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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Januar 2016

Urothelkarzinom: Avelumab sicher und effektiv

Der humane anti-PD-L1-Antikörper Avelumab (MSB0010718C) führt bei Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom zu einer Krankheitskontrollrate von 59,1% und besitzt ein akzeptables Sicherheitsprofil. 70% waren nach 12 Wochen ohne Krankheitsprogression. Es bestand ein Trend für eine noch höhere Ansprech- und PFS-Rate bei Patienten mit PD-L1+ metastasiertem Urothelkarzinom.

Avelumab wird inzwischen in mehreren klinischen Studien bei verschiedenen Tumorerkrankungen untersucht. In der auf dem Genitourinary Cancers Symposium vorgestellten Phase-Ib-Studie (1) erhielten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom Avelumab in einer Dosis von 10 mg/kg alle zwei Wochen als Infusion bis zum Auftreten einer bestätigten Progression oder bis zum Auftreten schweren Toxizitäten. Eine Kontrolluntersuchung wurde alle 6 Wochen durchgeführt.

Evaluiert wurden die Gesamtansprechrate (ORR=overall response rate) und das progressionsfreie Überleben (PFS). Die PD-L1-Expression wurde immunhistochemisch bestimmt. Zum Zeitpunkt der Auswertung wurden 44 Patienten (30 Männer, 14 Frauen) mit metastasiertem Urothelkarzinom mit Avelumab behandelt. Das mediane Alter war 68 Jahre, der ECOG-Performance-Status 0 (43,2%) oder 1 (56,8%). Die Patienten hatten median zwei Vortherapien erhalten (1- ≥4).

Therapie-assoziierte Nebenwirkungen (AE´s=adverse events) aller Grade wurden bei 26 Patienten (59,1%) beobachtet. 8 Patienten (18,2%) hatten infusionsbedingte AE´s von Grad 1 oder 2, 7 Patienten (15,9%) eine Fatigue. Ein Patient entwickelte eine Asthenie vom Schweregrad 3. Es waren keine therapieassoziierten Todesfälle aufgetreten.

Die Gesamtansprechrate (ORR) betrug 15,9% (1 CR und 6 PR). Bei 6 Patienten war zum Zeitpunkt der Auswertung das Ansprechen andauernd. Eine Krankheitsstabilisierung wiesen 19 Patienten (42,3%) auf, somit betrug die Krankheitskontrollrate (CR + PR + SD) 59,1%.

Ansprechen und PFS-Rate waren von der PD-L1-Expression abhängig, die bei 32 Patienten bestimmt werden konnte. Bei einem Cut-off von ≥ 5% waren 10/32 Patienten (31,3%) PD-L1+. Die Gesamtansprechrate in der PD-L1+-Gruppe lag bei 40,0% (4/10) im Vergleich zu 9,1% bei den PD-L1-negativen Patienten (2/22); p=0,060). Die PFS-Rate nach 12 Wochen betrug in der PD-L1+-Gruppe 70% vs. 45% in der PD-L1- Gruppe.

Weitere Analysen der PD-L1-Expression und der klinischen Aktivität von Avelumab bei metastasiertem Urothelkarzinom werden derzeit fortgesetzt. Die Autoren folgern, dass Avelumab bei metastasiertem Urothelkarzinom eine klinische Wirksamkeit bei gleichzeitig akzeptablem Sicherheitsprofil hat.
(übersetzt v. Red., as)  

Literatur:

(1) Apolo AB et al. Safety, clinical activity, and PD-L1 expression of avelumab (MSB0010718C), an anti-PD-L1 antibody, in patients with metastatic urothelial carcinoma from the JAVELIN Solid Tumor phase Ib trial. J Clin Oncol 34, 2016 (suppl 2S; abstr 367)

 
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