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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Juli 2013

Therapiemanagement mit nab-Paclitaxel

Mammakarzinom

Die große Stärke von nab-Paclitaxel ist das breite therapeutische Fenster. Dies verdeutlichten die Kasuistiken, anhand derer Experten auf dem Senologiekongress 2013 den Einsatz von nab-Paclitaxel sowie Therapiemanagement beim Mammakarzinom diskutierten.

nab-Paclitaxel besitzt einen sehr guten therapeutischen Index und eine höhere Effektivität als Docetaxel und Paclitaxel. Mit allergischen Reaktionen ist kaum zu rechnen, und so erübrigt sich eine Prämedikation.

Prof. Hans-Joachim Lück, Hannover, stellte die Kasuistik einer Patientin mit primär metastasiertem HER2-positiven Mammakarzinom vor, die in einer späten Therapielinie durch nab-Paclitaxel in Kombination mit Trastuzumab und Pertuzumab eine lang andauernde klinische Besserung erfuhr. Die Patientin war vorbehandelt mit Vinorelbin/Trastuzumab sowie mit Fulvestrant + Trastuzumab. Als sie sich in der Klinik vorstellte war sie kachektisch. Sie hatte eine Ruhedyspnoe und nahm eine Schonhaltung ein. In der Lunge waren multiple Metastasen nachweisbar, der Tumormarker CA15-3 war auf 1.300 U/l angestiegen. Durch die Therapie mit nab-Paclitaxel 100 mg/m2 (q3w) in Kombination mit Trastuzumab und Pertuzumab war die Patientin nach 3 Monaten in Remission und erfuhr eine deutliche klinische Besserung. Die Rundherde in der Lunge waren größtenteils aufgelöst, ein linksseitiger Pleuraerguss resorbiert. Die Therapie wurde mit Trastuzumab und Pertuzumab fortgesetzt. Aktuell (4 Monate später) ist die Patientin immer noch beschwerdefrei, der CA15-3 ist auf 23 U/l gefallen.

Den Fall einer älteren Patientin (77 Jahre) mit massiv peritoneal metastasiertem Mammakarzinom, bei der sich ebenfalls eine deutliche klinische Besserung durch nab-Paclitaxel weekly einstellte, präsentierte PD Dr. Eugen Ruckhäberle, Düsseldorf. Diese Patientin, bei der erstmals 1999 ein ER-positives, HER2-negatives Mammakarzinom diagnostiziert worden war, wurde notfallmäßig mit Übelkeit, Erbrechen, Kachexie und in deutlich reduziertem Allgemeinzustand in die Klinik aufgenommen. Es konnten peritoneale Filiae nachgewiesen werden. Da ein dringender Therapiewunsch bestand, wurde eine Therapie mit Paclitaxel begonnen, unter der die Patientin eine schwere Hypersensitivitätsreaktion mit Atemnot, Flush und Tachykardie entwickelte. Es folgte die Umstellung auf nab-Paclitaxel 125 mg/m2 weekly (q3w), da nab-Paclitaxel weekly dem Docetaxel überlegen ist, so Ruckhäberle. Unter nab-Paclitaxel zeigte sich keine allergische Reaktion mehr. Bereits nach dem 2. Zyklus stellte sich eine klinische Besserung ein. Nach dem 2. Zyklus entwickelte die Patientin auch eine Neutropenie Grad 3. In diesem Fall wird empfohlen, mit nab-Paclitaxel zu pausieren, um nach Wiederanstieg der Neutrophilen und Thrombozyten die Therapie mit einer reduzierten Dosis fortzuführen. Im konkreten Fall bedeutete dies die Reduktion von 125 mg/m2 auf 100 mg/m2 nab-Paclitaxel wöchentlich (q3w). Bei Auftreten einer Neuropathie empfahl Ruckhäberle, früh zu reagieren und die Dosis um eine Stufe zu reduzieren, ohne einen Zyklus ausfallen zu lassen. Weitere empirische Ansätze sind die frühe Gabe von Vitamin B1 und B6 sowie die Kühlung der Hände während der Chemotherapie.

Mit dem Alter ändert sich die Verteilung der Mammakarzinom-Subtypen, und es ist eine Zunahme des Luminal-B-Typs zu beobachten. Prof. Christian Jackisch, Offenbach, betonte, dass unabhängig vom Alter immer darauf geachtet werden muss, welche adjuvante Therapie die Patientin tatsächlich benötigt. Der falsche Ansatz sei eine zurückhaltende Chemotherapie oder die Vernachlässigung der Supportivtherapie.

Kandidatinnen für eine neoadjuvante Chemotherapie - wie die 56-jährige Patientin mit einem triple-positiven Mammakarzinom, die Prof. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, vorstellte - haben die Möglichkeit, in die GeparSepto-Studie eingeschlossen zu werden. Diese Studie untersucht nab-Paclitaxel vs. Paclitaxel gefolgt von 4x EC. HER2-positive Patientinnen erhalten die duale Rezeptor-Blockade mit den Antikörpern Trastuzumab und Pertuzumab.

Die vorgestellten Kasuistiken unterstreichen die intensivere Wirkung von nab-Paclitaxel im Vergleich zu konventionellen Taxanen, das schnelle Ansprechen auf nab-Paclitaxel und dessen gute Verträglichkeit auch nach Vorbehandlung mit konventionellen Taxanen. Diese Eigenschaften sprechen für den frühen Einsatz von nab-Paclitaxel, den innovative Studienkonzepte untersuchen.
as

 

 

Quelle: Lunchsymposium "Neueste klinische Entwicklungen im Bereich der nab-Technologie", im Rahmen des Senologiekongresses, 28.06.2013, München; Veranstalter: Celgene GmbH
 
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