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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. März 2013

Studie bestätigt effektiven Neutropenie-Schutz von Pegfilgrastim

Kürzlich wurden im Rahmen des Gastrointestinal Cancers Symposium 2013 die Ergebnisse der PAVES-Studie (Pegfilgrastim and Anti-VEGF Evaluation Study) vorgestellt, die den guten Schutzeffekt von Neulasta® vor febrilen Neutropenien erneut bestätigten (1). Für Patienten, die leitliniengemäß wegen einer myelotoxischen Chemotherapie einer G-CSF-Prophylaxe bedürfen, stellt Pegfilgrastim, das nur einmal pro Zyklus gegeben werden muss, eine besonders wirksame Option dar.

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In der PAVES-Studie, einer Phase-III-Studie, erhielten 845 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem kolorektalen Karzinom begleitend zu einer Erstlinientherapie mit dem FOLFOX- oder FOLFIRI-Schema und Bevacizumab 6 mg Pegfilgrastim (Neulasta®) mindestens 24 Stunden nach jedem Zyklus oder Placebo. Die G-CSF-Prophylaxe wurde in dieser Studie angesetzt, weil man von der Ergänzung der Chemotherapie-Regimes mit dem VEGF-Hemmer Bevacizumab einen Anstieg des Neutropenie-Risikos erwartete.

Die Inzidenz der febrilen Neutropenie Grad 3/4 während der ersten vier Zyklen der Chemotherapie betrug in der Neulasta®-Gruppe 2,4% im Vergleich zu 5,7% in der Placebo-Gruppe. Dies entspricht einer signifikanten relativen Risikoreduktion um 59% (p=0,014). Diese Studie fügt weitere Evidenz für den guten prophylaktischen Effekt von Neulasta® zu der ohnehin schon breiten Evidenzbasis von mehr als 30 Studien bei über 5.400 Patienten hinzu (2,3,4). Ganz klar ist inzwischen auch erwiesen, dass das langwirksame Pegfilgrastim in der Prävention der febrilen Neutropenie wirksamer ist als das täglich zu applizierende Filgrastim. Eine Metaanalyse (5) von fünf Studien mit 606 Patienten fand kürzlich, dass das Risiko für diese schwere Komplikation bei Patienten, die Pegfilgrastim erhielten, um 34% geringer war als bei Patienten, die mit Filgrastim oder Lenograstim behandelt wurden (p=0,04). Wie notwendig die Prophylaxe tatsächlich ist, wird auch dadurch untermauert, dass Pegfilgrastim nach dieser Metaanalyse das Risiko für eine febrile Neutropenie im Vergleich zu gar keiner G-CSF-Prophylaxe signifikant um 70% vermindert (p=0,002).

Die EORTC-Leitlinie (6) empfiehlt eine G-CSF-Prophylaxe grundsätzlich, wenn eine Chemotherapie eingesetzt wird, die mit einem Risiko für eine febrile Neutropenie von 20% oder mehr einhergeht. Dies gilt z. B. für Doxorubicin plus Taxane sowie für R-CHOP-14-Regimes, die in der Behandlung des Mammakarzinoms bzw. von aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen häufig zum Einsatz kommen. Bei Patienten, die eine Chemotherapie mit einem Risiko für eine febrile Neutropenie zwischen 10 und 20% erhalten, geben individuelle Risikofaktoren den Ausschlag dafür, ob eine G-CSF-Prophylaxe benötigt wird. Dieses Risiko muss allerdings für jeden Zyklus neu bewertet werden, da es sich ändern kann.

Warum ist die G-CSF-Prophylaxe ab einem bestimmten Neutropenie-Risiko notwendig? Die beiden gewichtigsten Argumente dafür sind:
1. Eine febrile Neutropenie stellt für die Patienten ein erhebliches Mortalitätsrisiko dar (7).
2. Eine febrile Neutropenie erfordert, die Intensität der Chemotherapie zurückzufahren, d. h. die nächste Dosis zu reduzieren oder den nächsten Zyklus zu verschieben. Dies mindert aber leider auch den Überlebensgewinn, den die Chemotherapie bringen kann (8).

Unter einer Prophylaxe mit Pegfilgrastim muss die Chemotherapie seltener Neutropenie-bedingt modifiziert werden, und die Patienten müssen seltener wegen einer febrilen Neutropenie ins Krankenhaus als unter einer täglichen G-CSF-Gabe (9).

Literaturhinweis:
(1) Pintér T et al.: Gastrointestinal Cancers Symposium 2013; Abstract LBA 445
(2) Holmes F et al.: J Clin Oncol 2002, 20: 727-731
(3) Green M et al.: Ann Oncol 2003; 14: 29-35
(4) Welte K et al. Blood 1996; 88: 1907-1929
(5) Cooper et al.: BMC Cancer 2011; 11: 404
(6) Aapro MS et al.: Eur J Cancer 2011; 47: 8-32
(7) Kuderer NM et al.: Cancer 2006; 106; 2258-2266
(8) Chirivella I et al.: Breast Cancer Res Treat 2009; 114: 479-484
(9) Almenar D et al.: Eur J Cancer Care 2009; 18: 280-286

Quelle: Amgen
 
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