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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. Oktober 2012

mCRPC: Cabazitaxel ist eine wirksame und sichere Option nach Docetaxel-Versagen

Die Frage, wie Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) nach Docetaxel-Versagen am besten weiter behandelt werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Speziell bei aggressiver Tumorbiologie und schlechtem Ansprechen auf die vorangegangene Hormontherapie wird jedoch vorzugsweise die chemotherapeutische Weiterbehandlung mit Cabazitaxel empfohlen, erläuterte Dr. med. Stefan Machtens, Bergisch Gladbach, anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Leipzig.

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Die Herausforderung besteht in der metastasierten Therapiesituation des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms darin, die richtige Therapiesequenz für den richtigen Patienten zu finden. Unstrittig ist laut Machtens, dass die Patienten alle verfügbaren Therapieoptionen erhalten sollten, um eine möglichst günstige Prognose zu erhalten. Unstrittig ist auch, dass die Behandlung mit Docetaxel Standard für die Firstline-Therapie des mCRPC ist. Bei Docetaxel-Versagen stehen jedoch mehrere Therapieoptionen zur Verfügung. Laut Machtens verdichten sich die Hinweise, dass insbesondere bei Patienten mit aggressiver Tumorbiologie die Chemotherapie als Secondline-Therapie mit Cabazitaxel fortgeführt werden sollte. Cabazitaxel, so Machtens, hat als erstes Chemotherapeutikum nach Docetaxel-Versagen einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil erzielt. In der Zulassungsstudie TROPIC reduzierte Cabazitaxel das relative Sterberisiko der Patienten um 30% gegenüber der Behandlung mit Mitoxantron (HR 0,70; p<0,0001) (1). Unter der Chemotherapie-Sequenz Docetaxel gefolgt von Cabazitaxel überlebten die Patienten im Median fast 30 Monate (2), was eine neue Dimension für diese palliative Therapiesituation darstellt.

Cabazitaxel eine wirksame Therapie bei aggressiver Tumorbiologie

Die mittlerweile vorliegende klinische Erfahrung mit der Substanz bestätigt eine hohe Wirksamkeit insbesondere bei Patienten mit hohem Gleason-Score (Gleason 8-10), einem schlechten PSA-Ansprechen auf die primäre Androgenblockade bzw. schnellem Progress (<16 Monate) unter derselben. Bei diesen Patienten hat die chemotherapeutische Weiterbehandlung mit Cabazitaxel laut Machtens die besseren Erfolgsaussichten. Doch auch für Patienten mit weniger aggressiver Erkrankung ist Cabazitaxel nach Docetaxel eine valide Therapieoption und dem Wechsel auf eine sekundäre Hormontherapie mit Abirateron auf jeden Fall gleichzustellen. Der klinische Alltag zeige immer wieder, dass sich der Allgemeinzustand der Patienten nach Tumorprogression durch Abirateron-Versagen deutlich verschlechtern kann, so dass sie nicht mehr mit Cabazitaxel weiterbehandelt werden können. Die Chemotherapie, so Machtens, solle daher frühzeitig im Behandlungsverlauf eingesetzt werden, um den Patienten noch eine entscheidende Therapieoption anbieten zu können.

Cabazitaxel ist im klinischen Alltag gut zu handhaben

In der Regel vertragen die Patienten Cabazitaxel gut, ergänzte Dr. med. Joachim Kleeberg, Stuttgart. Mit einem proaktiven Nebenwirkungsmanagement lassen sich potentielle Nebenwirkungen zuverlässig handhaben, betonte Kleeberg. Das zeigen die Daten aus dem Compassionate Use Programm (CUP) (3), die Kleeberg durch die eigene klinische Erfahrung bestätigt sieht. Trotz mehrheitlich (~80%) schlechtem bzw. nur kurzem Ansprechen auf die First-Line-Behandlung mit Docetaxel (<6 Monate), vertrugen die Patienten die Behandlung mit Cabazitaxel gut. Die Anzahl der Patienten mit klinisch relevanter Diarrhoe, Rückenschmerzen, Neutropenien, inkl. febrilen Neutropenien und Leukopenien war deutlich niedriger als in der TROPIC-Studie. Dies, so Kleeberg, ist auf ein gutes Nebenwirkungsmanagement mit prophylaktischen Maßnahmen, z.B. G-CSF-Support bei erhöhtem febrilem Risiko oder der rechtzeitigen Einnahme von Loperamid bei beginnender Diarrhoe zurückzuführen. Die Sorge, dass Patienten die Behandlung mit Cabazitaxel nicht ausreichend gut vertragen, sei bei entsprechender Aufklärung und regelmäßigem Monitoring unbegründet. Cabazitaxel ist laut Kleeberg nach Docetaxel-Versagen eine wirksame und sicher zu handhabende Therapieoption.

Literaturhinweise:
(1) de Bono et al., Lancet 2010, 376: 1147-54
(2) Sartor et al., Proc ASCO 2011, #4525
(3) Heidenreich A et al., / Eur Urol 2012; 11 (Suppl): e128

Quelle: sanofi Satellitensymposium im Rahmen des DGU, 27.09.2012
 
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