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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Juli 2016

mCRPC: Zellfreie DNA ermöglicht genomisches Profil

Obwohl die Androgendeprivation bei den meisten Prostatakarzinom-Patienten ein Ansprechen hervorruft, ist die Progression zum kastrationsresistenten Prostatakarzinom unvermeidbar, oftmals über die Reaktivierung des Androgenrezeptors. In den vergangenen Jahren wurde es möglich, das Gesamtüberleben von mCRPC-Patienten zu verlängern, indem man die AR-Signal-Achse mit Abirateronacetat und Enzalutamid adressierte. Für Enzalutamid gibt es kein definiertes molekulares Ansprechen, Biomarker müssen gefunden werden, um Therapieentscheidungen steuern zu können und um das Muster der Resistenzentstehung zu verstehen. Für Gewebecharakteristika hat sich die Analyse von zellfreier DNA im Plasma (plasma cell-free DNA, cfDNA) als geeignete minimal-invasive Methode herauskristallisiert.
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Die cfDNA aus Plasmaproben (n=119) von 65 Patienten mit mCRPC (Alters-Bandbreite 69-79 Jahre), die täglich 160 mg orales Enzalutamid erhielten, wurde sequenziert. Die Kohorte hatte eine PSA-Ansprechrate (= mindestens 50% Abfall vom PSA-Ausgangswert) von 38%, mit einem medianen klinisch/radiographischen PFS von 3,5 Monaten.

Robuste Androgenrezeptor-Mutationen oder Alterationen traten in 48% der Ausgangsproben auf sowie in 60% der Progress-Proben.

Die Forscher assoziierten ein kürzeres PFS mit dem Vorhandensein von Androgenrezeptor-Amplifikationen (HR = 2,92; 95% CI, 1,59-5,37), starken AR-Mutationen (2 Mutationen; HR = 3,94; 95% CI, 1,46-10,64) und Verlust des Gens RB1 (HR = 4,46; 95% CI, 2,28-8,74). Androgenrezeptor-Mutationen bilden die klonale Selektion unter der Therapie ab. Bei Abirateron in der Vortherapie hatten die Patienten Anstiege des Glukokortikoid-sensitiven AR-Rezeptors L702H sowie von AR T878A.

Das cfDNA-Sequencing zeigte Mutationen oder Veränderungen der Copy Number zum Zeitpunkt der Progression bei allen Patienten. Dies beinhaltete auch Alterationen in DNA-Damage-Repair-Genen, in PIK3-Signalweg-Genen sowie häufig aktivierende CTNNB1-Mutationen. Die Studie ist durch die kleine Fallzahl limitiert, und es konnten keine AR-Splice-Varianten entdeckt werden.
Doch die Studie zeige, so die Autoren, dass minimal-invasiv mit einer Blutprobe bei annähernd allen mCRPC-Patienten ein informatives genomisches Profiling durchführbar sei.
(übers. AB)

 
Literatur:
Wyatt AW, et al.
Minimally invasive genomic profiling may improve treatment of advanced prostate cancer
JAMA Oncol. Published online May 05, 2016. doi:10.1001/jamaoncol.2016.0494
http://oncology.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2520051
 
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