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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. Oktober 2015

Weichteilsarkom und Schilddrüsenkrebs: Neue Optionen bei seltenen Krebsentitäten

Auf der Jahrestagung der DGHO sowie der österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 2015 in Basel wurden auf einem von Eisai veranstalteten Pressegespräch zwei Medikamente diskutiert, die bei seltenen Krebserkrankungen zum Einsatz kommen können. Lenvatinib ist in der EU seit Mitte 2015 zugelassen für die Behandlung des fortgeschrittenen, radiojod-refraktären Schilddrüsenkarzinoms. Eribulin hat in einer Studie an Patienten mit Weichteilsarkom einen im Vergleich zu Dacarbazin signifikanten Gesamtüberlebensvorteil erzielt. Das nicht-taxanbasierte Zytostatikum Eribulin ist bereits zugelassen für lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs. Eine entsprechende Zulassungserweiterung ist beantragt.

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Prof. Dr. med. Rossella Elisei, Pisa, Italien, stellte die aktuellen Daten aus der Phase-III-Studie SELECT zum Einsatz von Lenvatinib (Lenvima®) bei der Behandlung des radiojod-refraktären differenzierten Schilddrüsenkarzinoms vor. 90% der Patienten mit Schilddrüsenkarzinom, so die Onkologin, profitieren von einer Radiojodtherapie. „Für die 10%, die auf diese Therapie nicht ansprechen, gab es lange Zeit keine effiziente Behandlungsoption.“

In die Studie einbezogen wurden insgesamt 392 Patienten mit papillärem oder follikulärem Schilddrüsenkarzinom, die auf eine Radiojodtherapie nicht ansprachen; sie wurden im Verhältnis 2:1 auf Lenvatinib oder Plazebo randomisiert. Bei der Gesamtpopulation war Lenvatinib bezüglich des primären Endpunktes Progressionsfreies Überleben (PFS) mit 18,3 Monaten versus 3,6 Monaten der Plazebogabe signifikant überlegen (p<0,001) (1).

In einer Subgruppenanalyse errechnete sich bereits hinsichtlich des PFS für Patienten mit follikulärem Schilddrüsenkarzinom – gegenüber der papillären Histologie – ein größerer Benefit. Dies bestätigte sich beim sekundären Endpunkt, dem Gesamtüberleben (OS). Hier ergab sich lediglich in dem Kollektiv mit follikulärem Schilddrüsenkarzinom ein signifikanter Vorteil in Hinsicht auf das OS (p<0,035), wobei zu beachten ist, dass der bisherige Beobachtungszeitraum lediglich 24 Monate umfasste. Die Nebenwirkungen waren für einen Multi-Kinase-Hemmer typisch und durch entsprechendes Nebenwirkungsmanagement beherrschbar; gegebenenfalls kann die Therapie unterbrochen oder die Dosis reduziert werden.

Signifikant mehr OS beim Weichteilsarkom

In einem auf dem DGHO mit Auszeichnung versehenen Abstract, wurde eine Phase III-Studie dargestellt, in welcher Eribulin (Halaven®) mit Dacarbazin bei Patienten mit fortgeschrittenem Leiomyosarkom (LMS) und adipozytärem Sarkom (ADI) verglichen wurde, die bereits mindestens zwei Vorbehandlungen durchlaufen hatten. Dabei ergab sich für Eribulin im primären Endpunkt OS ein signifikanter Vorteil. Das mediane OS betrug im Eribulin-Kollektiv 13,5 Monate gegenüber 11,5 Monate unter Dacarbazin (p=0,02) (2).

Primärer Endpunkt Gesamtüberleben unter Eribulin
Primärer Endpunkt Gesamtüberleben


„Dies ist bisher die erste Studie, die einen Gesamtüberlebensvorteil für Menschen aufweist, die bereits gegen Weichteilsarkome vorbehandelt wurden“, betonte Studienleiter Prof. Dr. med. Patrick Schöffski, Leuven, Belgien. Daher stellten diese Ergebnisse einen sehr wichtigen Meilenstein in der Behandlung von Weichteilsarkomen dar. Diese Untersuchung lieferte keine neuen Sicherheitssignale.

DGHO – Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
SELECT – Study of E7080 LEnvatinib in Differentiated Cancer of the Thyroid

Reimund Freye
Meet the Expert: Lenvatinib und Eribulin – Aktuelles aus der EISAI-Forschung, im Rahmen der Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 2015, Basel, 10. Okt. 2015; Veranstalter: Eisai
Literatur:

(1) Schlumberger M et al., N Engl J Med 2015; 372(7): 621-30
(2) Schöffski P et al., DGHO 2015, Abstract 258

 
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