Montag, 18. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
31. Juli 2013

mCRC: Neue Daten zur ersten Head-to-Head-Phase-III-Studie mit Cetuximab versus Bevacizumab (FIRE-3) auf dem WCGC vorgestellt

Auf dem World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) stellte die Arbeitsgruppe Internistische Onkologie (AIO) zusätzliche Daten der Head-to-Head Phase-III-Studie FIRE-3 vor, in der Cetuximab plus FOLFIRI mit Bevacizumab plus FOLFIRI verglichen wurde. Wie zuvor bereits berichtet, wurde der primäre Endpunkt der Studie, die Gesamtansprechrate (ORR), nicht erreicht. Allerdings teilte die Arbeitsgruppe mit, dass Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom und KRAS-Wildtyp in der Erstlinie im Cetuximab-FOLFIRI-Arm ein um 3,7 Monate verlängertes medianes Gesamtüberleben aufwiesen gegenüber Patienten im Bevacizumab-FOLFIRI-Arm.

Anzeige:
 
 

Dabei ist zu betonen, dass die Studie noch nicht abgeschlossen ist (es wurden erst 57% der Ereignisse ausgewertet) und die Ergebnisse zu gegebener Zeit aktualisiert werden. Die weiteren auf dem WCGC präsentierten Daten belegen, dass das Verhältnis zwischen Cross-over bzw. Fortführung bei Krankheitsprogression bezüglich der Biologika-Therapie in der Zweitlinie erwartungsgemäß ausgeglichen war (entweder anti-EGFR-Antikörper oder Bevacizumab): 46,6% der 204 Patienten im Cetuximab-Arm erhielten in der Zweitlinie Bevacizumab und umgekehrt wechselten 41,4% der 191 Patienten im Bevacizumab-Arm in der Zweitlinie auf einen anti-EGFR-Antikörper. Bevacizumab wurde bei 17,3% der Patienten auch nach Krankheitsprogression weiter gegeben und eine anti-EGFR-Antikörpertherapie bei 15,2% der Patienten, die Cetuximab als Erstlinientherapie erhalten hatten. Es gab kein auffälliges Ungleichgewicht hinsichtlich der Verteilung der verwendeten Chemotherapien in der Zweitlinie (1).

"Anhand der auf dem WCGC präsentierten Daten scheint es so, dass die beobachtete Verlängerung im Gesamtüberleben im Cetuximab-Arm nicht durch ein Ungleichgewicht in der Zweitlinienbehandlung bezüglich eines Wechsels der Biologika oder der Chemotherapie bedingt ist", sagt Prof. Volker Heinemann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Studienleiter der FIRE-3. "Wir hoffen, dass weitere Analysen dieser Studie Einblicke in die wichtige Rolle des Behandlungsablaufs geben."

FIRE-3 ist eine unabhängige, randomisierte, kontrollierte Head-to-Head Studie der Phase III (Investigator-Sponsored Trial), die von der Ludwig-Maximilians-Universität München geleitet wird und von Merck finanziell unterstützt wird. Die FIRE-3-Studie wird in Deutschland und Österreich durchgeführt mit 752 mCRC Patienten, von denen 592 Patienten einen KRAS-Wildtyp aufwiesen. Von diesen wurden 297 Patienten zu Cetuximab plus FOLFIRI randomisiert und 295 zu Bevacizumab plus FOLFIRI (2). Die Kombination aus Cetuximab plus FOLFIRI ist zur Erstlinientherapie von mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp bereits zugelassen.

Die Daten der FIRE-3-Studie, die zuvor auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2013 vorgestellt wurden, hatten gezeigt, dass Patienten im Cetuximab-Arm ein medianes Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt) von 28,7 Monaten aufwiesen - verglichen mit 25,0 Monaten bei Patienten des Bevacizumab-Arms (HR 0,77, 95% Konfidenzintervall: 0,62-0,96). Der primäre Endpunkt der FIRE-3-Studie, die Gesamtansprechrate gemäß Beurteilung durch den jeweiligen Prüfer, wurde nicht erreicht. Es zeigte sich jedoch ein numerischer Unterschied für die Cetuximab-Kombination im Vergleich zur Bevacizumab-Kombination (62% vs. 58%, odds ratio 1,18) (2). In keinem Studienarm wurden Sicherheitsbedenken beschrieben und die Toxizitätsprofile waren wie erwartet und gut handhabbar. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (>10%), die auf dem ASCO vorgestellt wurden, waren Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie, Neutropenie, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Mukositis/Stomatitis, Fatigue, Schmerz, Hand-Fuß-Syndrom, Hypertonie, Blutung/Hämorrhagie, Hypomagnesiämie, Hypocalcämie und Desquamation. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse vom Grad 3 oder 4 im Cetuximab-Arm waren Neutropenie (24,2%) und akneiformes Exanthem (16,8%). Im Bevacizumab-Arm waren die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad 3 oder 4 Neutropenie (22,8%) und Diarrhoe (13,6%).

Das Kolorektalkarzinom (CRC) ist die vierthäufigste Krebsart weltweit mit einer geschätzten Inzidenz von mehr als 1,2 Millionen (3). Schätzungsweise gehen weltweit jährlich 608.000 Todesfälle auf CRC zurück. Dies macht 8% aller Todesfälle durch Krebs aus, was wiederum bedeutet, dass es die vierthäufigste krebsbedingte Todesursache ist. Fast 60% der Fälle treten in entwickelten Regionen auf und Inzidenz und Mortalitätsraten liegen bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Allein in Europa entwickeln schätzungsweise 450.000 Menschen pro Jahr ein Kolorektalkarzinom, 222.000 Menschen sterben jährlich daran (3).
 

In Kürze:
•    Der primäre Endpunkt der Studie, die Ansprechrate, wurde in der Intention-to-Treat-Population nicht erreicht (62% unter Cetuximab (Erbitux®) versus 58% unter Bevacizumab; odds ratio 1,18).
•    Das mediane Gesamtüberleben konnte im Cetuximab-FOLFIRI-Arm im Vergleich zum Bevacizumab-FOLFIRI-Arm um 3,7 Monate verlängert werden (sekundärer Endpunkt), basierend auf einer Ereignisrate von 57%.
•    Die auf dem WCGC präsentierten Daten zeigen ein ausgewogenes Verhältnis im Cross-over der Antikörpertherapien in der Zweitlinie. Ebenso gab es kein auffälliges Ungleichgewicht bei den in der Zweitlinie verwendeten Chemotherapie-Regimes.

Literaturhinweise:
(1) Modest D. et al. FOLFIRI plus cetuximab versus FOLFIRI plus bevacizumab as first-line treatment of KRAS-Wildtype metastatic colorectal cancer: German AIO study KRK-0306 (FIRE-3). Annals of Oncology 24 (4): iv11–iv24, 2013 doi:10.1093/annonc/mdt201.29
(2) Heinemann V. et al. Randomized comparison of FOLFIRI plus cetuximab versus FOLFIRI plus bevacizumab as first-line treatment of KRAS wild-type metastatic colorectal cancer: German AIO study KRK 0306 (FIRE-3). J Clin Oncol 31, 2013 (suppl; abstr LBA3506)
(3) Ferlay J. et al. GLOBOCAN 2008 v2.0, Cancer Incidence and Mortality Worldwide: IARC CancerBase No. 10 [Internet]. Lyon, France: International Agency for Research on Cancer; 2010. Available from: http://globocan.iarc.fr. Accessed July, 2013

Quelle: Merck Serono
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017