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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Januar 2015

Zehnter Jahresbericht des Bremer Krebsregisters veröffentlicht

Das Bremer Krebsregister, dessen Registerstelle das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS führt, hat den neuen Jahresbericht für den Zeitraum von 2009 bis 2011 veröffentlicht. Zum zehnten Mal liefert und analysiert es damit Zahlen zur Krebserkrankungshäufigkeit und -sterblichkeit für das Bundesland Bremen. Da das Bremer Krebsregister mittlerweile seit mehr als zehn Jahren Krebserkrankungen vollständig erfasst, stellt der Bericht auch erstmalig die Zehn-Jahres-Überlebenszeiten nach einer Krebserkrankung dar.



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Die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen liegt im Bundesland Bremen aktuell bei knapp 4.200 Personen, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Insgesamt sind fast drei Prozent der in Bremen lebenden Bevölkerung in den letzten zehn Jahren an Krebs erkrankt. Zu den drei häufigsten Krebserkrankungen gehören bei den Männern Prostata-, Lungen- und Darmkrebs; bei den Frauen sind es Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Rund die Hälfte aller Krebserkrankungen geht auf diese Tumorarten zurück. Dies entspricht in etwa der Situation, die für Deutschland insgesamt beobachtet wird.



Die häufigste krebsbedingte Todesursache im Bundesland Bremen ist Lungenkrebs, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Für diese Krebsform liegen die Erkrankungsraten deutlich über den für Deutschland geschätzten Raten. Wichtigster Risikofaktor ist das Rauchen, daneben spielen auch berufs- und umweltbedingte Faktoren eine Rolle. Männer erkranken seit einigen Jahren weniger an Lungenkrebs, bei den Frauen steigt dagegen die Zahl der Erkrankungen. Zurückgeführt wird dieser auch bundesweit ersichtliche Trend auf das veränderte Rauchverhalten bei den Geschlechtern. Während Lungenkrebs eine ungünstige Prognose hat, liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei vielen Krebserkrankungen heute bei mehr als 80%. Hierzu zählen auch die häufigsten Krebsformen - Prostatakrebs bei den Männern und Brustkrebs bei den Frauen.



Der vorliegende Jahresbericht bildet den Abschluss der rein epidemiologischen Krebsregistrierung im Bundesland Bremen. Im Rahmen des Krebsfrüherkennungs- und Krebsregistergesetzes, das bundesweit umgesetzt wird, ist in Bremen der Aufbau eines integrativen Krebsregisters geplant. Dieses soll sowohl die epidemiologische als auch die klinische Krebsregistrierung umfassen. Bereits 2015 soll das Register seine Arbeit aufnehmen. Damit können zukünftig auch Daten zur Therapie und zum Krankheitsverlauf in die Auswertungen einfließen.



Der Bericht ist im Internet abrufbar unter www.krebsregister.bremen.de.

Quelle: Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS
 
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