Dienstag, 24. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
28. März 2017

DGP 2017: Zielgerichtete Medizin beim Lungenkrebs – Neue und bewährte Therapien beim NSCLC

Zielgerichtete Therapien haben die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) entscheidend verbessert: Mit Alecensa® (Alectinib) ist seit Februar 2017 eine neue personalisierte Therapie zur Behandlung von ALK-positivem NSCLC nach Crizotinib-Vorbehandlung zugelassen, die mit einer hohen systemischen Wirksamkeit und einem bisher nicht erreichten ZNS-Ansprechen überzeugt. Ein seit Jahren bewährter First-Line-Standard beim NSCLC ohne therapierbare Treibermutation ist Avastin® (Bevacizumab). Seit dem vergangenen Jahr ist der VEGF-Antikörper in Kombination mit Tarceva® (Erlotinib) für die Therapie von EGFR-positivem NSCLC zugelassen. Der Stellenwert der zielgerichteten Therapien und der Einfluss von Treibermutationen auf die Therapieentscheidung beim NSCLC standen im Fokus eines Roche-Symposiums auf dem 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Alecensa: neue überzeugende Therapie bei ALK-positivem NSCLC

Die überzeugende systemische Wirksamkeit von Alecensa bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC, die trotz Vorbehandlung mit Crizotinib progredient sind, zeigt eine gepoolte Analyse der Zulassungsstudien NP28673 (1) und NP28761 (2): Mehr als die Hälfte (51,3 %) der Patienten sprach auf die Therapie an, bei einer Krankheitskontrollrate von 78,8 %.(3) Die Patienten erreichten eine mediane progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) von 8,3 Monaten (Abb. 1).(3)

Zudem führte Alecensa zu einem bisher nicht erreichten ZNS-Ansprechen, da es die Blut-Hirn-Schranke überwindet (4) und im Gehirn verbleibt. Dementsprechend kann es dort seine Wirkung entfalten und gegen ZNS-Metastasen wirken. Dies ist besonders wichtig, da rund die Hälfte der progredienten Patienten Hirnmetastasen entwickelt.(5,6) Bei fast zwei Drittel der Patienten mit ZNS-Läsionen gingen diese teilweise oder ganz zurück (ZNS-ORR) – 22 % der Patienten erreichten eine Komplettremission (CR).(7) Beide Studien belegen zudem die Sicherheit und gute Verträglichkeit der Therapie.(1,2) Alecensa wurde am 16. Februar 2017 zugelassen.(8) Die Markteinführung in Deutschland ist für Mai 2017 vorgesehen.
 
Abb. 1: Gepoolte Analyse – PFS unter Therapie mit Alecensa (3)
Grafik Gepoolte Analyse – PFS unter Therapie mit Alecensa


Avastin: bewährt und etabliert beim NSCLC

Der VEGF-Antikörper Avastin verbessert die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC deutlich – und dies sowohl bei nicht-mutiertem als auch bei EGFR-positivem NSCLC. So verlängert Avastin, zusätzlich zur Chemotherapie gegeben, das Gesamtüberleben von Patienten mit Adenokarzinom ohne therapierbare Treibermutation um bis zu fast 4 Monate (9); zudem werden die Ansprechraten fast verdoppelt (9). Bei EGFR-positivem NSCLC verlängert Avastin in Kombination mit Tarceva das PFS um bislang unerreichte 6 Monate und zwar unabhängig, ob eine Exon-21- oder -19-Mutation vorliegt.(10)

Aufgrund der guten Daten ist Avastin als Standard fest etabliert. Sowohl für die Therapie von nicht-mutiertem als auch EGFR-mutiertem NSCLC erhielt Avastin von der ESMO die höchste Bewertung (I,A).(11) Auch die DGHO empfiehlt Avastin in Kombination mit Tarceva bei EGFR-positivem NSCLC.(12)


▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 (0)7624 / 14 - 3183) oder an das Paul-Ehrlich-Institut (https://humanweb.pei.de oder Fax: +49 (0)6103 / 77-1234).
Roche
Literatur:
(1) Ou SHI et al. J Clin Oncol 2016; 1; 34(7): 661-668
(2) Shaw AT et al. Lancet Oncol 2016; 17(2): 234-242
(3) Yang JCH et al. J Thorac Oncol 2017; 12(S1): 614
(4) Kodama T et al. Cancer Chemother Pharmacol 2014; 74: 1023-1028
(5) Shaw AT et al. N Engl J Med 2013; 368(25): 2385-2394
(6) Solomon BJ et al. N Engl J Med 2014; 371(23): 2167-2177
(7) Fachinformation Alecensa®; Stand: Februar 2017
(8) Kommissionsbescheid der Europäischen Kommission vom Februar 2017
(9) Sandler A et al. J Thorac Oncol 2010; 5: 1416-1423
(10) Seto T et al. Lancet Oncol 2015; 15: 1236-1244
(11) Novello S et al. Ann Oncol 2016; 27(Suppl 5): v1-v27
(12) DGHO-Leitlinie „Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC)”; Stand: November 2016
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs