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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Juni 2017

uHCC: Lenvatinib als Erstlinientherapie ist Sorafenib in Phase-III-Zulassungsstudie nicht unterlegen

Klinisch bedeutsame Daten aus einer Phase-III-Zulassungsstudie belegen, dass Lenvatinib im Hinblick auf das mediane Gesamtüberleben (OS) als Erstlinien-Systemtherapie für Patienten mit nicht resezierbarem Leberzellkarzinom (uHCC) im Vergleich zu Sorafenib nicht unterlegen ist (1). Diese Daten wurden in einem Vortrag auf der 53. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology, ASCO, präsentiert (Abstract Nr. 4001).
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Die REFLECT-Studie (Studie 304) ist die erste Nicht-Unterlegenheitsstudie, die statistisch signifikante Ergebnisse für eine Systemtherapie im Vergleich zum gegenwärtigen Versorgungsstandard bei uHCC aufweist. Sie belegt Verbesserungen im Hinblick auf die sekundären Endpunkte progressionsfreies Überleben (PFS), Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (TTP) und objektive Ansprechrate (ORR) (1).
 
Das Leberzellkarzinom (HCC) ist eine komplexe Erkrankung mit schlechter Prognose, von der weltweit rund 90% der Leberkrebspatienten betroffen sind (2). Im letzten Jahrzehnt ist die Zahl der Leberkrebsfälle in Europa konstant gestiegen (3). uHCC ist ein fortgeschrittenes, schwierig zu behandelndes Stadium von Leberkrebs, von dem über 70% der Patienten betroffen sind (4). HCC ist weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Es wird geschätzt, dass diese Erkrankung im Jahr 2012 die Todesursache von fast 746.000 Patienten weltweit war (5). 2012 wurde bei schätzungsweise 71.000 Patienten in Europa Leberkrebs diagnostiziert, und 69.000 Patienten starben an dieser Erkrankung (5).
 
„Die Ergebnisse dieser großen Phase-III-Studie belegen das Potenzial von Lenvatinib, die Behandlung von Leberkrebspatienten zu verbessern. Das Arzneimittel zeigte sich im Hinblick auf das Gesamtüberleben, gegenüber Sorafenib, der derzeit einzigen von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für nicht resezierbares Leberzellkarzinom zugelassenen Systemtherapie, als nicht unterlegen“, kommentierte Prof. Jeff Evans, Professor für Translational Cancer Research, University of Glasgow, Beatson West of Scotland Cancer Centre, Glasgow, und Prüfarzt der Studie. „Seit zehn Jahren gab es keine Fortschritte in der Erstlinien-Systemtherapie für uHCC in Europa. Diese Daten unterstützen eine potenzielle neue Option für Leberkrebspatienten und eröffnen somit mehr therapeutische Möglichkeiten.“
 
REFLECT ist eine Open-Label-Phase-III-Studie zur Nicht-Unterlegenheit, bei der die Wirksamkeit und Sicherheit von Lenvatinib (n=478) mit Sorafenib (n=476) als Erstlinien-Systemtherapie für Patienten mit uHCC verglichen wurde (1). Das mediane Gesamtüberleben bei Patienten, die mit Lenvatinib behandelt wurden, betrug 13,6 Monate (95% CI: 12,1-14,9 Monate) im Vergleich zu 12,3 Monaten (95% CI: 10,4-13,9 Monate) bei Sorafenib (HR: 0,92, 95% CI: 0,79-1,06) (1). Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 7,4 Monate (95% CI: 6,9-8,8 Monate) bei Lenvatinib bei medianer Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (TTP) von 8,9 Monaten (95% CI; 7,4-9,2 Monate) im Vergleich zum medianen progressionsfreien Überleben von 3,7 Monaten (95% CI: 3,6-4,6 Monate) (HR: 0,66, 95% CI: 0,57-0,77; p<0,00001) und medianer Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (TTP) von 3,7 Monaten bei Sorafenib (95% CI; 3,6-5,4 Monate) (HR 0,63; 95% CI; 0,53-0,73; p<0,00001) (1). Ferner wies Lenvatinib eine signifikant höhere ORR (24%) auf als Sorafenib (9%) (Odds Ratio: 3,13; 95% CI: 2,15-4,56; p<0,00001) (1). ORR wurde mit mRECIST bewertet (1).
 
Die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (TEAE) beliebigen Grades bei den mit Lenvatinib behandelten Patienten waren Bluthochdruck (42,2%), Diarrhoe (38,7%), verminderter Appetit (34,0%) und Gewichtsverlust (30,9%) (1). In der mit Sorafenib behandelten Gruppe traten am häufigsten folgende unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf: palmar-plantare Erythrodysästhesie (Hand-Fuß-Syndrom) (52,4%), Diarrhoe (46,3%), Bluthochdruck (30,3%) und verminderter Appetit (26,3%) (1). Unerwünschte Arzneimittelwirkungen traten bei 98,7% der Patienten in der Lenvatinib-Gruppe und bei 99,4% der Patienten in der Sorafenib-Gruppe der Studie auf (1).
 
„Lenvatinib ist bereits für die Behandlung von differenziertem radiojod-refraktärem Schilddrüsenkarzinom und fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom indiziert und weist auch darüber hinaus überzeugende Ergebnisse bei schwer zu behandelnden Karzinomen auf. Eisai freut sich über das Potenzial der Ergebnisse von Lenvatinib in Studie 304, Patienten mit nicht resezierbarem HCC, die eine schlechte Prognose haben und zusätzliche Behandlungsoptionen benötigen, bessere Behandlungsresultate bieten zu können“, berichtet Gary Hendler, Vorsitzender und CEO EMEA, Chief Commercial Officer, Oncology Business Group bei Eisai. „Auf der Grundlage dieser Daten plant Eisai die Einreichung von Zulassungsanträgen für Lenvatinib als Erstlinientherapie für Patienten mit nicht resezierbarem HCC, und wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und anderen Arzneimittelzulassungsbehörden in der Welt.“
Eisai
Literatur:
(1) Cheng A, et al. Phase 3 trial of lenvatinib vs sorafenib in first-line treatment of patients with unresectable hepatocellular carcinoma (uHCC). American Society for Clinical Oncology annual meeting 2017; Abstract No. 4001
(2) Weledj E, et al. How grim is hepatocellular carcinoma? Annals of Medicine & Surgery 2014; 3(3):71-76
(3) McGlynn KA, et al. The Global Epidemiology of Hepatocellular Carcinoma, Present and Future. Clin Liver Dis 2011; 15(2):223-243
(4) Lencioni R, et al. Treatment of Intermediate/Advanced Hepatocellular Carcinoma in the Clinic: How Can Outcomes Be Improved? The Oncologist 2010;15:42-52
(5) World Health Organization. Estimated Incidence, Mortality and Prevalence Worldwide in 2012. GLOBOCAN Cancer Fact Sheets: Liver Cancer. Available at: http://gco.iarc.fr/today/data/pdf/fact-sheets/cancers/cancer-fact-sheets-7 pdf Accessed May 2017.
(6) Matsui J, et al. E7080, a novel inhibitor that targets multiple kinases, has potent antitumor activities against stem cell factor producing human small cell lung cancer H146, based on angiogenesis inhibition. Int J Cancer 2008;122:664-671.
(7) Okamoto K, et al. Distinct Binding Mode of Multikinase Inhibitor Lenvatinib Revealed by Biochemical Characterization. ACS Medicinal Chemistry Letter 2010.
 
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