08. Mai 2013

HR-/HER2-positives metastasiertes Mammakarzinom: Duales Target verbessert Überlebensraten

Eine in "The Oncologist" veröffentlichte Studie zeigt, dass das Targeting von sowohl Hormonrezeptor als auch HER2 in der Erstlinientherapie des HR-positiven und HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms signifikant die Gesamt-Überlebensraten verbessert. Die Daten von RegistHER, einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 1.023 neu diagnostizierten Patientinnen mit HER2-positivem, metastasiertem Mammakarzinom, weisen darauf hin, dass Hormontherapie zusätzlich zu Trastuzumab und Chemotherapie mit verbesserten Überlebensraten sowie besserem progressionsfreien Überleben assoziiert ist als Trastuzumab und Chemotherapie allein.

"Diese Studie könnte helfen, die Therapieplanung und Therapieentscheidung zu vereinfachen", sagte Dr. Tripathy. "Sie bietet eine Grundlage, die Hormontherapie als Standardkomponente eines Therapieregimens für Patientinnen mit HER2-positivem und Hormonrezeptor-positivem metastasierten Mammakarzinom anzusehen."

HER2-positiv sind 25% aller Brustkrebsfälle, sie verlaufen meist aggressiver, weil das Wachstum der Krebszellen angeregt wird. Die Hälfte der HER2-positiven Brustkrebsfälle sind gleichzeitig auch Östrogenrezeptor-positiv. Die Hormontherapie bei HER-2-positivem Brustkrebs wird bislang nicht einheitlich gehandhabt.

"Obwohl die Ergebnisse nicht auf einer randomisierten Studie beruhen, machen die Ergebnisse dennoch deutlich, dass die Hormontherapie ein integraler Bestandteil für die Therapie des HR-positiven, HER2-positiven Mammakarzinoms ist. Randomisierte Studiendesigns sollten nun folgen", sagte Kathleen I. Pritchard, Ontorio Clinical Oncology Group (OCOG).

Literaturhinweis:
First-Line Treatment Patterns and Clinical Outcomes in Patients With HER2-Positive and HormoneReceptor-Positive Metastatic Breast Cancer From RegistHER
Debu Tripathy, Peter A. Kaufman, Adam M. Brufskyc et al.
http://theoncologist.alphamedpress.org/content/early/

 
Quelle: The Oncologist