemeinsame Merkmale, sogenannte Biomarker. TRON hat in früheren Studien bereits vielversprechende Kandidaten identifiziert, die für eine personalisierte Krebstherapie bei Tumoren mit neuroendokriner Differenzierung geeignet sein könnten. Das TRON-Team wird im Rahmen des Projektes die molekulare Funktion dieser Kandidaten und ihren Nutzen als Biomarker erforschen und deren Potential für die Entwicklung verschiedener klinischer Anwendungen zur Behandlung von NETs, wie Impfung und Antikörpertherapie, evaluieren. Das Ziel des Projektes ist die direkte Übertragung der Erkenntnisse in die klinische Entwicklung zur Behandlung neuroendokriner Tumoren.

“Wir freuen uns sehr über diese dreijährige Unterstützung durch die Falconwood Foundation, die die Qualität unserer Forschungsaktivitäten unterstreicht”, sagte Prof. Ugur Sahin, Geschäftsführer Forschung & Wissenschaft und Mitgründer von TRON. “Die Komplexität dieser Tumoren erschwert die Entwicklung neuer Behandlungskonzepte. Wir hoffen, mit unseren Ergebnissen diesen medizinischen Bedarf adressieren und zur Entwicklung gezielter Immuntherapien beitragen zu können.”

Die Häufigkeit neuroendokriner Tumore ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich angestiegen. Unter anderem zeigen Daten des US-amerikanischen National Cancer Institute (NCI) einen 6,4-fachen Anstieg des Auftretens von NETs im Zeitraum von 1973 bis 2012 in den USA. Gleichzeitig besteht ein großer ungedeckter Bedarf an neuartigen Forschungsansätzen und Therapien sowie verbesserten Richtlinien für die Patientenversorgung im Bereich der neuroendokrinen Tumoren.

Quelle: TRON


Das könnte Sie auch interessieren

Rudern gegen Krebs

Rudern gegen Krebs
© Universitätsklinikum Ulm

Die dritte Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs auf der Donau unter der Schirmherrschaft des Ulmer Oberbürgermeisters Gunter Czisch startet am Sonntag, 26. Juni 2016. Initiator und Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und dem Ulmer Ruderclub Donau e. V.. Bereits am 21. April starten die Patientinnen und Patienten offiziell mit dem Vorbereitungstraining für die...

Der lange Weg bis zur Zulassung eines Arzneimittels

Die Zulassung eines neuen Arzneimittels und die Erweiterung der Indikation eines bereits zugelassenen Arzneimittels sind streng geregelt. Die europäische oder deutsche Zulassungsbehörde fordert den Nachweis von Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, wofür das Arzneimittel verschiedene Phasen der klinischen Prüfung durchlaufen muss. Wie die Arzneimittelprüfung durchzuführen ist, legt das Arzneimittelgesetz (AMG) von 1976 fest, das zuletzt durch die 15. Novelle von...

Primäre Studienendpunkte: Gesamtüberleben oder progressionsfreies Überleben - gibt es einen Goldstandard?

Anerkanntes Ziel einer Therapie von Krebspatienten ist die Verbesserung des Überlebens und der Lebensqualität. Historisch gesehen gilt die Gesamtüberlebenszeit (OS = overall survival) als der wichtigste primäre klinische Endpunkt einer Studie. Doch das Gesamtüberleben als primärer Studienendpunkt unterliegt nicht zuletzt aufgrund der Fortschritte, die in letzten Jahren in der Krebstherapie erzielt wurden, gewissen Einschränkungen. So können...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Forschungsförderung zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze für neuroendokrine Tumoren"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität