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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. November 2013

Therapie-freie Zeiten beim multiplen Myelom erhöhen die Lebensqualität/ Nach VMP in der Primärtherapie über zwei Therapie-freie Jahre möglich

Neben der Wirksamkeit der Behandlung stellt aus Patientensicht die Erhaltung der Lebensqualität einen wichtigen Parameter der Therapiezufriedenheit dar (1). Eine aktuelle Erhebung zeigte, dass Patienten ihre Lebensqualität in einem Therapie-freien Intervall (TFI) besser bewerten als in anderen Therapiestadien und die Länge eines TFIs die Lebensqualität beeinflusst (2). Unter der Primärtherapie mit Bortezomib (Velcade®) in Kombination mit Melphalan und Prednison können Patienten, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit Knochenmarktransplantation nicht geeignet sind, ein besonders langes TFI von über zwei Jahren erreichen (3).

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In einer Befragung zu Patientenpräferenzen hinsichtlich Therapieeigenschaften sprachen Patienten der Wirksamkeit einer Behandlung den höchsten Stellenwert zu, gefolgt von einer verlängerten Lebenserwartung. Aber auch Aspekte wie lange Therapie-freie Zeiten oder "nicht immer an die Krankheit denken zu müssen" stuften Myelom-Patienten als sehr wichtig ein. Ein langes TFI ermöglicht es den Patienten Abstand zu ihrer Krankheit zu gewinnen. Weniger wichtig erachteten die Patienten Parameter wie Kostenfaktoren und die Möglichkeit der selbständigen Medikamenteneinnahme (1).
 
Höchste Lebensqualität im Therapie-freien Intervall
 
In einer Studie (2) konnte erstmals gezeigt werden, dass Myelom-Patienten TFIs mit einer besseren gesundheitsbezogenen Lebensqualität in Verbindung setzen als andere Behandlungsphasen. Den stärksten positiven Effekt auf die Lebensqualität hatte dabei das erste TFI. Des Weiteren beeinflusste die Länge eines TFIs die Lebensqualität: Längere TFIs wurden mit einer höheren Lebensqualität assoziiert. Im Rahmen der Untersuchung wurden 605 Patienten mit multiplem Myelom darum gebeten, ihre Lebensqualität auf Basis des "European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC)" Quality of Life Questionnaire Core 30 (QLQ-C30) einzuschätzen. 370 Fragebögen (61%) konnten ausgewertet werden.
 
Die Erkenntnis, dass das erste TFI sowie die Länge eines TFI besonders starke positive Effekte auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität haben, könnte nach Ansicht der Autoren in die Therapieentscheidung mit einbezogen werden.
 
Bortezomib: TFI von über zwei Jahren möglich
 
In der VISTA-Studie (Velcade as Initial Standard Therapy in Multiple Myeloma: Assessment with Melphalan and Prednison) konnte durch die Hinzunahme von Bortezomib zu MP in der Primärtherapie die Dauer eines TFI mehr als verdoppelt werden (VMP: median 17,6 Monate, MP: median 8,4 Monate). 42,7% der mit VMP behandelten Patienten erreichten ein TFI von mehr als zwei Jahren (3). Eine komplette Remission stellte einen günstigen prognostischen Faktor  für ein langes TFI dar. Bei Patienten, die im VMP-Arm eine CR erreichten, verlängerte sich das TFI auf median 29 Monate (4).
 
Eine 5-Jahres-Auswertung der VISTA-Studie zeigte auch einen Vorteil bei der Zeit bis zur nächsten Therapie im Vergleich zu der Kombination MP. Die TNT konnte signifikant von median 19,2 auf median 27,0 Monate (p=0,00001) verlängert werden. Die Überlegenheit von VMP gegenüber MP wurde auch hinsichtlich des Gesamtüberlebens sichtbar. Patienten, die in der Primärtherapie mit VMP behandelt wurden, hatten einen deutlichen Überlebensvorteil gegenüber den Patienten im MP-Arm (median 56,4 vs. median 43,1 Monate) (5).
 
Literaturhinweise:
(1) Mühlbacher AC et al., GMS Psycho-Social-Medicine 2008;5:ISSN1860-5214
(2) Acaster A et al., Supp Care Cancer 2013;21:599-607
(3) Mateos M-V et al., J Clin Oncol 2010;28:2259-2266
(4) Harousseau JL et al.: Blood 2010;116(19):3743-3750.
(5) San Miguel JF et al., JCO 2013;31(4):448-455

Quelle: Janssen
 
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