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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Oktober 2012

SCLC: Tiroler Forscher identifizieren Patientengruppen für optimale Behandlung

Krebs-Spezialisten der MedUni Innsbruck arbeiten an diagnostischen und therapeutischen Behandlungspfaden, um die Betreuung von Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom zu optimieren. Nach der Auswertung der Daten von mehr als 400 Patienten durch Univ.-Doz. Dr. Michael Fiegl und seine Co-Autoren zeigte sich: 56% der Patienten sprechen auf eine palliative medikamentöse Therapie an. Je weiter die Krankheit fortgeschritten war, desto schlechter war die Ansprechrate. Nach Beginn der Therapie dauerte es im Durchschnitt an die sieben Monate, bis die Krankheit fortschritt. Hier schnitten Frauen etwas besser ab, Patienten mit Entzündungszeichen (erhöhte Werte des C-reaktiven Proteins im Blut) schlechter. Auch ein anderer Laborwert, die erhöhte Laktat-Dehydrogenase als Zeichen von Gewebeumbau, und schlechtere Allgemeinverfassung waren ein negatives Zeichen.

Im Durchschnitt überlebten die Patienten 11,3 Monate unter der medikamentösen Therapie. Eine Untergruppe von Patienten überlebte jedoch fünf Jahre (9,3%), zum größten Teil stammten sie aus einer Gruppe von Patienten mit begrenzter Erkrankung bei der Erstdiagnose, die auch eine kombinierte Chemo- und Strahlenbehandlung bekamen.

Das berichtete Dr. Fiegl auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO). Die Wissenschaftler versuchten die Charakteristika der Erkrankung, der Vorgeschichte (z. B. Rauchen, andere Krebserkrankungen), der Symptome bei Diagnose (z.B. Husten, Kurzatmigkeit, Schmerzen, neurologische Symptome und verschiedene Laborparameter) und der Therapie möglichst genau zu erheben. Die Analyse der erhobenen Daten soll möglichst präzise Hinweise auf das optimale therapeutische Vorgehen bei ähnlichen Patienten in der Zukunft liefern, und das bei einer an sich derzeit noch sehr schwer zu beherrschenden Erkrankung. Bei etwa 15% aller Lungenkrebs-Fälle handelt es sich um ein kleinzelliges Lungenkarzinom.

Doz. Fiegl: „Die so genannte Versorgungsforschung, also die Erfassung klinischer Verläufe und Ergebnisse bei Routinepatienten jenseits von prospektiven klinischen Studien, gewinnt zunehmend an Bedeutung, ist nützlich und von Interesse. Dies berücksichtigt auch den Wunsch nach Reproduzierbarkeit in der klinischen Routine sowie Pharmako-Ökonomie.”

Literaturhinweis:
M. Fiegl et al; The tyrol study SCLC Project: retrospective analysis of clinical features and therapeutic outcome on 484 small cell lung cancer patients diagnosed 1991-2011

Quelle: ESMO
 
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