Freitag, 15. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
29. Oktober 2015

mCRC: Aflibercept im Versorgungsalltag eine sichere und wirksame Option

Aktuelle Daten aus der Versorgungsforschung (1, 2) bestätigen das anti-angiogene Fusionsprotein Aflibercept (Zaltrap®) als wirksame und sichere Therapieoption für Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (CRC). Aflibercept ist in Kombination mit FOLFIRI (5-FU/FS, Irinotecan) für diese Patienten zugelassen, so diese mit Oxaliplatin vorbehandelt sind. Die aktuellen Daten zeigen, dass sich die Kombination sicher im klinischen Alltag einsetzen lässt, ohne dass dies zu Lasten der Lebensqualität der Patienten geht. Die Wirksamkeitsdaten sind, obwohl die Patienten im Klinikalltag im Mittel älter sind, teilweise sogar besser als in der Zulassungsstudie VELOUR (3).

Je länger ein Medikament zugelassen ist, umso umfassendere und ausführlichere Daten liegen aus dem Therapiealltag vor. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen (DGHO), Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Basel/CH wurden in unterschiedlichen Präsentationen aktuelle Daten aus dem Versorgungsalltag zur Behandlung mit Aflibercept/FOLFIRI vorgestellt.

Bessere Überlebensdaten im Versorgungsalltag

Aus der Arbeitsgruppe um Dr. med. Annette-Rosel Valdix, Schwerin, stellte Dr. med. Jürgen Wehmeyer, Münster, erste Ergebnisse zum Einsatz von Aflibercept in onkologischen Praxen vor (1). Die aktuellen Daten wurden im Rahmen des Tumorregisters OncoReg erhoben. Datenbasis sind 183 ausgewertet Therapien aus 35 Praxen in Deutschland. Die Patienten waren mit im Mittel 68 Jahren älter als in der Zulassungsstudie. Etwa ein Drittel der Patienten (30,6%) erhielt Aflibercept/FOLFIRI als zweite Therapielinie und jeweils gut 20% in dritter bzw. vierter Therapielinie. Bei weiteren 20% wurde die Kombination sogar jenseits der vierten Therapielinie gegeben. Trotz des breiten Einsatzes über viele Therapielinien erreichten gut 40% der Patienten mindestens eine Krankheitsstabilisierung. Das mediane progressionsfreie (PFS) und Gesamtüberleben über alle Therapielinien betrug 5,1 Monate bzw. 7,7 Monate und erreicht damit fast die Daten aus der Zulassungsstudie [3]. Patienten, die Aflibercept/FOLFIRI entsprechend der Zulassungsstudie in der zweiten Therapielinie erhielten, erreichten ein medianes Gesamtüberleben von 17,1 Monaten, das damit fast vier Monate länger war als in der VELOUR-Studie mit 13,5 Monaten (3).

Stabile Lebensqualität unter Aflibercept/FOLFIRI

In der QoLiTrap-Studie (2), einer großen nicht-interventionellen Studie (NIS) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz steht die Lebensqualität der Patienten mit metastasiertem CRC unter der Behandlung mit Aflibercept/FOLFIRI im Fokus. Die ersten Daten zeigen, dass die gute Wirksamkeit von Aflibercept/FOLFIRI nicht durch Einbußen bei der Lebensqualität der Patienten erkauft wird. Die Lebensqualität der Patienten blieb über den Therapieverlauf stabil bei einer hohen Tumorkontrollrate von 74%. Nebenwirkungen ließen sich im klinischen Alltag handhaben.

Anhaltender Überlebensvorteil mit Aflibercept/FOLFIRI second-line

Die Wirksamkeitsdaten aus dem Versorgungsalltag sind teilweise sogar besser als in der Zulassungsstudie (3) bei einem deutlich selektierteren Kollektiv, das Aflibercept/FOLFIRI ausschließlich in zweiter Therapielinie erhalten hatte. Auf dem Satellitensymposium der Firma Sanofi (4) unter dem Vorsitz von Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg, stellte Dr. med. Alexander Stein, Hamburg, die Langzeitdaten der VELOUR-Studie vor, die nach wie vor einen anhaltenden Überlebensvorteil für die mit Aflibercept/FOLFIRI behandelten Patienten zeigen. Stein: „Nach 30 Monaten sind noch 22% der Patienten am Leben. Einzelne Patienten profitieren offensichtlich besonders deutlich von der Zweitlinien-Behandlung mit Aflibercept/FOLFIRI.“

Aflibercept gut integrierbar in individuelle Therapiesequenzen

Patienten mit metastasiertem CRC haben heute die Chance mit der individuell richtigen Therapiesequenz median 30 Monate und länger zu überleben, ergänzte PD Dr. med. Stefan Kasper, Essen. „Wir müssen anhand des Therapieziels, der notwendigen Therapieintensität und der Tumorbiologie, wie zum Beispiel dem RAS-Status, die Therapieentscheidung treffen. Die Erstlinien- Therapie beeinflusst die Zweitlinientherapie und umgekehrt, weshalb wir in Therapiesequenzen denken müssen“, betonte Kasper. Die Kombination Aflibercept/FOLFIRI hat den Vorteil, dass sie sich ab der zweiten Therapielinie – unabhängig vom RAS-Status – gut in die verfügbaren Therapiesequenzen integrieren lässt und den Patienten die Chance auf einen lang anhaltenden Überlebensvorteil bietet.

Sanofi
Literatur:

(1) Valdix A-R et al., Das kolorektale Karzinom – Versorgungsforschung und Versorgungsrealität in onkologischen Praxen. Freier Vortrag V393, DGHO-Jahrestagung 2015, Basel, 11.10.2015.
(2) Derigs H-G et al., Analysis of the quality of life in patients treated with Aflibercept and FOLFIRI for metastatic colorectal cancer – interim results from the non-interventional QoLiTrap study. Poster #213, DGHOJahrestagung 2015, Basel, 10.10.2015.
(3) van Cutsem E et al., JCO 2012, 30: 3499-3506.
(4) Satellitensymposium, Sanofi-Aventis Deutschland, Einfluss molekularer Marker auf die Therapiewahl beim mCRC und mCRPC – Heute und in Zukunft, DGHO-Jahrestagung 2015, Basel, 11.10.2015.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017