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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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26. August 2015

Zervikale intraepitheliale Neoplasie: Prävalenz signifikant gesunken

Bei jungen Frauen wirkt sich das HPV-Impfprogramm mit Gardasil® (1) besonders stark aus, wie aktuelle Daten aus Australien zeigen (2). Die Prävalenz höhergradiger zervikaler intraepithelialer Neoplasien (CIN) ist bei den unter 20-Jährigen signifikant um etwa 50% gesunken. Dies spricht für eine möglichst frühzeitige Impfung mit dem tetravalenten HPV-Impfstoff.

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Eine in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studie zeigte bereits 2 Jahre nach Einführung des Schulimpfprogramms positive Effekte auf die Prävalenz höhergradiger CIN (3). Die Ergebnisse der aktuellen Populationsuntersuchung (8.130.567 Pap-Test-Daten der Jahre 2000 bis 2013 aus dem Victorian Cervical Cytology Registry) bestätigen diese: Verglichen mit den Daten der unter 20-Jährigen aus dem Jahr 2007 war die Prävalenz höhergradiger CIN bei den unter 20-jährigen Frauen im Jahr 2013 um ca. 50% niedriger. Der Vergleich der Prävalenzdaten von 2007 und 2013 der zum Untersuchungszeitpunkt 20- bis 24-jährigen Frauen zeigte einen Rückgang um ca. 25% (2).
 
Die hohe Wirksamkeit der HPV-Impfung bei den damals 12- bis 13-jährigen Mädchen unterstützt die Empfehlung für einen möglichst frühen Impfzeitpunkt. Die Autoren der Studie erwarten, dass die Prävalenz der Krebsvorstufen weiter sinken wird (2). Denn bei den jüngsten, am nationalen Schulimpfprogramm beteiligten Mädchen werden erst in den nächsten Jahren Pap-Tests durchgeführt.

Australisches Impfprogramm wegweisend
 
Seit 2007 gibt es in Australien ein nationales Schulimpfprogramm, in dem sich 12- bis 13-jährige Mädchen kostenlos mit dem tetravalenten HPV-Impfstoff Gardasil® impfen lassen können, wodurch bei jungen Frauen landesweit HPV-Impfraten von über 70% (3-Dosen-Schema) erreicht werden (3). Zusätzlich war für die 13- bis 26-jährigen Mädchen und Frauen zwischen 2007 und 2009 eine kostenlose Impfung möglich. Als Folge des Impfprogramms wurde weltweit erstmals ein Rückgang neu aufgetretener HPV-assoziierter CIN-2+-Läsionen bei Frauen unter 18 Jahren um fast die Hälfte beobachtet (3). Dazu wurden Genitalwarzen bei Frauen unter 21 Jahren fast vollständig ausgerottet (4).

 

Reduzierung der Prävalenz höhergradiger CIN


 
Frühzeitige Impfung empfohlen
 
Im Gegensatz zu Australien besteht in Deutschland noch Nachholbedarf bei den Impfraten (5). Lediglich ca. 40% der 14- bis 17-jährigen Mädchen sind hierzulande vollständig gegen HPV geimpft (6). Um höhere Impfraten zu erreichen und noch mehr Mädchen frühzeitig zu schützen, wurde das von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlene Impfalter herabgesetzt. Die STIKO empfiehlt die HPV-Impfung seit August 2014 für alle Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren (7). Versäumte Impfungen sollen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (d. h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag) nachgeholt werden. Die Kosten für die HPV-Impfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für alle Mädchen von 9 bis 17 Jahren erstattet.

Sanofi Pasteur
Literatur:

(1) Sanofi Pasteur MSD. Fachinformation Gardasil®. Stand: Mai 2015.
(2) Brotherton JM et al. Human papillomavirus vaccination is changing the epidemiology of high-grade cervical lesions in Australia. Cancer Causes Control 2015; 26: 953–954.
(3) Brotherton JM et al. Early effect of the HPV vaccination programme on cervical abnormalities in Victoria, Australia: an ecological study. Lancet 2011; 377: 2085–2092.
(4) Chow EP et al. Ongoing decline in genital warts among young heterosexuals 7 years after the Australian human papillomavirus (HPV) vaccination programme. Sex Transm Infect 2015; 91: 214–219.
(5) National HPV Vaccination Program Register. HPV vaccination coverage by dose number (Australia) for females by age group in mid 2013. www.hpvregister.org.au/research/coverage-data/hpv-vaccination-coverage-by-dose-2013 (Letzter Abruf: 20.08.2015).
(6) Poethko-Müller C, Buttmann-Schweiger N. Impfstatus und Determinanten der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) bei Mädchen in Deutschland. Ergebnisse der KiGGS-Studie – Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1). Bundesgesundheitsbl 2014; 57: 869–877.
(7) Ständige Impfkommission (STIKO). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Epid Bull 2015; 34: 327–362.

 
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