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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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01. März 2013

Start der Zulassungsstudie mit Volasertib bei Patienten mit akuter myeloischen Leukämie

Mit der Aufnahme des ersten Patienten gibt Boehringer Ingelheim die Initiierung der POLO-AML-2 Studie (1230.14) bekannt. POLO-AML-2 ist eine Phase-III-Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Volasertib* in Kombination mit Standardchemotherapie (niedrig dosiertes Cytarabin, LDAC) bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) untersucht, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kommt.

Volasertib ist ein selektiver Polo-like-Kinase (Plk)-Inhibitor, der - neben Plk-2 und Plk-3- die Aktivität von Plk1 hemmt, einem Enzym, das die Zellteilung (Mitose), reguliert. Akute Leukämien gehören zu den selteneren Erkrankungen, wobei die AML die häufigste und tödlichste aller Leukämieformen im Erwachsenenalter ist (1). 60 Länder weltweit engagieren sich an diesem sechsten Rare Disease Day, um auf die Situation von Menschen mit seltenen Erkrankungen aufmerksam zu machen. In Europa ist eine seltene Erkrankung definiert als ein lebensbedrohliches oder stark beeinträchtigendes chronisches Leiden, von dem nicht mehr als 5 von 10 000 Menschen in der EU betroffen sind (2).

“Seltene Erkrankungen sind schon bei ihrer Diagnose eine Herausforderung“, sagt Prof. Klaus Dugi, Corporate Senior Vice President Medicine bei Boehringer Ingelheim. „Doch selbst bei korrekter Diagnosestellung stehen häufig keine erfolgversprechenden Therapieoptionen zur Verfügung. Die Initiierung unserer POLO-AML-2 Studie ist vor dem Hintergrund der unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten für ältere AML-Patienten, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kommt, ein bedeutender Meilenstein.“

AML ist durch das schnelle Wachstum von abnormalen Blutvorläuferzellen gekennzeichnet, die sich im Knochenmark ansammeln und die Produktion normaler Blutkörperchen beeinträchtigen. Primärer Endpunkt der POLO-AML-2 Studie zur Bewertung der Wirksamkeit ist das objektive Ansprechen, definiert als komplette Remission (CR) oder CR mit unvollständiger Blutbildnormalisierung (CRi).
 

  • CR ist in AML erreicht bei einer Reduzierung der leukämischen Zellen im Knochenmark auf weniger als 5% sowie einer Normalisierung des Blutbildes.
  • CRi bedeutet, dass die Kriterien für eine komplette Remission zwar erfüllt sind, das periphere Blutbild des Patienten aber die erforderliche Normalisierung noch nicht erreicht hat (3).

Wichtigster sekundärer Endpunkt der POLO-AML-2 Studie ist das Gesamtüberleben der Patienten (overall survival,OS). Damit ist die Fragestellung inwieweit die zusätzliche Gabe von Volasertib* zu LDAC eine Verlängerung des Überlebens von AML-Patienten erzielt, im Studiendesign zentral verankert. Die Initiierung der Studie basiert auf den positiven Ergebnissen einer Phase II-Studie, im Rahmen derer die Kombination von Volasertib plus LDAC bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) in höheren objektiven Ansprechraten und einem längeren ereignisfreien Überleben (EFS) resultierte als bei Mono-LDAC-Therapie. LDAC ist eine etablierte Behandlungsoption für AML-Patienten, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kommt (4).

Zusätzlich zur Behandlung der AML entwickelt Boehringer Ingelheim Therapieansätze für andere seltene Erkrankungen wie der idiopathischen Lungenfibrose (IPF). IPF ist eine chronische, progressive Lungenerkrankung, welche die Patienten schwer beeinträchtigt und letztlich zum Tod führt. IPF ist gekennzeichnet durch die fortschreitende Bildung von fibrösem Narbengewebe in der Lunge, was mit einem fortschreitenden Verlust der Lungenfunktion einhergeht. Die Erkrankung führt bei etwa der Hälfte aller Betroffenen innerhalb von zwei bis drei Jahren nach Diagnose zum Tod. Nintedanib* ist ein niedermolekularer Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), der Wachstumsfaktorrezeptoren hemmt, die im Krankheitsverlauf der IPF eine Rolle spielen. Derzeit werden die klinischen Effekte von Nintedanib an Studienzentren weltweit im Rahmen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studien INPULSISTM-1 und INPULSISTM-2 untersucht, deren Patientenrekrutierung bereits abgeschlossen ist. Die INPULSISTM-Studien bauen auf den Ergebnissen der Phase II-Studie TOMORROW auf, die einen positiven Trend hinsichtlich Verbesserung der Lungenfunktion bei IPF-Patienten nach zweimal täglicher Gabe von 150 mg Nintedanib im Vergleich zu Plazebo zeigte. Der Wirkstoff wurde für IPF im Juni 2011 von der amerikanischen Food and Drug Administration und im September 2011 vom japanischen Gesundheits-, Arbeits- und Sozialministerium als Orphan Drug eingestuft.

POLO-AML-2-Studie:
http://clinicaltrials.gov./ct2/show/NCT01721876?term=Volasertib&rank=4

* Volasertib und Nintedanib befinden sich in der klinischen Entwicklung und sind derzeit noch nicht zugelassen. Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht vollständig nachgewiesen.

Literaturhinweise:
(1) Deschler B et al. Acute Myeloid Leukemia: Epidemiology and Etiology. Cancer. 2006. 2009-2107
(2) European Commission. Available at: http://ec.europa.eu/health/ph_information/documents/ev20040705_rd05_en.pdf. [Last accessed: February 2013]
(3) Remission criteria in acute myeloid leukemia and monitoring for residual disease http://www.uptodate.com/contents/remission-criteria-in-acute-myeloid-leukemia-and-monitoring-for-residual-disease
(4) H. Döhner, Phase I/II study of volasertib (BI 6727), an intravenous Polo-like kinase (Plk) inhibitor, in patients with acute myeloid leukemia (AML): results from the randomized phase II part for volasertib in combination with low-dose cytarabine (LDAC) versus LDAC monotherapy in patients with previously untreated AML ineligible for intensive treatment.

Quelle: Boehringer Ingelheim
 
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