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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. November 2016

mCRC: Effektive Zweitlinientherapie innerhalb einer Sequenztherapie

Mit zunehmender Anzahl verfügbarer Medikamente gewinnt auch die Frage nach dem richtigen Therapiekonzept zunehmend an Bedeutung. Die Kombination eines Chemotherapie-Backbones mit einem Biological macht die Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC), vor allem in Hinblick auf die Therapiesequenz, noch einmal komplexer. Diverse Therapiestrategien beim mCRC wurden in einem Satellitensymposium diskutiert.
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Für die Erstlinienbehandlung des mCRC stehen an Chemotherapieregimen diverse Kombinationen aus 5-Fluorouracil/Leucovorin, Iriniotecan und Oxaliplatin sowie an Biologicals VEGF- bzw. EGFR-gerichtete Antikörper zur Verfügung. Mit der Therapiewahl in der ersten Linie werden die Weichen für die Zweitlinie gestellt. Daher sei es wichtig, nicht allein die Effektivität und Verträglichkeit für die erste Therapielinie zu beachten, sondern auch die Konsequenzen für die Zweitlinie im Auge zu behalten und die Therapie in ihrer Sequenz zu planen, bemerkte Prof. Dr. Arndt Vogel, Medizinische Hochschule Hannover.

Der VEGF-/PlGF-Inhibitor Aflibercept ist in Kombination mit FOLFIRI eine effektive Zweitlinientherapie, unabhängig davon, ob die Vorbehandlung mit FOLFOX in Kombination mit einem anti-VEGF-Antikörper erfolgte, so die Ergebnisse der VELOUR- und der QoLiTrap-Studie. Die Phase-III-Studie VELOUR untersuchte an 402 Patienten placebokontrolliert und randomisiert die zusätzliche Gabe von Aflibercept zu FOLFIRI nach einer FOLFOX-Vortherapie (1). Mit der zusätzlichen Aflibercept-Gabe wurde das Gesamtüberleben (OS) von median 12,1 auf 13,5 Monate gegenüber der alleinigen Chemotherapie signifikant verlängert (HR=0,82; p=0,0032). Ein Ansprechen wurde bei 19,8% der Patienten im experimentellen Arm und bei 11,1% bei FOLFIRI plus Placebo gesehen (p<0,001). Die Analyse der VELOUR-Daten zeige die Wirksamkeit von Aflibercept in allen Subgruppen, ergänzte PD Dr. Sebastian Stintzing, Klinikum der Universität München. 30% der Studienteilnehmer waren mit Bevacizumab vorbehandelt worden. In dieser Studienpopulation wurde, bei Ausschluss der Patienten mit frühem Progress unter adjuvanter Therapie, eine Verlängerung des medianen OS von 11,66 auf 13,8 Monate (HR=0,81) beobachtet (1).

Daten aus dem Praxisalltag bestätigen Wirksamkeit

Nicht-interventionelle Studien und Registerdaten sind wichtige Informationsquellen, die das Wissen zur Wirksamkeit und Sicherheit bei einem, gegenüber der Studienklientel erweiterten Patientengut, ergänzen. In der nicht-interventionellen QoLiTrap-Studie wurde die Lebensqualität und der klinische Nutzen einer Therapie mit Aflibercept plus FOLFIRI bei 402 mCRC-Patienten untersucht (2). Das progressionsfreie Überleben (PFS) der auswertbaren Patienten betrug insgesamt 8,0 Monate, bzw. bezüglich der Vorbehandlung 7,1 Monate in der Anti-EGFR- und 7,3 Monate in der Bevacizumab-vorbehandelten Kohorte. Die Lebensqualität der Studienteilnehmer wurde zu Beginn der Studie und pro Zyklus vor Applikation der Therapie mit Hilfe des EORTC QLQ C30 gemessen. Unter der Behandlung von Aflibercept und FOLFIRI können die Patienten ihre globale Lebensqualität weitestgehend erhalten, kommentierte Vogel die Ergebnisse zur Lebensqualität.

Auswertungen des OncoReg-Registers zeigen den Vorteil eines frühen Einsatzes von Aflibercept (3). Bei 56 Patienten wurde Aflibercept in der Zweitlinie eingesetzt und die Patienten überlebten median 17,1 Monate. Bei Gabe von Aflibercept in späteren Therapielinien war das beobachtete OS deutlich kürzer.

Bei guter Effektivität der Erstlinientherapie gewinne eine biologisch sinnvolle Sequenztherapie zunehmend an Bedeutung, fasste Stintzing die vorhandenen Daten zusammen. Der frühe Einsatz von Aflibercept gehe mit einer höheren Effektivität einher.
Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) Greaves M & Maley CC, Nature 2012, 481: 306-13.
(2) Tombal B et al., EJC 2011, 47: S179-88.
(3) Sun S et al., J Clin Invest 2010, 120: 2715-30.
 
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