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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Dezember 2016

Sarkomzentrum am Dresdner Uniklinikum

Sarkome lassen sich nur durch eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie erfolgreich behandeln. Die hierzu notwendigen Fachkenntnisse und technischen Voraussetzungen stehen nur an wenigen Orten in Deutschland vollumfänglich zur Verfügung, darunter am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden / Universitäts KrebsCentrum (UCC) werden diese Angebote jetzt im "Sarkomzentrum Dresden" für Patienten der Region und darüber hinaus gebündelt.
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Es gibt kaum eine andere Gruppe von Krebserkrankungen, bei denen der Vorteil einer Behandlung an spezialisierten Zentren so eindeutig ist wie bei Sarkomen. Dies liegt an der Seltenheit der bösartigen Tumore, die sich überdies noch in viele verschiedene Untertypen aufteilen. Außerhalb spezialisierter Zentren behandeln Ärzte oft nur einmal in mehreren Jahren Patienten mit dieser Erkrankung. Zum anderen braucht die optimale Therapie von Sarkomen, die in allen Körperregionen vorkommen können, ein außerordentlich breites Spektrum an Spezialwissen sowie speziellen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Diese Voraussetzungen sind nur an wenigen großen Zentren gegeben. Betroffene Patienten – so die Empfehlung weltweit führender Experten – sollten daher schon im Verdachtsfall unverzüglich in ein spezialisiertes Zentrum überwiesen werden.

Fachübergreifendes Spezialisten-Team für optimale Behandlung

Um Patienten der Dresdner Region eine optimale Behandlung bieten zu können, wurde nach umfangreicher Vorbereitung Ende September 2016 das Sarkomzentrum Dresden unter dem Dach des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden / Universitäts KrebsCentrum (UCC) Dresden gegründet. Hier erfolgen Diagnose und Therapie in enger fachübergreifender Zusammenarbeit besonders spezialisierter Ärzte aus den Fachgebieten Orthopädie und Unfallchirurgie, Viszeral,- Thorax- und Gefäßchirurgie, Radioonkologie/Strahlentherapie, Medizinische Onkologie, Pädiatrische Onkologie, Kinderchirurgie, Urologie, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, HNO, Dermatologie sowie Frauenheilkunde. Hinzu kommen auch Experten der Pathologie, Genetik, Radiologie, Nuklearmedizin sowie Palliativmedizin. Auch spezialisierte Psychoonkologen und besonders geschulte Experten anderer Gesundheitsberufe, zum Beispiel der onkologischen Pflege und der physiotherapeutischen Rehabilitation, sind integraler Teil des Teams. Parallel arbeiten die Ärzte und Wissenschaftler an Forschungsprojekten, um die Therapie kontinuierlich zu verbessern.

Modernste Methodik und Geräte-Ausstattung

"Das Sarkomzentrum Dresden bietet das komplette Spektrum modernster Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, die für die optimale Sarkombehandlung notwendig sind", erklärt einer der beiden Leiter des neuen Zentrums, Prof. Klaus-Dieter Schaser, Ärztlicher Direktor des UniversitätsCentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Dresdner Uniklinikum. Zu nennen ist die hochqualifizierte Chirurgie, einschließlich moderner robotischer Methoden. Sie wird durch spezialisierte Bildgebung vor und während der Operation unterstützt – wie die Kombination von Positronen-Emissions-Tomographie und Computer-Tomographie beziehungsweise Magnet-Resonanz-Tomographie (PET/CT, PET/MRT) sowie die intraoperative CT-Bildgebung mit Navigation.

Um das biologische Verhalten und besondere Mutationen der Sarkome charakterisieren zu können, kommen zudem modernste Methoden der molekularen Tumordiagnostik zum Einsatz. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Standort Heidelberg im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen stehen innovative Geräte zur DNA-Entschlüsselung – "Next Generation Sequencing" – und in besonderen Fällen die Möglichkeit der Ganz-Genomsequenzierung zur Verfügung. Gleichzeitig wird das gesamte Spektrum der Strahlentherapie angeboten – einschließlich der Protonentherapie, die weltweit nur wenigen Zentren zur Verfügung steht. Bei den medikamentösen Behandlungen kann nicht nur auf die klassische Chemotherapie zurückgegriffen werden, sondern auch auf neue Verfahren, wie die Immuntherapie und molekular wirksame Medikamente. Weitere hochspezialisierte Methoden, wie die Extremitätenperfusion – eine Sonderform der Chemotherapie für Arme und Beine –, die Strahlentherapie während einer Operation und die durch Magnet-Resonanz-Tomographie gesteuerte Gewebeerhitzung befinden sich aktuell in Aufbau.

"Wir freuen uns, dass wir diese hervorragenden Experten und Möglichkeiten ab sofort in einem gemeinsamen Zentrum bündeln können. So können wir Sarkompatienten die bestmögliche Diagnostik und Therapie bieten", sagt Zentrums-Leiter Professor Jürgen Weitz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Dresden. "Neben der optimalen Behandlung auf dem aktuellen medizinischen Wissensstand, können wir den Patienten auch zahlreiche Therapiestudien anbieten. Eine wichtige Grundlage hierfür ist die Einbindung des Dresdner Standorts im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen, im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung und vielen weiteren nationalen und internationalen Netzwerken", ergänzen die Zentrums-Leiter Prof. Schaser und Prof Weitz.

Sarkompatienten können sich direkt oder über den Arzt anmelden

Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser können sich für Patienten, bei denen Sarkome oder unklare Befunde mit Verdacht auf ein Sarkom festgestellt wurden, direkt an das Sarkomzentrum Dresden im Universitäts KrebsCentrum wenden. Betroffene Patienten haben zudem die Möglichkeit, sich selbst im Sarkomzen­trum des UCC vorzustellen und erhalten ohne zeitliche Verzögerung eine adäquate Diagnostik und Therapie.
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
 
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