Dienstag, 22. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
25. Juni 2012

Temsirolimus beim Mantelzell-Lymphom: Therapieansprechen unabhängig vom Risikoprofil

Eine retrospektive Analyse (1) der Zulassungsstudie von Temsirolimus (Torisel®) beim Mantelzell-Lymphom (MCL) unter Anwendung des MIPI (MCL international prognostic index) zeigt, dass Patienten aller Risikogruppen von einer Therapie mit dem mTOR-Inhibitor profitieren. Temsirolimus ist in Deutschland die einzige speziell für das rezidivierte und/oder refraktäre MCL zugelassene Monotherapie. Die auf dem EHA 2012 vorgestellten Ergebnisse der Analyse bekräftigen nochmals die Daten der Zulassungsstudie und die seit mehr als zwei Jahren gesammelten Erfahrungen aus der Praxis.
 

Anzeige:
 
 

In einer Phase-III-Studie hat Temsirolimus das progressionsfreie Überleben der vorbehandelten Patienten mit MCL im Vergleich zum Kontrollarm (Chemotherapie nach Wahl des Prüfarztes) signifikant mehr als verdoppelt. Eine nachträgliche Analyse dieser Zulassungsstudie erfolgte anhand eines vereinfachten MIPI. Der MIPI, welcher zur Beurteilung der Prognose von MCL-Patienten anhand von Risikogruppen eingesetzt wird, etablierte sich erst nach Start der Zulassungsstudie. Er berücksichtigt den Allgemeinzustand nach dem ECOG Performance-Status, das Patientenalter sowie LDH- und Leukozytenwerte. Anhand des speziellen Indexes wurden die Teilnehmer der Phase-III-Studie im Nachgang in drei Gruppen – niedriges, mittleres und hohes Risiko – eingeordnet. Die Verteilung innerhalb der Risikogruppen war relativ gleichmäßig.

Über alle Risikogruppen hinweg erwies sich Temsirolimus in der Dosis 175/75 mg als wirksam und gut verträglich. Der Anteil der Patienten mit einem stabilen Krankheitsbild (SD) oder besserem Ansprechen lag mit 52 Prozent höher gegenüber der Kontrollgruppe (Chemotherapie nach Wahl des Prüfarztes) mit 22 Prozent. So haben 60% der Patienten mit niedrigem, 48% mit mittlerem und 50% mit hohem Risiko von Temsirolimus in der Dosis 175/75 mg profitiert. Im Kontrollarm waren es dagegen nur 20% bei niedrigem, 39% bei mittlerem und kein Patient mit hohem Risiko, die von der Chemotherapie nach Wahl des Prüfarztes mit mindestens einer Stabilisierung des Krankheitsbildes angesprochen haben. Ein Trend zum größten Wirksamkeits- und Verträglichkeitsvorteil wurde bei Niedrig-Risiko-Patienten gezeigt. Mit einem medianen Gesamtüberleben von 18 versus 13,8 Monaten in der Kontrollgruppe zeichnete sich hier ein Trend zu einem längeren Gesamtüberleben ab (p = 0,0502). Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug bei diesen Patienten mit der 175/75-mg-Dosis Temsirolimus 30,7 Wochen im Vergleich zu 9 Wochen im Kontrollarm.

In der multizentrisch durchgeführten Zulassungsstudie von 2009 wurden 162 Patienten randomisiert drei Behandlungsarmen zugeteilt: Zwei Gruppen erhielten Temsirolimus zunächst als wöchentliche Induktionstherapie über 3 Wochen mit 175 mg, gefolgt von entweder 75 mg (Arm 1) oder 25 mg (Arm 2) Temsirolimus wöchentlich. Zur Behandlung der Teilnehmer in der Kontrollgruppe (Arm 3) erhielten die Patienten eine vom behandelnden Arzt ausgewählte Monochemotherapie. Der mTOR-Inhibitor hat das progressionsfreie Überleben der vorbehandelten Patienten statistisch und klinisch signifikant mehr als verdoppelt. Das mediane progressionsfreie Überleben der Patienten konnte mit 4,8 Monaten in Arm 1 gegenüber 1,9 Monaten in Arm 3 signifikant verlängert werden (primärer Endpunkt, p = 0,0009). Dieser Vorteil zeigte sich unabhängig von Alter, Karnofsky-Status, Anzahl der Vortherapien und MCL-Subtyp. Die objektive Ansprechrate wurde von median 2 Prozent auf 22 Prozent ebenfalls signifikant erhöht (p = 0,0019). Auch ein längeres medianes Gesamtüberleben war in der höher dosierten Temsirolimus-Gruppe mit 175/75 mg gegenüber dem Kontrollarm mit 12,8 vs. 9,7 Monaten im Trend erkennbar. Aufgrund seiner Überlegenheit gegenüber der Vergleichstherapie ist Torisel seit August 2009 in der Dosierung 175 mg wöchentlich für 3 Wochen, gefolgt von 75 mg wöchentlich für das rezidivierte und/oder refraktäre MCL zugelassen.

Literaturhinweis:
(1) Hess G. Effect of prognostic risk classification on temsirolimus efficacy and safety outcomes in patients with relapsed/refractory mantle cell lymphoma. ASH 2011, abstract #2708

Quelle: Pfizer
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017