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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. Oktober 2014

Siltuximab beim multizentrischen Morbus Castleman: Höhere Lebensqualität durch Anstieg der Hämoglobin-Werte

Seit Mai 2014 ist Sylvant® (Siltuximab), ein Anti IL-6-Antikörper, als erste zielgerichtete Therapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit multizentrischem Morbus Castleman (engl. MCD, multicentric Castleman Disease), die HIV- und HHV-8 negativ sind, zugelassen (1). In der zulassungsrelevanten Studie wurde gezeigt, dass unter der Gabe von Siltuximab + Best Supportive Care (BSC) ein signifikant höheres Ansprechen als unter Placebo + BSC bei vergleichbarem Verträglichkeitsprofil erreicht wurde (2). In einer Folgeauswertung der Zulassungsstudie stellte sich heraus, dass in der Siltuximab-Gruppe signifikant mehr MCD-Patienten einen Anstieg der Hämoglobin-Werte als in der Placebo-Gruppe aufwiesen. Neben diesem guten Ansprechen berichteten die Patienten (Patient related Outcome, engl. PRO) von einer Besserung ihrer Fatigue und Lebensqualität (3).

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Eine Anämie-bedingte Fatigue ist ein häufig auftretendes Symptom bei einem MCD. Patienten, die an einer Fatigue leiden, müssen zum Teil schwere Beeinträchtigungen hinsichtlich ihrer Lebensqualität hinnehmen. Wie eine Studie von Mühlbacher und seinen Kollegen zeigte, bildet die Lebensqualität hinter der Wirksamkeit einer Therapie eine wichtige Patientenpräferenz (4). Entsprechend hoch sind die Anforderungen an eine innovative Krebstherapie, neben einem hohen Ansprechen auch die Lebensqualität, z.B. durch Besserungen der Fatigue, zu erhöhen.
 
Ziel: Normalisierung des Hämoglobin-Wertes
 
Zu Beginn der Zulassungsstudie gaben 89% der Patienten an, an einer Fatigue zu leiden. 53% der Patienten wiesen eine Anämie auf. Das "Ansprechen des Hämoglobins" wurde als sekundärer Endpunkt ermittelt und definiert als Anteil der Patienten, die zu Beginn der Behandlung an einer Anämie litten und in der 13. Behandlungswoche einen Anstieg des Hämoglobin-Wertes von ≥1,5 g/dL aufwiesen (2).

In der hier beschriebenen Folgeauswertung wurde dann der Zusammenhang zwischen Fatigue und einer Veränderung in dem "Ansprechen des Hämoglobins" evaluiert (3). Alle 79 Studienteilnehmer hatten eine symptomatische MCD, waren HIV- und HHV-8-negativ und im Median 48 Jahre alt. 53 Teilnehmer erhielten Siltuximab + BSC (11 mg/kg Körpergewicht alle 3 Wochen intravenös über eine Stunde), 26 Patienten erhielten Placebo + BSC. Patienten, die Siltuximab + BSC erhielten, erreichten den Endpunkt „Ansprechen des Hämoglobins“ signifikant häufiger als Patienten, die Placebo + BSC erhielten (61 % vs. 0 %, p=0,0002). Unter Siltuximab + BSC normalisierte sich der Hämoglobin-Wert bei 42% dieser Patienten, während sich im Placebo-Arm bei keinem der Patienten eine Normalisierung der Hämoglobin-Werte zeigte (3).
 
Ziel: Verbesserung der Fatigue
 
Eine Besserung der Fatigue war signifikant häufiger in der Siltuximab-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe zu beobachten (p=0,0364). Es konnte gezeigt werden, dass die Verbesserung der Fatigue an Tag 1 des 4. Behandlungszykluses mit dem Ansprechen des Hämoglobins in der 13. Behandlungswoche korrelierte. Patienten mit einem Anstieg des Hämoglobin-Wertes von ≥ 1,5 g/dL berichteten von einer größeren Verbesserung der Fatigue und damit der Lebensqualität als die übrigen Patienten (3).
 
Hohe Ansprechraten unter Siltuximab
 
In der Zulassungsstudie wurde im primären Endpunkt das dauerhafte Tumor- und Symptom-Ansprechen untersucht, definiert als ein mindestens 18-wöchiges Ansprechen des Tumors und Abklingen der mit der MCD-Erkrankung in Zusammenhang stehenden Symptome bewertet durch den Prüfarzt (2).

Die Ansprechrate war unter Siltuximab + BSC signifikant höher als unter Placebo + BSC (Siltuximab: 34% [1 CR, 17 PR] vs. Placebo: 0%; p=0,0012). Das Ansprechen der Symptome alleine war ebenfalls signifikant höher unter Siltuximab + BSC (56 % [komplettes Ansprechen der Symptome: 25 %]) als unter Placebo + BSC (19% [komplettes Ansprechen der Symptome: 0%]; p=0,0018 bzw. 0,0037). Die Zeit bis zum Therapieversagen betrug unter Placebo + BSC im Median 134 Tage und wurde unter Siltuximab + BSC noch nicht erreicht (p=0,0084). Auch die mediane Zeit bis zur nächsten Behandlung wurde unter der Gabe von Siltuximab + BSC noch nicht erreicht (vs. Placebo + BSC: 280 Tage; p=0,0013) (1).
 
Das Sicherheitsprofil, definiert durch die Häufigkeit der behandlungsbedürftigen Nebenwirkungen, war ähnlich zwischen den beiden Behandlungsarmen (Siltuximab + BSC vs. Placebo + BSC). Das Auftreten von Grad ≥3 Nebenwirkungen war unter Siltuximab + BSC vergleichbar mit Placebo + BSC (47 % vs. 54 %). Die häufigsten Grad ≥3 Nebenwirkungen waren Fatigue (9%), nächtliches Schwitzen (8%) sowie Infektionen (8 %) (1).

Literaturhinweise:
(1) Aktuelle SYLVANT® Fachinformation
(2) van Rhee T, et al., Lancet Oncol 2014 [Epub ahead of print], doi: 10.1016/S1470-2045(14)70319-5
(3) van Rhee T et al., 2014, EHA, Poster
(4) Mühlbacher AC et al., 2008, GMS Psycho-Social Medicine, Vol. 5, ISSN 1860-5214

Quelle: Janssen
 
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