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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. April 2016

mCRC mit RAS-Wildtyp: Erfahrungen mit FOLFIRI-P

Seit Mai 2015 können mCRC-Patienten mit RAS-Wildtyp auch in der Erstlinientherapie den antiEGFR-Antikörper Panitumumab (Vectibix®) plus FOLFIRI (FOLFIRI-P) erhalten*. Im Rahmen eines Pressegesprächs gingen die Experten besonders auf die besondere Bedeutung der Erstlinientherapie beim Kolorektalkarzinom sowie auf den Erhalt der Lebensqualität durch gutes Nebenwirkungsmanagement ein.

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Erstlinientherapie: Höhere Therapieeffektivität gleich besseres Gesamtüberleben

"Heutzutage erreicht man mit der Erstlinientherapie beim mCRC dank neuer Substanzen wie Irinotecan, Oxaliplatin, anti-EGFR-, anti-VEGF-Antikörpern, Regorafenib, Aflibercept sowie durch weiter entwickelte OP-Techniken und regelmäßige Tumorboards 30 Monate Gesamtüberleben", sagte PD Dr. med. Sebastian Stintzing, München. "Wichtig zu wissen ist, dass für eine Zweitlinentherapie beim mCRC nur noch 69% der Patienten in Frage kommen, eine Drittlinie machen nurmehr 44%, und von Linie zu Linie sinken die Ansprechrate und die Zeit des progressionsfreien Überlebens (Erstlinie: PFS 10 Monate, ORR 38-64%; Zweitlinie: PFS 4-7 Monate, ORR 10-35%; Drittlinie: PFS 1,9-3,7  Monate, ORR 1-13%). "Daher ist die sorgfältige Auswahl der Erstlinientherapie so entscheidend, weil hier die Weichen für das weitere Vorgehen gestellt werden", so Prof. Dr. Michael Geißler, Esslingen. Die Kombination aus einem EGFR-Inhibitor und Chemotherapie hat sich gegenüber Chemotherapie allein oder Chemotherapie + VEGF- Inhibitor in der Erstlinie überlegen gezeigt. "EGFR-Inhibitoren in der Erstlinie sensibilisieren den Tumor möglicherweise für nachfolgende Therapiesequenzen, daher sollen VEGF-Inhibitoren bei mCRC-Patienten mit RAS-WT erst in der Zweitlinie eingesetzt werden", sagte Geißler.

ETS und Ansprechtiefe: Marker für das Überleben

Die Ras-Testung, die ca. 10 Tage in Anspruch nimmt, sei daher ein wesentliches Entscheidungskriterium zur Therapieauswahl, so Stintzing. Er erläuterte die gute Evidenzlage für FOLFIRI-P beim Kolorektalkarzinom anhand der Studien PRIME, PEAK und PLANET (1-3). Darin hat sich unter anderem herauskristallisiert, welche Bedeutung der Tiefe (DpR) und Dauer (DoR) des Ansprechens sowie der frühenTumorschrumpfung (ETS) für das PFS zukommt: Die Tumordynamik kann mit diesen neuen Endpunkten besser erfasst werden als mit den RECIST-Kriterien. "Das ETS korreliert mit einem längeren PFS, mit der DpR und einem verlängerten Gesamtüberleben", so Stintzing.

Die Phase II-Studie 314 (4) (n=135), auf der die Zulassungserweiterung für Panitumumab + FOLFIRI unter anderem basiert, hatte eine bessere ORR und bessere Resektionsraten für RAS-WT-Patienten sowie längerem PFS und TTP gezeigt: Das mPFS betrug bei RAS-WT und RAS-/BRAF-WT 11,2 bzw. 13,2 Monate vs. 7,3 bzw. 6,9 Monate bei RAS-mutierten und RAS/BRAF-mutierten Patienten.

Bis zur Behandlungswoche 8 zeigten 74% der RAS-WT-Patienten und 50% der Patienten mit RAS-MT mehr als 20% Tumorschrumpfung. Bei einer ETS >30% (49% der  Patienten RAS-WT, 37% mit RAS-MT) konnte das PFS auf 14,3 bzw. 7,8 Monate verlängert werden (5). "Das ETS zu Woche 8 ist ein Surrogatmarker für progressionsfreies und Gesamtüberleben sowie höhere Metastasenresektionsraten", sagte Stintzing.

"Proaktives" Rash-Management

"Hautreaktionen sind prognostisch günstig, da sie mit dem Ansprechen korrelieren (6), was man dem Patienten auch deutlich machen muss. Aber nichstdestotrotz sollte man rechtzeitig einschreiten und dem Patienten keine Grad-3 Hautreaktion zumuten, was zu Lasten seiner Lebensqualität geht", betonte Geißler. So wurden in der STEPP-Studie unter Panitumumab präventiv Sonnenschutz, Feuchtigkeitscreme, topische Steroide sowie Doxycyclin eingesetzt, was die Hautreaktionen Grad≥2 um mehr als 50% senken konnte verglichen mit einer Therapie, die erst nach dem Auftreten der Rash-Symptomatik angewendet wurde (7).

Die Therapiemöglichkeiten werden auch bei Amgen immer weiter ausgelotet, so z.B. im Hinblick auf personalisierte Therapie mit den Bite®-Antikörpern. "Hier wurde beispielsweise mit AMG330 bei der AML gerade der erste Patient eingeschlossen." Dies gilt auch für die Enwicklung von Biosimilars (Bevacizumab, Infliximab, Cetuximab, Rituximab, Adalimumab und Trastuzumab), die in ca. 2 Jahren auf dem Markt verfügbar sein werden, gab Dr. Anja Kuhn, Amgen, schließlich noch einen Ausblick auf die Pipeline.

*In Kombination mit FOLFOX ist der Antikörper bereits seit 2011 für die Erstlinie zugelassen. In der Zweitlinientherapie ist er in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan) sowie als Monotherapie nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen Chemotherapieregimen zugelassen.
 

AB
Amgen Mediadialog, 12.4.2016, München
Literatur:

(1) Douillard JY et al., N Engl J Med 2013; 369: 1023-1034
(2) Schwartzberg LS et al., J Clin Oncol 2014; 32: 2240-2247
(3) Abad A et al., J Clin Oncol 2014; 32(Suppl.): Abstr. 3590
(4) Karthaus M et al., Annals of Oncology 2014; 25(Suppl4) iv188 (poster 549P)
(5) Karthaus M et al., ECC 2015; Abstr. 2130; Poster P120     
(6) Douillard JY et al. Ann Oncol 2014; 25: 1346-1355
(7) Lacouture ME et al., J Clin Oncol 2010; 28(8): 1351-1357

 
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