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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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29. November 2013

Universitätsklinikum Frankfurt: Türkischsprachiger Ratgeber zum Gespräch mit Kindern über Krebs

Eine Krebsdiagnose ruft in den meisten Fällen eine große Erschütterung bei betroffenen Patienten hervor und katapultiert sie von einer zur anderen Minute aus ihrem "normalen" Leben heraus. Betroffen von der Diagnose sind jedoch nicht nur die Patienten selbst, sondern ihr ganzes Umfeld: Partner, Freunde und besonders Kinder. Um auch türkischsprachige Menschen in Deutschland in dieser schweren Lage zu helfen, wurde jetzt die Broschüre "Mit Kindern über Krebs sprechen" ins Türkische übersetzt.

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Sie soll Eltern bei der Kommunikation mit ihren Kindern über dieses schwierige Thema unterstützen. Die türkischsprachige Ausgabe, die vom Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) herausgegeben wird, trägt den Titel "Wahrheit braucht Mut". Die kostenlosen Broschüren können bestellt werden unter psychoonkologie@kgu.de oder telefonisch unter 069 / 6301 - 83787. Eine Spende für die Erstellung des Ratgebers und den Versand wird erbeten unter der unten angegebenen Kontonummer.
 
Warum das Gespräch mit Kindern über die Erkrankung wichtig ist

Oftmals fällt es Eltern sehr schwer, ihrem Kind zu sagen, dass Mutter oder Vater an Krebs erkrankt sind und möglicherweise sogar daran sterben müssen. Eltern wollen ihre Kinder prinzipiell immer beschützen, nicht belasten. Langjährige Beobachtungen und viele Untersuchungen konnten zeigen, dass das Verschweigen der Erkrankung oder das Beschönigen der Situation für das Kind jedoch oft belastender ist als die Diagnose selbst.
 
Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wann ihre Eltern angespannt, ängstlich, traurig oder einfach ganz anders sind als sonst. Sie fühlen sich oft schuldig und beginnen unter dieser Situation zu leiden. Erfahren Sie irgendwann von der Krebserkrankung, fühlen sich Kinder sehr schlecht und verlieren das Vertrauen in sich und ihre Eltern. Darunter kann die seelische Entwicklung der Kinder sehr leiden. Umgekehrt können Kinder große Stärken entwickeln, wenn die Eltern ihnen vertrauen, sie kindgerecht mit einbeziehen und die ganze Familie die Situation gemeinsam trägt.
 
Da dieses Einbeziehen und mit Kindern kindgerecht Sprechen nicht einfach ist, verfassten Dr. Bianca Senf, Leitung der Psychoonkologie am UCT, und Monika Rak im Jahr 2004 den Ratgeber "Mit Kindern über Krebs sprechen". Er soll Betroffene dabei unterstützen, mit ihrem Kind altersgemäß und offen über ihre Erkrankung und Therapie zu sprechen. Anhand von praktischen Beispielen aus der Beratungsarbeit wird beschrieben, wie Kinder in den verschiedenen Altersgruppen die Krebsdiagnose eines Elternteils erleben. Auch das Thema "Sterben und Krebs" wird nicht ausgeklammert.
 
Die Übersetzung soll Hemmungen auch im türkischen Kulturkreis abbauen

Nachdem der Ratgeber in den vergangenen Jahren in Deutschland große Anerkennung und Akzeptanz nicht nur bei betroffenen Familien, sondern auch in Fachkreisen fand, wurde er nun in die türkische Sprache mit dem Titel "Wahrheit braucht Mut" übersetzt. Dieser Name wurde gewählt, weil das Tabu, über Krankheit und Tod zu sprechen in der türkischsprachigen Bevölkerung noch stärker ausgeprägt ist, als in der deutschsprachigen Bevölkerung. Hinzu kommt, dass gerade in der türkischen Kultur die Bindung zwischen Kindern und Eltern sehr eng ist. Umso wichtiger sind daher das Gespräch und die Einbindung von Kindern, die mit der offenen Haltung unseres Medizinsystems zum Thema "Recht auf ehrliche und offene Aufklärung" konfrontiert werden.
 
Psychoonkologen begleiten Krebspatienten und ihre Angehörigen während ihrer Erkrankung

Trotz seiner Ausführlichkeit kann der Ratgeber nicht alle individuellen Fragen beantworten, da diese von der einzelnen Erkrankung und der jeweiligen Familiensituation abhängig sind. Zur Klärung dieser Fragen wird eine Beratung durch einen speziell ausgebildeten Psychologen, einen sogenannten Psychoonkologen, empfohlen.
 
Die Psychoonkologie am UCT des Universitätsklinikums Frankfurt bietet mit einem Team aus Diplom-Psychologen, Psychoonkologen, Kunsttherapeuten und Entspannungstherapeuten unter der Leitung von Dr. Senf Krebspatienten eine auf die ganz persönlichen Bedürfnisse und Fragen zugeschnittene Unterstützung an. Das beinhaltet auch eine Beratung für den Umgang mit Kindern für alle Krebspatienten, die dort behandelt werden, und ihre Angehörigen. Außerdem führen die Experten Gespräche mit Kindern zur Klärung ihrer Fragen. Darüber hinaus werden Vorträge und Fortbildungen zu den Themen "Kinder sind mitbetroffen, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt" oder "Wie sag ich es meinem Kind?" angeboten.

Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt
 
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