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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. April 2015

miR-940 möglicher Biomarker für Brustkrebs

Kleine RNA-Sequenzen, sogenannte microRNAs, können die Expression von Genen blockieren und dadurch ihre Funktionen regulieren. Einige microRNAs sind spezifisch für die Gene, die aktiv an der Entwicklung von Tumoren beteiligt sind (Onkogene), andere hingegen regulieren die Gene, die vor der Tumorbildung schützen (Tumorsuppressorgene). Da es tausende microRNAs gibt, die alle mehrere Gene regulieren, ist es schwer, die Entsprechungen zwischen Genen und microRNA zu erkennen.

Mit Hilfe eines statistischen Algorithmus hat eine Forschergruppe des CEA-IRTSV eine Gruppe von drei microRNA in einer Datenbank gefunden, die alle auf die gleichen Gene abzielen. Diese Gene sind an der Zellbeweglichkeit und der Organisation des Zytoskeletts beteiligt. Die Forscher haben die Wirkung dieser drei microRNAs auf die Zellbeweglichkeit in Hornhautzellen untersucht: Eines der drei Gene beschleunigt die Zellinvasion, was auf eine onkogene Eigenschaft hindeutet, während die beiden anderen die Aggressivität der Krebszellen abschwächen, charakteristisch für Tumorsuppressorgene. Obwohl sie auf die gleichen Gene abzielen, hat die Überexpression dieser microRNA somit unterschiedliche Auswirkungen auf die Zellen.

Die Forscher haben anschließend eine der beiden Tumorsuppressor-microRNA (miR-940) näher untersucht. Verschiedene Daten von Krebspatienten haben gezeigt, dass ihre Expression bei Patientinnen mit Brusttumoren besonders reduziert ist. miR-940 käme demzufolge als möglicher Biomarker für Brustkrebs in Betracht, der durch eine qPCR (quantitative Polymerase-Kettenreaktion) einfach und schnell diagnostiziert werden könnte.

Literaturhinweis:
R. Bhajun et al., "A statistically inferred microRNA network identifies breast cancer target miR-940 as an actin cytoskeleton regulator", Scientific Reports (2015), doi:10.1038/srep08336.

Quelle: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
 
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