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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. November 2012

Tumor-Durchbruchschmerzen mit spezifischer Bedarfsmedikation behandeln

"Durchbruchschmerzen sind vorübergehende Exazerbationen von chronischen Tumorschmerzen, die den Patienten affektiv, emotional und sozial maximal beeinträchtigen", so Dr. med. Reinhard Sittl, Erlangen. "Bis zu 80% aller Tumor-Patienten sind davon betroffen." Die Voraussetzung für eine optimale Schmerztherapie ist zunächst eine ausführliche Schmerzanamnese. Diese muss Intensität des Schmerzes, Häufigkeit, Dauer sowie die Dauer bis zum Maximalschmerz erfassen, außerdem bisherige Medikationen und verstärkende Faktoren wie Umlagerung o.ä., Vorhersehbarkeit von Schmerz mit einbeziehen (1).

"Nicht-retardierte Opioide fluten zu langsam an, so dass die maximalen Plasmaspiegel erst erreicht werden, wenn die Durchbruchschmerz-Attacke bereits vorbei ist. Zur Kontrolle von Durchbruchschmerzen sollte daher ein Opioid verwendet werden, das hochwirksam ist, seine Wirkung rasch entfaltet, eine relativ kurze Wirkdauer und gute Verträglichkeit hat und nicht-invasiv verabreicht werden kann. Eine gute Übereinstimmung mit dem Zeitprofil der Durchbruchschmerz-Episoden weist das pharmakokinetische Profil von Fentanyl-Buccaltabletten  auf", so Sittl.

Eine europäische, prospektive, randomisierte Phase-IV-Studie bestätigte Wirksamkeit und Sicherheit der Fentanyl-Buccaltablette bei 330 Tumorpatienten aus Deutschland mit Durchbruchschmerzen. "Die Durchbruchschmerz-Kontrolle war mit einer Verbesserung der Lebensqualität und des Funktionsstatus assoziiert. 78,5% der Patienten bescheinigten der Medikation eine ausreichend starke Wirksamkeit, 80,9% stellten einen schnellen Wirkbeginn fest, 85,4% konnten nach einer Durchbruchschmerz-Attacke in der Nacht den Schlaf wieder fortsetzen und 78,6% bewerteten die Anwendung der Fentanyl-Buccaltablette als einfach oder sehr einfach", sagte Dr. Eberhard Lux, Lünen.

Wie Johannes Horlemann, Kevelaer, betonte, "werden den Betroffenen essentielle Therapien offensichtlich immer noch vorenthalten. Die Unterversorgung von Patienten mit DBS beeinträchtigt die Lebensqualität, erzeugt Angst vor einem Fortschreiten der Tumorerkrankung, gefährdet das Arzt-Patienten-Verhältnis und generiert nicht zuletzt auch unnötige Kosten im Gesundheitswesen."

Ein Mechanismen-orientierter Ansatz sei die Basis für die Behandlung von Tumorschmerzen, betonte Sittl. Schnell wirksame Fentanylpräparate seien ein wichtiger Fortschritt in der Therapie akuter Durchbruch-Schmerzen bei Opioid-gewohnten Tumorpatienten. Die Schmerzlinderung könne bereits nach 10 Minuten statistisch signifikant gezeigt werden.

"Schnell wirksame Fentanylpräparate bieten eine einfache Anwendung für Patienten und betreuende Personen in Klinik, Praxis und zu Hause, sollten jedoch nur bei Opioid-gewohnten Tumorpatienten eingesetzt werden", schloss Sittl.

ab

Literaturhinweis:
(1) R.K. Portenoy et al.: Pain 41 (1990), 273-281

Quelle: TEVA-Symposium "Tumordurchbruchschmerzen - medizinischer Kentnisstand und Versorgungsrealität", anl. d. Deutschen Schmerzkongresses, 18.10.12, Mannheim
 
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