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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. Februar 2014

Selektive Interne Radiotherapie: Zehn Jahre Hilfe bei Tumoren in der Leber

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich mindestens 8.000 Menschen an primärem Leberkrebs.  Weitaus mehr entwickeln Lebermetastasen aus Tumoren anderer Organe (z. B. Darm oder Brust). Insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung besteht kaum Aussicht auf Heilung. Um das Tumorwachstum aufzuhalten und Patienten die Chance auf ein längeres Leben mit verbesserter Lebensqualität zu geben, setzen Mediziner deutschlandweit auf die Selektive Interne Radiotherapie (kurz: SIRT). Die gezielte Tumorbehandlung durch die Yttrium-90 enthaltenden SIR-Spheres® Mikrosphären gehört nunmehr mit über zehn Jahren Erfahrung zu den bewährten onkologischen Therapien in Europa.

"Ganz klein fing damals alles an: Mit zwei bis drei Patienten haben wir im Klinikum der Universität München mit SIR-Spheres Mikrosphären begonnen“, erinnert sich Nigel Lange, Geschäftsführer von Sirtex Medical Europe. Nach der CE-Zulassung der SIR-Spheres Mikrosphären in Europa im Jahr 2002 wurde die SIRT in Deutschland erstmalig im Jahr 2003 vom interdisziplinären Team um Prof. Maximilian Reiser, heute Dekan des Klinikums der Universität München, durchgeführt. Zeitgleich eröffnete in Bonn der europäische Sitz der Firma. "Heute gehört die SIRT in vielen europäischen Ländern zum Behandlungsschema nicht resektabler Lebertumoren. Allein in Deutschland bieten mittlerweile mehr als 60 Kliniken die Therapie an", so Lange weiter. Stolz blickt er dabei auf die beeindruckende Entwicklung der SIRT zurück. Wurden bis 2008 europaweit etwa 700 Aktivitäten bereitgestellt, sind es nun bereits knapp 9.000 - mehr als 3.800 davon in Deutschland.

Bei dem radiologisch-nuklearmedizinischen Verfahren werden Millionen SIR-Spheres (Yttrium-90 Kunstharz-Mikrosphären) in die Leberarterie eingebracht. Sie bestrahlen die Tumorzellen direkt im Körperinneren, verkleinern auf diese Weise die Tumoren und zerstören sie bestenfalls. "Es freut uns, dass wir im letzten Jahrzehnt dazu beitragen konnten, die Therapiemöglichkeiten in Europa für Patienten mit Tumoren in der Leber zu verbessern. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir fortschreiben", unterstreicht Gilman Wong, Hauptgeschäftsführer von Sirtex Medical Limited. Um die Effizienz und Sicherheit der Therapie zu belegen, unterstützt Sirtex seit langem ein umfangreiches Programm klinischer Studien. Derzeit wird in drei großen internationalen prospektiven randomisierten Phase III-Studien  bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen geprüft, ob die SIR-Spheres Mikrosphären in Kombination mit einer systemischen Chemotherapie wirksamer sind als die Chemotherapie alleine. Drei weitere Phase III-Studien  untersuchen die Wirksamkeit der SIR-Spheres Mikrosphären bei der Behandlung von Patienten mit einem hepatozellulären Karzinom.

Mittlerweile wird die Selektive Interne Radiotherapie deutschlandweit von den Krankenkassen erstattet. In ihren ersten Jahren musste die Therapie jedoch einige Hürden nehmen, bis es zur flächendeckenden Erstattung kam: Anfangs übernahmen die Krankenkassen die Kosten nur fallbezogen und zeitlich befristet im Rahmen der neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB). Dies bedeutete für die durchführenden Kliniken einen enormen Verhandlungsaufwand. Es folgten Jahre der Überzeugungsarbeit bei den gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern. Im Jahr 2008 gelang schließlich die Aufnahme der SIRT in die Liste der Zusatzentgelte, was die Kostenerstattung der Therapie - auch durch die gesetzlichen Krankenkassen - gewährleistet.

Quelle: Sirtex
 
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