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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Mai 2016

Vismodegib: Wirksame Therapie bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom

Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom sollten einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden: Falls eine Operation oder Radiatio nicht mehr möglich ist sind, kann der Hedghog-Inhibitor Vismodegib eine langanhaltende Tumor-Remission erreichen. Mehr als 90 % der Basalzellkarzinome (BCC) weisen eine abnorme Aktivierung im Hedghog (Hh)-Signalweg auf. Vismodegib (Erivedge®) inhibiert spezifisch den überaktiven Hh-Signalweg und bremst so die unkontrollierte Zellvermehrung, erklärte Prof. Dr. Axel Hauschild, Kiel.
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In die Zulassungsstudie ERIVANCE wurden 137 Patienten mit lokal fortgeschrittenem bzw. metastasiertem BCC aufgenommen. Alle waren zuvor von einem interdisziplinären Tumorboard als nicht operabel bzw. nicht geeignet für eine Resektion eingestuft worden. Eine Radiatio war bereits erfolgt oder kam nicht infrage. Bei neun von zehn Studienteilnehmern (92%) kam es zu einer Größenreduktion des Tumors. Auch die Patienten mit Metastasen (n=30) zeigten fast alle eine Abnahme der Tumorlast. Therapieziel ist in dieser Situation die Verlängerung der Überlebenszeit, eine Heilung ist bisher nicht möglich, so Prof. Hauschild. In der 30-Monats-Analyse der ERIVANCE-Studie zeigte sich, dass das Ansprechen bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem BCC median 26 Monate anhält (mBCC 14,8 Monate).

Von der Sicherheitsstudie STEVIE wurden die in ERIVANCE erzielten Ansprechraten bestätigt: 32 % der Teilnehmer erreichten eine komplette Remission, 33% eine partielle und 27% eine Stabilisierung. Unerwünschte Effekt waren meist Grad 1-2, am häufigsten registriert wurden Muskelkrämpfe, Haarausfall und Geschmacksstörungen. Auch bei Patienten mit hereditärem Basalzellnävus-Syndrom (Gorlin-Goltz-Syndrom), die im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl von BCC entwickeln, wirkt Vismodegib. In einer Phase-II-Studie traten unter dem Hh-Inhibitor nur zwei neue BCC pro Patient und Jahr auf, in der Placebogruppe dagegen 29, ein signifikanter Unterschied. Außerdem reduzierte sich die Größe bereits vorhandener BCC. Wegen der tumorfördernden Wirkung dürfen Gorlin-Goltz-Patienten nicht bestrahlt werden, betonte Prof. Hauschild. Die Anwendung von Vismodegib ist indiziert, wenn mindestens ein fortgeschrittenes BCC vorliegt, das für eine Operation nicht geeignet ist. Inzwischen wird Vismodegib von vielen HNO-Ärzten auch in der neoadjuvanten Indikation eingesetzt. Ziel der Therapie mit dem Hh-Inhibitor ist es, den Tumor so zu verkleinern, dass man ihn besser operieren kann bzw. der Patient mit einer Radiatio behandelt werden kann. Auch entsprechende Studien laufen derzeit.
Dr. D. Ranft
DGHNO-KHC Afternoon-Symposium „Molekulare Veränderung beim Basalzellkarzinom und Möglichkeiten der systemischen Therapie mit Hedgehog-Signalweg-Inhibitoren, 5. Mai 2016, Veranstalter: Roche
 
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