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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Januar 2015

Urologie: Studie vergleicht zwei moderne Operationsverfahren bei Prostatakrebs

Die Urologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) starten eine große Studie zum Vergleich zweier moderner OP-Verfahren bei Prostatakrebs. Untersucht wird dabei erstmals auch der Effekt des DaVinci-OP-Roboter-Einsatzes. Von der über fünf Jahre laufenden randomisierten Untersuchung erhoffen sich die Mediziner Aussagen darüber, welches Operationsverfahren wann die beste Therapie für die Patienten bietet. "Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes, mit steigenden Erkrankungszahlen", erklärt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der UKL-Klinik für Urologie. "Auch wenn wir heute weniger schnell als früher zum Skalpell greifen, so ist oftmals eine Operation unumgänglich, um den Krebs aufzuhalten." Mit welchem OP-Verfahren dann die für den Patienten jeweils besten Ergebnisse erzielt werden können, soll die jetzt am UKL gestartete Studie herausfinden.

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Untersucht werden dazu 780 Patienten an vier Zentren in Deutschland über insgesamt fünf Jahre. Neben dem Uniklinikum Leipzig als Initiator und Leiter der Studie beteiligen sich auch die renommierten Unikliniken Düsseldorf und Heidelberg sowie das Klinikum Dortmund an der ersten umfassenden Untersuchung zu den Behandlungsergebnissen der neuartigen DaVinci-Operationstechnik. Verglichen werden dabei die Ergebnisse von Prostatakrebs-Operationen, bei denen der OP-Roboter zum Einsatz kam, mit den Ergebnissen nach herkömmlichen laparoskopischen Prostataoperationen. Die Studie wird mit knapp einer Million Euro durch die Deutsche Krebshilfe gefördert.

"Das ist die erste umfassende randomisierte Studie zum Einsatz des DaVinci-Roboters in der Prostatachirurgie", erklärt Dr. Sigrun Holze, Projektleiterin am UKL. Untersucht wird dazu der Effekt der zwei Operationsverfahren auf wichtige Funktionen wie Kontinenz und Potenz, aber auch auf Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten. Ein weiterer wichtiger Punkt der umfangreichen Untersuchung ist das onkologische Ergebnis, also die Frage, wie erfolgreich der Krebs durch den Eingriff bekämpft werden konnte.

Der DaVinci-Roboter bietet gleichermaßen für Operateur und Patient viele Vorteile. Dies lässt sich durch die Erfahrungen zahlreicher Expertengruppen weltweit belegen. Dennoch fehlen bisher sogenannte prospektiv randomisierte Studien, die die DaVinci-Methode mit der konventionellen "Schlüssellochmethode" unter höchstem wissenschaftlichem Standard vergleichen.

"Wir wollen detailliert untersuchen, welche Vorteile der Einsatz des OP-Roboters unseren Patienten bringt" beschreibt der DaVinci-Experte Prof. Stolzenburg die Ausgangssituation. "Da dies ein neueres Verfahren ist, gibt es bisher kaum Untersuchungen zu den Langzeiteffekten", ergänzt Dr. Holze. "Das soll unsere Studie nun ändern." Dazu werden die Patienten bis zu 36 Monate nach der Operation regelmäßig untersucht, um Effekte und Wirksamkeit des Eingriffs überprüfen zu können. Entsprechend rechnen die Mediziner mit ersten Ergebnissen in etwa drei Jahren.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR
 
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