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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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10. Januar 2014

SABCS/ECCO 2013: Signifikant verlängertes PFS bei Erhalt der Lebensqualität für Everolimus + Exemestan in der Erstlinie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom

Erstlinien-Patientinnen mit fortgeschrittenem, HR+, HER2/neu-negativem Mammakarzinom profitieren unter Everolimus plus Exemestan von einem signifikant verlängerten medianen PFS von 15,2 Monaten (HR=0,32) bei gleichzeitigem Erhalt der Lebensqualität (1,2). 18-Monatsdaten der BOLERO-2-Zulassungsstudie zeigen unter Everolimus plus Exemestan ein signifikant verlängertes medianes PFS von nahezu einem Jahr (HR=0,38; p<0,0001) - ein Durchbruch für Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom (3). Die aktuellen AGO-Empfehlungen beinhalten die Kombination Everolimus plus Exemestan für die Erst- und Zweitlinienbehandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms mit höchstem Empfehlungsgrad (++) (4).

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Aktuelle Daten vom San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) und vom European Cancer Congress (ECCO) 2013 zeigen: Patientinnen mit fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-(HR)-positivem, HER2A/neu-negativem Mammakarzinom profitieren bei einer Erstlinientherapie mit Everolimus plus Exemestan nicht nur von einem signifikant verlängerten medianen progressionsfreien Überleben (PFS) gegenüber Placebo plus Exemestan (HRB=0,32), sondern auch von einem Erhalt der Lebensqualität (1,2): Unter Everolimus und Exemestan kam es zu einer 5%igen Verschlechterung der HRQoLC-Werte im Median nach knapp einem Jahr (11,07 Monate), im Kontrollarm hingegen bereits nach 7,2 Monaten (HR=0,69; Abb. 1) (2).
 

Abb. 1

Dass insbesondere Erstlinien-Patientinnen hinsichtlich des medianen PFS einen besonderen Nutzen von Everolimus plus Exemestan haben, zeigte bereits eine vordefinierte Subgruppenanalyse der zulassungsrelevanten Studie BOLEROD-21. Hier reduzierte sich das Progressionsrisiko gegenüber dem Kontrollarm signifikant um 68% (PFS: 15,24 vs. 4,21 Monate; HR=0,32; 95%-KI: 0,18-0,57) (1). Basierend auf diesen positiven Ergebnissen bewertet auch die AGO (Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie) in ihren aktuellen Empfehlungen Everolimus plus Exemestan für die Erst- und Zweitlinienbehandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms mit höchstem Empfehlungsgrad (++) (4).

Medianes PFS von nahezu einem Jahr unter Everolimus plus Exemestan in der Gesamtpopulation

Für die Gesamtpopulation  zeigte die finale Analyse der 18-Monatsdaten der BOLERO-2-Studie unter Everolimus plus Exemestan gegenüber Placebo plus Exemestan ein signifikant auf mehr als das Doppelte verlängertes medianes PFS (11,0 vs. 4,1 Monate; HR=0,38; 95%-KI: 0,31-0,48; p<0,0001) (3). Jede zweite Patientin (51,3%) erzielte unter Everolimus plus Exemestan einen frühzeitigen und langanhaltenden Therapienutzen (vs. 26,4% unter Placebo plus Exemestan, p<0,0001)5. Mehr als zwei Drittel der Patientinnen zeigten einen Rückgang in der Tumorlast unter der Therapie mit Everolimus plus Exemestan (5). Der signifikante PFS-Vorteil bestätigte sich in allen vordefinierten Subgruppen, er war unabhängig vom Alter, dem Vorhandensein viszeraler Metastasen oder Knochenmetastasen, der Vortherapie und dem ECOGE-Performance-Status (3). So erreichten beispielsweise Patientinnen mit viszeralen Metastasen unter Everolimus plus Exemestan ein medianes PFS von 8,31 Monaten (vs. 2,89 Monate; HR=0,46) (3). Damit könnte Everolimus in Kombination mit Exemestan dazu beitragen, bei Frauen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom die Chemotherapie weiter hinauszuzögern. Auch zeigte sich unter Everolimus plus Exemestan ein positiver Trend zu einem längeren Gesamtüberleben. So ergab die Differenz zwischen den beiden Studienarmen in Bezug auf das Gesamtüberleben einen Vorteil von 6,8% für die Kombination Everolimus plus Exemestan, die finale Analyse steht jedoch noch aus (3).

Everolimus: Breite Erfahrungen und gut etabliertes Verträglichkeitsprofil

Everolimus ist bereits seit mehreren Jahren in anderen onkologischen Indikationen zugelassen und verfügt über ein gut etabliertes und von einem erfahrenen Therapeuten in der Regel gut handhabbares Verträglichkeitsprofil (6,7,8). Über alle Indikationen hinweg wurden inzwischen mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten mit Everolimus behandelt. In der BOLERO-2-Studie gehörten zu den häufigsten Nebenwirkungen aller Schweregrade unter Everolimus plus Exemestan mit einer Inzidenz ≥30%: Stomatitis (59%), Infektionen (54%), Hautausschlag (39%), Fatigue (37%), Diarrhö (34%), Übelkeit (31%) und Appetitverlust (31%) (3,9). Nicht-infektiöse Pneumonitiden sowie Hyperglykämien traten als bekannte Klasseneffekte von mTOR-Inhibitoren im Rahmen der BOLERO-2-Studie mit einer Inzidenz von 16% bzw. 14% über alle Grade auf (3).

Doppelplus für Everolimus plus Exemestan in aktuellen AGO-Empfehlungen

Der mTOR-Inhibitor Everolimus ist in Kombination mit Exemestan eine Standardtherapie beim fortgeschrittenen, HR-positiven, HER2/neu-negativen Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen ohne symptomatische viszerale Metastasierung, bei denen es unter einem nicht-steroidalen Aromataseinhibitor zu einem Rezidiv oder einem Progress gekommen ist (8). Basierend auf den positiven Ergebnissen der BOLERO-2-Studie wird in den aktuellen AGO-Empfehlungen die Kombination Everolimus plus Exemestan beim fortgeschrittenen Mammakarzinom sowohl für die Erst- als auch für die Zweitlinienbehandlung mit dem höchsten Empfehlungsgrad, einem Doppelplus, bewertet (4).

A:  HER2: Human Epidermal growth factor Receptor 2.
B:  HR: Hazard Ratio.
C:  HRQoL: Health-Related Qualitiy of Life bzw. Gesundheitsbezogene Lebensqualität.
D:  BOLERO: Breast cancer trials of OraL EveROlimus.
E:  ECOG: Eastern Cooperative Oncology Group.

Literaturhinweise:
(1) Campone M et al.: BOLERO-2: Efficacy and Safety of First-Line Everolimus Plus Exemestane in Advanced Breast Cancer. IBCC 2013 St. Gallen, Schweiz: Poster #276.
(2) Campone M et al.: BOLERO-2: Efficacy, Safety, and Quality of Life in Patients With Advanced Breast Cancer Receiving First-Line Everolimus Plus Exemestane. ESMO / ECCO 2013, Amsterdam/Niederlande: Poster #1.912.
(3) Yardley DA et al.: Everolimus Plus Exemestane in Postmenopausal Patients with HR+ Breast Cancer: BOLERO-2 Final Progression-Free Survival Analysis. Adv Ther 2013; 30: 870-884.
(4) Online unter: http://www.ago-online.de/de/fuer-mediziner/leitlinienempfehlungen/mamma/en/ (Stand: 12.3.2013, zuletzt aufgerufen am: 25.11.2013).
(5) Burris H et al.: Characterization of response to Everolimus in BOLERO-2: A phase III trial of Everolimus plus Exemestan in postmenopausal women with HR+, HER2- advanced breast cancer. SABCS 2013, San Antonio, USA: Poster #P2-16-17.
(6) Motzer RJ et al.: Phase 3 trial of everolimus for metastatic renal cell carcinoma. Cancer 2010; 116(18):4256-4265.
(7) Yao JC et al.: Everolimus for advanced pancreatic neuroendocrine tumors. New Eng J Med 2011; 364:514-523.
(8) Fachinformation Afinitor® (Stand: Oktober 2013).
(9) Rugo HS et al.: Everolimus-related adverse events: safety insights from BOLERO-2. IBCC 2013 Sankt Gallen, Schweiz: Poster #274.

Quelle: Novartis
 
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