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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. Januar 2015

SABCS 2014: BRAWO-Subgruppenanalyse zeigt hohe Effektivität von Everolimus beim fortgeschrittenen Mammakarzinom auch nach Exemestan-Vortherapie

Die nicht-interventionelle BRAWO-Studie untersucht derzeit Effektivität und Sicherheit der Therapie mit Everolimus plus Exemestan bei einem breiten Spektrum von Patientinnen mit fortgeschrittenem, hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2-negativem Mammakarzinom unter Alltagsbedingungen.

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Eine aktuelle Subgruppenanalyse der BRAWO-Studie zeigt erstmals, dass mit Exemestan vorbehandelte Patientinnen ebenso stark von der Everolimus-Therapie profitieren wie Patientinnen ohne Exemestan-Vortherapie (1).

Bei Einsatz von Everolimus nach Versagen eines nicht-steroidalen Aromatase-Inhibitors beim fortgeschrittenen, HR+, HER2/neu-negativen Mammakarzinom bereits als Erst- oder Zweitlinientherapie wird ein längeres progressionsfreies Überleben erreicht als bei Anwendung erst in späteren Therapielinien (1).
 
Die derzeit in Deutschland in rund 400 Zentren laufende Beobachtungsstudie BRAWOA liefert kontinuierlich aktuelle Daten zur Therapie mit Everolimus (Afinitor®) plus Exemestan unter den Routinebedingungen des klinischen Alltags. Eine neue, auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentierte Subgruppenanalyse der ersten 500 Teilnehmerinnen spricht für den Nutzen dieses Regimes in unterschiedlichen Kollektiven und belegt ein mit den bisherigen Erfahrungen übereinstimmendes Sicherheitsprofil (1). Für die nicht-interventionelle Studie sollen rund 3.000 Patientinnen mit fortgeschrittenem, hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2B-negativem Mammakarzinom dokumentiert und ein Jahr lang nachbeobachtet werden. Die Einschlusskriterien sind breiter als in der zulassungsrelevanten Studie BOLEROC-2, da auch mit Exemestan und mehr als einer Chemotherapie vorbehandelte Patientinnen aufgenommen werden können. Damit wird BRAWO relevante Daten für die Anwendung von Everolimus im klinischen Alltag liefern.
 
Mehr als die Hälfte der 500 bis jetzt ausgewerteten Patientinnen in BRAWO (55%) erhielt Everolimus plus Exemestan als Erst- (28,8%) oder Zweitlinientherapie (26,2%) nach Versagen eines nicht-steroidalen Aromatase-Inhibitors beim fortgeschrittenen, HR+, HER2/neu-negativen Mammakarzinom (1). Dieses Verordnungsverhalten entspricht den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), die den Einsatz der Kombination beim hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom in diesem Setting mit dem höchsten Empfehlungsgrad (++)D bewertet (2). Die Rationale der Kombination von Everolimus als mTOR-Inhibitor in Kombination mit dem Aromatase-Inhibitor Exemestan liegt in der Resistenzüberwindung und Hemmung der Proliferation beim fortgeschrittenen Mammakarzinom (3,4,5).
 
Das progressionsfreie Überleben der ersten 500 Patientinnen liegt im Median bei 8,0 Monaten (95%-KI: 6,7-9,1) (1) und entspricht damit dem im Gesamtkollektiv der BOLERO-2-Studie beobachteten progressionsfreien Überleben (7,8 Monate vs. 3,2 Monate unter Placebo, HR 0,45, 95%-KI: 0,38-0,54 [lokale radiologische Beurteilung] (6)). Everolimus war besonders effektiv bei Patientinnen, die die Kombination nach Versagen eines nicht-steroidalen Aromatase-Inhibitors beim fortgeschrittenen, HR+, HER2/neu-negativen Mammakarzinom als Erst- oder Zweitlinientherapie erhielten (PFS 10,1 Monate [95%-KI: 6,7–17,6] bzw. 10,3 Monate [95%-KI: 8,2-12,2]) (1). Auch dieses Ergebnis bestätigt die Daten aus BOLERO-2 zur First-line-Therapie (11,5 Monate vs. 4,1 Monate unter Placebo, HR=0,39, 95%-KI: 0,25–0,62 [lokale radiologische Beurteilung] (7)) und spricht für den frühen Einsatz von Everolimus im Rahmen der Therapiesequenz.
 
Anders als in der Phase-III-Studie wird Everolimus plus Exemestan in BRAWO auch bei mit Exemestan vorbehandelten Patientinnen eingesetzt und erwies sich in dieser Subgruppe mit einem progressionsfreien Überleben von 8 Monaten (95%-KI: 5,3-11,6) als ebenso effektiv wie im Gesamtkollektiv (1). Zudem war die Effektivität von Everolimus plus Exemestan mit 7,2 Monaten (95%-KI: 5,5-19,0) bei hormonsensitiver und 8,0 Monaten (95%-KI: 6,2-10,3) bei hormoninsensitiver Erkrankung vergleichbar hoch und damit unabhängig vom Ansprechen auf die vorherige Hormontherapie.1 Eine gute Wirksamkeit der Kombination wurde weiterhin in der Subgruppe von Patientinnen mit langem rezidivfreiem Intervall nach adjuvanter Therapie beobachtet: das progressionsfreie Überleben unter Everolimus plus Exemestan betrug im Median 14 Monate (95%-KI: 4,0–NRE), d.h. länger als ein Jahr, ohne Progression (1).
 
BRAWO dokumentiert die Erfahrungen beim Everolimus-Einsatz im Praxisalltag. Den breiten Nutzen einer Therapie mit Everolimus hatte BOLERO-2 gezeigt: hier erzielte jede zweite Patientin (51,3%) unter der Kombination mit Exemestan einen frühzeitigen und langanhaltenden Therapienutzen (vs. 26,4% unter Placebo plus Exemestan, p<0,0001), mehr als zwei Drittel der Patientinnen zeigten unter Therapie mit Everolimus plus Exemestan einen Rückgang in der Tumorlast (8).
 
Die Ergebnisse zur Sicherheit und Verträglichkeit von Everolimus plus Exemestan in BRAWO (1) sind konsistent mit den bisher beim fortgeschrittenen Mammakarzinom berichteten Daten und bestätigen das gut etablierte Verträglichkeitsprofil. Häufigste Nebenwirkung ist die Stomatitis, die meist Grad 1 (23,2%) oder Grad 2 (17,0%) erreichte (Grad 3 und 4: 3,4% bzw. 0,2%). Der Anteil an Patientinnen mit Stomatitis war in BRAWO niedriger als in BOLERO-2 (39,8% vs. 59%).1 Die Compliance im Verlauf der Everolimus-Therapie war gut: Bei mehr als 90% der Patientinnen lag die Einnahmerate in den ersten 12 Behandlungsmonaten zwischen 80 und 100% (1).
 
A BRAWO: BReast cancer treatment with Afinitor (everolimus) and exemestane for ER+ WOmen.
B HER2: Human Epidermal growth factor Receptor 2.
C BOLERO: Breast cancer trials of OraL EveROlimus.
D Erstlinienempfehlung bei Frührezidiv innerhalb von 12 Monaten.
E NR: not reached
 
Literaturhinweise:
(1) Jackisch C et al.: Subgroup analysis of efficacy in routine treatment – Results of the 2nd interim analysis of BRAWO, the non-interventional trial “Breast Cancer Treatment With Everolimus and Exemestane for HR+ Women”. SABCS 2014; Poster P5-19-12.
(2) Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO): Guidelines Breast Version 2014.1D. Diagnostik und Therapie primärer und metastasierter Mammakarzinome: Endokrine und zielgerichtete Therapie des metastasierten Mammakarzinoms. Online unter: http://www.ago-online.de/fileadmin/downloads/leitlinien/mamma/maerz2014/de/2014D_19_Endokrine_und_zielgerichtete_Therapie_metastasiertes_Mammakarzinom.pdf. Zuletzt aufgerufen am 16.12.2014.
(3) Boulay A et al.: Dual inhibition of mTOR and estrogen receptor signaling in vitro induces cell death in models of breast cancer. Clin Cancer Res 2005; 11(14):5319-5328.
(4) Baselga J et al.: Phase II randomized study of neoadjuvant everolimus plus letrozole compared with placebo plus letrozole in patients with estrogen receptor-positive breast cancer. J Clin Oncol 2009; 27:2630-2637.
(5) Beeram M et al.: Akt-induced endocrine therapy resistance is reversed by inhibition of mTOR signaling. Ann Oncol 2007; 18:1323-1328.
(6) Yardley DA et al. Everolimus plus exemestane in postmenopausal patients with HR+ breast cancer: BOLERO-2 final progresion-free survival analyses. Adv Ther 2013; 30:870-884.
(7) Beck JT et al.: Everolimus plus exemestane as first-line therapy in HR+, HER2-advanced breast cancer in BOLERO-2. Breast Cancer Res Treat 2014; 143:459–467.
(8) Burris H et al.: Characterization of response to everolimus in BOLERO-2: A phase III trial of everolimus plus exemestane in postmenopausal women with HR+, HER2- advanced breast cancer. SABCS 2013; Poster P2-16-17.

Quelle: Novartis
 
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