Dienstag, 22. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
22. März 2016

Stellenwert der autologen Stammzelltransplantation beim Multiplen Myelom

Im Rahmen eines Satellitensymposiums bestätigten Experten auf dem Deutschen Krebskongress den Stellenwert der autologen Stammzelltransplantation (ASCT), unabhängig vom Alter der Patienten. Das Risiko einer schlechten Mobilisierung kann durch innovative Substanzen, wie Plerixafor, verringert werden. Für die Behandlung des Multiplen Myeloms stehen demnächst weitere neue Substanzen zur Verfügung, führte Dr. Hans Salwender, Asklepios Klinik Altona, an. Das Fundament, auf das sich die anderen Therapien aufbauen, bleibe aber – bei entsprechender Patienteneignung – die Transplantation.

Anzeige:
 
 

ASCT bleibt Standard bei jüngeren MM-Patienten

Evidenz für die Hochdosistherapie mit ASCT als Therapiestandard für jüngere Patienten (≤65 Jahre) geben aktuell veröffentlichte Studienergebnisse, an die Prof. Dr. Christoph Scheid, Universitätsklinikum Köln, erinnerte: In einer offenen randomisierten Phase-III-Studie war das mediane PFS, und damit die therapiefreie Zeit, mit 24 versus 38 Monaten signifikant für Patienten unter Erhaltungstherapie mit MEL200/ASCT gegenüber MPR nach Rd-Induktion verlängert (HR=1,69; p<0,0001) (1). In einer beim ASH 2015 präsentierten, offenen, randomisierten Phase-III-Studie zeigte sich MEL200/ASCT unabhängig von der Erhaltungstherapie mit Rd oder R dem CRD-Regime bezüglich des PFS (median 43,3 vs. 28,6 Monate; HR=0,40; p<0,001) und des OS (HR=0,42; p=0,004) als signifikant überlegen (2). Ebenfalls beim ASH 2015 wurden die Ergebnisse einer französischen Studie gezeigt, die den Einsatz der frühen ASCT bestätigten (3).

Die Stammzelltransplantation beim älteren Myelom-Patienten

Prof. Dr. Nicolaus Kröger, Universitätsklinikum Hamburg, wies auf eine Analyse von 53.675 MM-Patienten, die sich in 31 europäischen Ländern einer ersten ASCT unterzogen, hin. In der Untersuchung zur Altersdynamik zeigte sich, dass sich das mediane Alter der Patienten bei erster Transplantation in den letzten 20 Jahren kontinuierlich von 52,8 auf 59,0 Jahre erhöht hat (4). Trotz neuer Therapieoptionen beim Multiplen Myelom steige die Zahl der autologen Transplantation in Deutschland und Europa, konstatierte Kröger, hauptsächlich durch einen Anstieg bei den älteren Patienten. Das Überleben nach autologer Transplantation hat sich in den letzten Jahren vor allem in der Gruppe der älteren Patienten verbessert. Laut einer US-amerikanischen Auswertung von 11.430 Transplantationsempfängern unterscheiden sich die Therapieerfolge bei jüngeren und älteren Patienten heute nicht mehr (5). Kröger schlussfolgerte, dass das chronologische Alter von 65 Jahren nicht als Grenze für eine ASCT fixiert werden sollte. Wichtiger seien das biologische Alter und die Komorbiditäten.

Bei Patienten mit initial schlechter Mobilisierung kann diese durch die zusätzliche Gabe von Plerixafor um das nahezu 5-fache gegenüber alleiniger G-CSF-Mobilisierung gesteigert werden (6). Auch nach fehlgeschlagener Mobilisierung wurden mit der Kombination von Plerixafor und G-CSF eine höhere Rate an erfolgreichen Re-Mobilisierungen beobachtet verglichen mit Chemosensibilisierung oder G-CSF alleine (88% vs. 33% vs. 22%) (7).

Sanofi Satellitensymposium „Aktuelle und zukünftige Therapiestrategien beim Multiplen Myelom“, im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK), 25. Februar 2016, Berlin
Literatur:

(1) Palumbo A et al.: Autologous transplantation and maintenance therapy in multiple myeloma. N Engl J Med 2014; 371: 895-905
(2) Gay F et al.: Autologous transplantation versus cyclophosphamide-lenalidomide-prednisone followed by lenalidomide-prednisone versus lenalidomide maintenance in multiple myeloma: long-term results of a phase III trial. Blood 2015; 126: 392
(3) Attal M et al.: Autologous transplantation for multiple myeloma in the era of new drugs: A phase III study of the Intergroupe Francophone du Myelome (IFM/GFCI 2009 trial). Blood 2015; 126: 391
(4) Auner HW et al.: Trends in autologous hematopoietic cell transplantation for multiple myeloma in europe: increased use and improved outcomes in elderly patients in recent years. Bone Marrow Transplant 2015; 50: 209-215
(5) Sharma M et al.: Older patients with myeloma derive similar benefit from autologous transplantation. Biol Blood Marrow Transplant 2014; 20: 1796-1803
(6) DiPersio JF et al.: Plerixafor and G-CSF versus placebo and G-CSF to mobilize hematopoietic stem cells for autologous stem cell transplantation in patients with multiple myeloma. Blood 2009; 113: 5720-5726
(7) Wuchter P et al.: Poor mobilization of hematopoietic stem cells - definitions, incidence, risk factors, and impact on outcome of autologous transplantation. Biol Blood Marrow Transplant 2010; 16: 490-499

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017