05. August 2014

Start Phase IIa-Studie mit NOX-H94 bei Dialysepatienten mit EPO-hyporesponsiver Anämie

NOXXON Pharma gab die Behandlung eines ersten Patienten in einer klinischen Proof of Concept Studie der Phase IIa mit dem anti-Hepcidin Spiegelmer® Lexaptepid Pegol (NOX-H94) bekannt.

In der Studie werden Dialysepatienten behandelt, die nicht adäquat auf EPO ansprechen. Dies ist die vierte klinische Studie mit Lexaptepid Pegol. Dabei handelt es sich um eine multizentrische, Placebo-kontrollierte Studie, in der die Pharmakokinetik, die Pharmakodynamik, die Wirksamkeit und die Sicherheit von Einzel- und Mehrfachgaben von Lexaptepid Pegol in anämischen Dialysepatienten mit einer sogenannten EPO-hyporesponsiven Anämie untersucht werden.

Ungefähr 10% aller dialysepflichtigen Patienten haben eine spezielle Form der Anämie, die nicht adäquat mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESA) behandelt werden kann. NOXXON adressiert nun den hohen medizinischen Bedarf diese unzureichende Behandlungsmöglichkeit zu verbessern. Anämische Dialysepatienten, die nicht angemessen auf ESA ansprechen, könnten durch Bindung und Neutralisierung von Hepcidin durch Lexaptepid Pegol profitieren. In einer kürzlich beim AACR-Meeting und auf der EHA-Konferenz veröffentlichten Studie konnte NOXXON bereits einen relevanten Anstieg des Hämoglobinspiegels (>1 g/dL), als Behandlungseffekt einer Monotherapie mit Lexaptepid Pegol, bei einer Untergruppe von anämischen Krebspatienten zeigen.

Lexaptepid Pegol ist ein Spiegelmer®, das Hepcidin bindet und damit seine Wirkung neutralisiert. Hepcidin ist ein Peptidhormon, das den Serumeisenspiegel senkt. Hohe Hepcidinspiegel, wie sie häufig bei Krebs- oder Dialyse-Patienten gefunden werden, führen zu einer Eisenrestriktion, die auch als "funktioneller Eisenmangel" bezeichnet wird. In diesem Zustand akkumuliert Eisen in den Speicherzellen und steht somit nicht zur Hämoglobinsynthese zur Verfügung, was mit der Zeit zu einer Anämie führt.

 
Quelle: NOXXON