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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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03. November 2015

Durchbruchschmerzen: Wirksame und schnelle Therapie mit Fentanyl-Nasenspray

Im Rahmen eines Symposiums beim Deutschen Schmerzkongress 2015 in Mannheim trafen sich 3 Experten, um über eine adäquate Schmerzbekämpfung bei Tumorpatienten zu referieren. Dabei ging es besonders um den Einsatz wirksamer Opioide und eine optimale Versorgung von Patienten, die an Tumordurchbruchschmerzen leiden.

Prof. Dr. Roman Rolke, Aachen, berichtete aus der Praxis der Palliativmedizin über Möglichkeiten einer Schmerzbehandlung schwerstkranker Tumorpatienten. Als Tumordurchbruchschmerzen bezeichnet man Schmerzepisoden, die mit hoher Frequenz plötzlich einsetzen und von sehr hoher Intensität sind. Diese oft bis zu 60 Minuten anhaltenden, vernichtenden Schmerzen werden von Patienten viel bedrohlicher als die Krankheit selbst wahrgenommen, hob Rolke hervor. Die Basistherapie mit einem Analgetikum oder allgemein gut wirkenden Opioiden reicht oft nicht aus, da die Aufnahme der Wirkstoffe zu langsam vonstatten geht, um die heftigen Schmerzattacken zu lindern. Dabei räumt Rolke auch gleich mit dem Mythos auf, dass „Bedarfsopioid und Basismedikation identisch“ sein müssen. Für eine geeignete Therapie, unabhängig von der Basismedikation empfiehlt der Experte das hoch wirksame Fentanyl, ein sog. rapid onset opioid (ROO) mit schnellem Wirkeintritt und kurzer Wirkdauer, das in verschiedenen Darreichungsformen bei Bedarf eingesetzt werden kann (1). Besonders nebenwirkungsarm und gut anwendbar ist Fentanyl dabei als nasale Gabe (Instanyl® Nasenspray), wie Rolke versicherte.

Patientenwille ist gefragt

Dass die Anwendung eines Sprays nicht nur schnell wirksam ist, sondern auch patientenfreundlich in der Anwendung, berichtete Dr. Regina Mansfeld-Nies, Siegen. Die Schmerztherapeutin und ärztliche Leiterin des Palliativmedizinischen Konsiliardienstes Siegen-Wittgenstein-Olpe koordiniert ein Versorgungsnetzwerk für Schmerzpatienten im ländlichen Raum. Neben der intravenösen oder subkutanen Anwendung des Analgetikums hat sich hier besonders die Aufnahme der Substanz über die Nasenschleimhaut bewährt, so Mansfeld-Nies. Durch Selbstverabreichung der Arznei über ein Nasenspray sind die Patienten autonomer. Für die Schmerztherapeutin bedeutet daher eine optimale Schmerzbekämpfung eine Verbesserung der Lebensqualität nicht nur für den Patienten selbst, sondern in dieser akuten Krisensituation auch eine Entlastung der Angehörigen. Viele Ärzte gehen Ihrer Meinung nach immer noch zu zögerlich mit der Verabreichung dieses potenten Wirkstoffs um. Das heikle Thema des Opioid-Missbrauchs käme in ihrem praktischen Alltag nicht zum Tragen, betonte die Ärztin. „Schmerzlinderung ist Patientenrecht“ gab die Palliativmedizinerin daher den anwesenden Medizinern mit auf den Weg.

Datenanalysen überzeugen

Die Wirksamkeit der Fentanyle als Bedarfsmedikation konnte PD Dr. Michael A. Überall, Nürnberg, mit pharmakokinetischen Belegen untermauern. Beim Vergleich der Daten der verschiedenen Applikationsformen von Fentanyl wie Buccal-Tabletten, oder -Filme, Sublingual- oder Lutschtabletten, überzeugte besonders die transmukosale Applikation von Fentanyl. Die nasale Mukosa mit einer Applikationsfläche von ca. 180 cm2 ist gegenüber der Mundschleimhaut sehr dünn, betonte Überall. Somit beschleunigt das Nasenspray hocheffektiv die Wirkstofffreisetzung und damit den Wirkeintritt nach Auftreten des plötzlichen Schmerzes schon nach 5 Minuten, wobei eine optimale Plasmakonzentration schon bei unter 10 Minuten erreicht ist. Die um den Placeboeffekt bereinigten Daten zeigen eine deutliche Überlegenheit der intranasalen Applikation der Fentanyle in patientenfreundlicher Handhabung und Effektivität in der Wirkung, resümierte Überall.

ghk
Symposium im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2015, 15.10.2015, Mannheim; Veranstalter: Takeda
Literatur:

(1) Mercadante S et al. 2015 (5):1349-54.

 
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