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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Juni 2015

Typische CLL-Patienten: Progressionsfreies Überleben mit Obinutuzumab nahezu verdoppelt

In der Zulassungsstudie CLL11 hatte der Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro® (Obinutuzumab) in Kombination mit Chlorambucil seine deutliche Überlegenheit gegenüber der Chemoimmuntherapie mit dem bisherigen Therapiestandard MabThera® (Rituximab) und auch der Chlorambucil-Monotherapie bewiesen (1). Ein Update der von Roche in Zusammenarbeit mit der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG) durchgeführten Studie zeigt nun nochmals eine Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) sowie eine deutliche Verlängerung der behandlungsfreien Zeit um zehn Monate auf über dreieinhalb Jahre 2). Damit bestätigt Obinutuzumab erneut seinen Stellenwert als zentraler Baustein der Erstlinien-Therapie typischer Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL).

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Die Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) gegenüber der Chlorambucil-Monotherapie sowie die hohe Remissionsqualität haben Gazyvaro im Praxisalltag bereits als neuen Therapiestandard etabliert (1). Dr. Volkmar Böhme, niedergelassener Hämatologe und internistischer Onkologe in der Hamburger Praxis und Tagesklinik Onkologie Lerchenfeld, erläutert deshalb im Rahmen eines Pressegespräches der Roche Pharma AG: „Mit Gazyvaro haben wir bei der Erstlinien-Therapie typischer CLL-Patienten einen echten Fortschritt erreicht. Das progressionsfreie Überleben verlängert sich im Vergleich zu MabThera um mehr als ein Jahr. Das ist ein sehr guter Erfolg, da dadurch für die Patienten Folgetherapien weit hinausgezögert werden können.“

Wie außergewöhnlich die mit Obinutuzumab erreichte Qualität von Remissionen ist, zeigt sich auch an deren „Tiefe“: In der CLL11-Studie war der Anteil von Patienten mit nicht mehr nachweisbarer minimaler Resterkrankung (MRD) in der Obinutuzumab-Chlorambucil-Gruppe im Vergleich zu Rituximab-Chlorambucil mehr als verzehnfacht (37,7% vs. 3,3%). Dieses Resultat gewinnt vor dem Hintergrund einer beim ASH-Kongress 2014 vorgestellten kombinierten Analyse der DCLLSG-Studien CLL8 und CLL10 noch deutlich an Bedeutung. Dort erwies sich der MRD-Status im peripheren Blut als starker und unabhängiger Prognosefaktor für längeres PFS und war in der CLL8-Studie sogar prädiktiv für eine längere Gesamtüberlebensdauer (3).
 
Update der CLL11-Studie: Signifikanter Therapiefortschritt

Das jüngst publizierte Update zur CLL11-Studie, in das Daten bis zum April 2014 mit eingingen, unterstreicht die bereits in der initialen Auswertung erkennbare deutliche Überlegenheit des Gazyvaro-Regimes (2).

Abb. 1: Mit Gazyvaro + Chlorambucil signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens auf über 29 Monate (2).

Unter der Kombination aus Obinutuzumab und Chlorambucil hatte sich die progressionsfreie Überlebenszeit gegenüber den mit Rituximab und Chlorambucil behandelten Patienten von 15,4 auf 29,2 Monate nahezu verdoppelt (Hazard Ratio 0,40; 95%-Konfidenzintervall 0,33–0,50; p < 0,001; s. Abb. 1). Außerdem konnte mit der Obinutuzumab-Kombination eine signifikante Verlängerung des OS im Vergleich zur Chlorambucil-Monotherapie erzielt werden (HR 0,47; 95%-KI 0,29–0,76; p = 0,0014). Der Unterschied beim OS hatte im Vergleich der beiden Antikörper-Arme noch keine statistische Signifikanz erreicht. Hierfür ist ein noch längerer Beobachtungszeitraum erforderlich.

Neben dem PFS verlängerte Obinutuzumab auch die behandlungsfreie Zeit zwischen den einzelnen Therapieintervallen. Im mit Obinutuzumab und Chlorambucil behandelten Arm lag dieser Zeitraum bei 42,7 Monaten gegenüber 32,7 Monaten unter Rituximab plus Chlorambucil (HR 0,54; 95%-KI 0,040–0,73; p < 0,001).

Gutes Sicherheitsprofil

Der Typ-II-Antikörper war gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Infusionsassoziierte Reaktionen (IAR), die allerdings überwiegend während der ersten Infusion auftraten und meist gut behandelbar waren. Bei den nachfolgenden Infusionen gingen Häufigkeit und Schweregrad deutlich zurück. Ursache dieser ausgeprägten Reaktionen ist vermutlich die – durchaus erwünschte – schnelle und effektive Abtötung der malignen B-Zellen durch Obinutuzumab. Dabei werden Zytokine freigesetzt, die für das häufige Auftreten der IARs während der ersten Infusion verantwortlich sind.

Literatur:

(1) Goede V et al. Obinutuzumab plus chlorambucil in patients with CLL and coexisting conditions. N Engl J Med 2014; 370: 1101-10.
(2) Goede V, Fischer K, Engelke A, et al. Obinutuzumab as frontline treatment of chronic lymphocytic leukemia: Updated results of the CLL11 study, Leukemia accepted article preview 30 January 2015; doi: 10.1038/leu.2015.14.
(3) Kovacs G et al. Value of minimal residual disease (MRD) negative status at response evaluation in chronic lymphocytic leukemia (CLL): Combined analysis of two phase III studies of the German CLL Study Group (GCLLSG). Blood 2014; 124(21): ASH 2014, Abstract #23.

 
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