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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. September 2014

Welt-Lymphom-Tag: Neue Chancen in der Krebstherapie – Bessere Lebensqualität durch zielgerichtete Therapien

Derzeit erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 500.000 Menschen an Krebs. Eine Diagnose, die schockiert. Doch Krebs ist heute lange kein Todesurteil mehr - und auch im Krankheitsfall oder bei einem Rückfall gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist das Hodgkin Lymphom. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 2.000 Menschen an der Krebserkrankung der Lymphzellen. Dass 85-90% der Patienten geheilt werden, ist vielen Menschen nicht bewusst. "Gerade bei einem Hodgkin Lymphom gibt es gute Heilungschancen", so Prof. Dr. Andreas Engert, Professor am Universitätsklinikum Köln und Chairman der German Hodgkin Study Group (GHSG), bei einem Pressegespräch von Takeda anlässlich des Welt-Lymphom-Tages.

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Die Therapiechancen werden dank innovativer Wirkstoffe immer besser - und verträglicher. "Die Therapien müssen in erster Linie effektiv gegen die Krankheit wirken", so Engert. "Doch wir haben bei unseren Studien zum Hodgkin Lymphom herausgefunden: mehr Chemo hilft nicht." Insbesondere wenn Patienten einen Rückfall erleiden, führen weitere Behandlungen mit Chemotherapien nicht zum gewünschten Erfolg. Die Folgen sind vielmehr starke Nebenwirkungen und teils erhebliche Spätschäden. Ziel bei der Therapie des Hodgkin Lymphoms ist es deshalb, weniger toxische, weniger starke Medikamente einzusetzen und die Chemotherapie zu reduzieren, ohne dabei die Therapiechancen für die Patienten zu verschlechtern. "Wir sind auf der Suche nach Lösungen, die weniger Therapie und damit auch weniger Spätschäden bedeuten."

Neue Therapieansätze für eine bessere Lebensqualität der Patienten

Bisher wurden Morbus Hodgkin-Patienten im fortgeschrittenen Stadium nach dem sogenannten BEACOPP-Schema behandelt, einer Chemotherapie zusammengesetzt aus verschiedenen Medikamenten. Erhebliche Nebenwirkungen waren die Folge. Durch den Einsatz neuer Wirkstoffe sowie der Anpassung der Dosis im Behandlungsschema ist es nun gelungen, Nebenwirkungen wie etwa Erkrankungen des peripheren Nervensystems deutlich zu reduzieren und den Behandlungserfolg dennoch weiter zu sichern. Im Rahmen des Pressegespräches zum Welt-Lymphom-Tag wurden dazu neue Daten einer Phase-II-Studie der GSHG mit 100 Patienten, die targeted BEACOPP-Studie, vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus weniger Chemotherapie plus dem seit Dezember 2012 verfügbaren Antikörper-Wirkstoff-Konjungat Brentuximab Vedotin vergleichbar gut wirkt, wie die bisherige alleinige Chemotherapie. Sie wird von den Patienten jedoch besser vertragen. Engert: "Wir heilen derzeit klar über 80% der Patienten. Wir erreichen eine Tumorkontrolle von 90% nach fünf Jahren und ein Gesamtüberleben von 95% - und zwar im fortgeschrittenem wie im frühen Stadium."

Wegen der Nebenwirkungen bei herkömmlichen Chemotherapien finden die Behandlungen oft stationär statt. "Ein großer Vorteil der neuen Wirkstoffe ist, dass die Patienten durch die zielgerichtete Therapie keine weiteren Medikamente während der Behandlung einnehmen müssen, etwa gegen Übelkeit", so der praktizierende Facharzt Dr. Johannes Mohm bei dem Pressegespräch. "Die Lebensqualität der Menschen wird dadurch sehr viel besser.“ So sind weniger Nachbehandlungen zum Beispiel mit Antibiotika nötig und lange Krankenhausaufenthalte werden vermieden.

Zielgerichtete Therapien mit starker Wirksamkeit

Zielgerichtete Therapie zeichnen sich dadurch aus, dass der Wirkstoff fest an einen Antikörper gebunden ist. Das führt dazu, dass der Wirkstoff gezielt in die Tumorzellen gelangt und keine gesunden Zellen angreift, wie es bei herkömmlichen Chemotherapien der Fall ist. Deshalb weisen zielgerichtete Therapien ein besseres Nebenwirkungsprofil auf als vergleichbare Chemotherapien - mit entsprechenden Vorteilen für die Patienten. Dieses erste CD30-spezifische Antikörper-Wirkstoff- Konjugat hat es in Studien geschafft, bei schwerkranken Patienten einen Überlebensvorteil zu zeigen. Dr. Michael Böhler, Leiter der Business Unit Onkologie bei Takeda: "Die neuen Therapieansätze beim Hodgkin Lymphom zeigen, welche Möglichkeiten sich mit den zielgerichteten Therapien bieten. Die Daten beweisen: eine starke Wirksamkeit muss nicht immer auch heftige Nebenwirkungen hervorrufen."

In der Krebsforschung setzen die Experten alles daran, um die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern. Die Forschung macht kontinuierlich Fortschritte, trotzdem besteht noch Handlungsbedarf, Engert: "Obwohl wir zum Beispiel beim Hodgkin Lymphom schon weit gekommen sind, gibt es in der Forschung noch viel zu tun."

Quelle: Takeda
 
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