Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
19. Oktober 2015

Patienten mit metastasiertem urothelialen Blasenkarzinom profitieren langfristig von Atezolizumab

Die Ergebnisse der IMvigor 210-Studie bestätigen für den anti-PD-L1-gerichteten Antikörper Atezolizumab auch unter Phase-II-Studien-Bedingungen eine hohe Wirksamkeit bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem bzw. metastasiertem urothelialen Blasenkarzinom (mUB) und erhöhter PD-L1-Expression. Bei über einem Viertel der PD-L1-selektierten Patienten (IC 2/3), die bereits mindestens eine Chemotherapie erhalten haben, erreichte Atezolizumab eine objektive Tumorrückbildung, die bei über 90% der Patienten nach wie vor anhält. Zum Zeitpunkt der Datenauswertung war die mediane Dauer des Therapieansprechens noch nicht erreicht. Die Ergebnisse stellte Prof. Jonathan Rosenberg, New York/USA, auf dem diesjährigen Europäischen Krebskongress ECC15 (European Cancer Congress) in Wien vor.

 

„Die Phase-II-Daten bestätigen die Immuntherapie mit Atezolizumab als neue vielversprechende Therapieoption für Patienten mit metastasiertem urothelialen Blasenkarzinom und mittlerer bis hoher PD-L1-Expression (IC 2/3)“, resümierte Rosenberg. Die Datenlage, so Rosenberg, werde immer konsistenter. Die aktuelle Auswertung der einarmigen Phase-II-Studie IMvigor 210 basiert auf 311 Patienten, von denen 40 % mindestens zwei systemische Vorbehandlungen erhalten hatten. Ein Drittel der Patienten wies bereits Lebermetastasen auf und bei gut 20% der Patienten lag der Hb-Wert bei ≤10g/dL.

Fast ein Drittel anhaltende Tumorrückbildungen

Trotz der ungünstigen Therapiesituation erreichte über ein Viertel (27%) der Patienten mit mittlerer und hoher PD-L1-Expression (IC 2/3) eine deutliche, durch ein unabhängiges Expertengremium (IRF) bestätigte Tumorrückbildung (ORR). Für die Gesamtpopulation (ITT-Analyse) betrug die ORR 15%. „Offensichtlich“, so Rosenberg, „korreliert die Höhe der PD-L1-Expression mit dem Tumoransprechen.“

Besonders vielversprechend ist laut Rosenberg, dass zum Zeitpunkt der Studienauswertung etwa neun von zehn (92%) der Patienten, die auf Atezolizumab angesprochen hatten, noch nicht wieder progredient waren. Die mediane Remissionsdauer war zum Auswertungszeitpunkt noch nicht erreicht. „Atezolizumab scheint den Patienten die Chance auf eine anhaltende Tumorrückbildung zu bieten“, so das Fazit von Rosenberg. Die Behandlung mit Atezolizumab wurde gut vertragen – die Nebenwirkungen entsprachen dem, was aus früheren Untersuchungen bekannt ist.

IMvigor 210: Sicherheit und Wirksamkeit im Fokus

Ziel der IMvigor 210 ist es, Sicherheit und Wirksamkeit von Atezolizumab beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom zu evaluieren. Die Patienten waren unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression in die Studie aufgenommen worden. Die PD-L1-Expression wurde im Rahmen der Studie mit einem speziellen, von Roche Diagnostics entwickelten, immunhistochemischen Begleittest bestimmt, um eine mögliche Korrelation mit der Wirksamkeit zu untersuchen. Die objektive Tumorrückbildungsrate ist primärer Studienendpunkt. Abhängig von der Vorbehandlung wurden die Studienpatienten in zwei Gruppen (Kohorten) eingeteilt. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse stammen aus Kohorte 2. In Kohorte 1 werden Patienten mit Atezolizumab behandelt, die für die lokal fortgeschrittene/metastasierte Erkrankung noch nicht vorbehandelt sind. Darüber hinaus wird der immuntherapeutische Ansatz mit Atezolizumab in der randomisierten Phase-III-Studie IMvigor 211 weiter validiert. Atezolizumab wird hier bei rezidivierten Patienten mit metastasiertem UB mit einer Standard-Chemotherapie verglichen.

Nach 30 Jahren erstmals wieder ein Therapiefortschritt

„Atezolizumab bietet erstmals seit fast 30 Jahren wieder die Chance auf einen therapeutischen Fortschritt für Patienten mit metastasiertem Blasenkarzinom“, kommentierte Dr. Sandra Horning, Chief Medical Officer und Leiterin der globalen Produktentwicklung von Roche. First-Line-Standard ist derzeit für diese Patienten die Behandlung mit einer Platin-haltigen Chemotherapie. Bei Progress stehen bis dato kaum wirksame Therapieoptionen zur Verfügung. Roche plant, die Ergebnisse mit führenden Meinungsbildnern sowie den Zulassungsbehörden zu diskutieren. Bereits 2014 hatte die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) Atezolizumab auf der Basis von Phase-I-Studiendaten den Status des Therapiedurchbruchs (‚breakthrough therapy designation‘) für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem PD-L1-exprimierenden (PD-L1-positivem) Blasenkarzinom verliehen.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017