®(Obinutuzumab) als stärkster Antikörper in Induktion und Erhaltung sowie Backbone moderner Therapien bestätigt worden.(1,2) Das Anti-CD79b-Antikörperkonjugat Polatuzumab zeigte in Studien sowohl bei nicht vorbehandelten wie bei vorbehandelten Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hohes klinisches Potenzial.(3,4)" />
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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Februar 2018

ASH-Update zur Lymphomtherapie:

Roche-Antikörper bestätigen aktuellen Stellenwert und zukünftiges Potenzial

Beim 59. Jahreskongress der American Society of Hematology (ASH) vorgestellte Studienresultate zeigten große Fortschritte für Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen. Beim follikulären Lymphom (FL) ist Gazyvaro®(Obinutuzumab) als stärkster Antikörper in Induktion und Erhaltung sowie Backbone moderner Therapien bestätigt worden.(1,2) Das Anti-CD79b-Antikörperkonjugat Polatuzumab zeigte in Studien sowohl bei nicht vorbehandelten wie bei vorbehandelten Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hohes klinisches Potenzial.(3,4)
Eine explorative Analyse der GALLIUM-Studie zeigte jetzt, dass Gazyvaro den Anteil an FL-Patienten mit einem frühen Progress, also innerhalb von 24 Monaten nach Randomisierung (Progression of Disease 24, POD24), im Vergleich zum bisherigen Standard MabThera® (dem Original-Biologikum Rituximab) deutlich vermindert (9 % vs. 16 %).(1) POD24-Patienten weisen eine schlechte Prognose und ein verkürztes Gesamtüberleben (OS) auf.(5,6,7) Gazyvaro reduzierte nach adjustierter Cox-Regression das Risiko für einen frühen Progress um 46 % (95 %-Konfidenzintervall [KI]: 25,0 – 61,1). „Dass Gazyvaro das Risiko für frühen Progress, POD24, um fast die Hälfte reduzieren kann, ist eine wichtige Erkenntnis für Ärzte und Patienten", so Prof. Dr. Michael Herold, Erfurt.(8) Damit stützen diese Ergebnisse den primären Endpunkt der Studie (PFS), der eine signifikante Risikoreduktion um 34 % und hochgerechnet eine Verlängerung des PFS um 3 Jahre gezeigt hat (siehe Abbildung).


Subgruppenanalyse beim „strong GCB“ DLBCL

Zudem zeigte eine Analyse der GOYA-Studie, dass Patienten mit dem Subtyp „strong GCB“ (GCB = Germinal Center B-cell-like) von einer Therapie mit Gazyvaro (plus CHOP) sowohl beim progressionsfreien- als auch beim ereignisfreien- und Gesamtüberleben im Vergleich zur Behandlung mit dem aktuellen Standard MabThera (Hazard Ratio [HR]: 0,33; p = 0,0007 bzw. HR: 0,47; p = 0,003 bzw. HR: 0,41; p = 0,019) profitieren.(2) In der GOYA-Studie konnten 42 % der GCB-Population in der Studie mittels molekularer Testung (Nanostring gene expression analysis) diesem Subtyp zugeordnet werden.


Polatuzumab: Verbessertes Gesamtüberleben beim vorbehandelten DLBCL

Eine klinische Phase-Ib/II-Studie dokumentierte, dass das Anti-CD79b-Antikörperkonjugat Polatuzumab in Kombination mit Gazyvaro plus Chemotherapie bei zuvor unbehandelten DLBCL-Patienten wirksam und gut verträglich ist(3): Es zeigte sich ein vielversprechendes Gesamtansprechen von 91 % (81 % komplette Remission (CR), partielle Remissionen 10 %) für dieses Regime.


Im Update einer randomisierten Phase-II-Studie bei vorbehandelten DLBCL-Patienten, die nicht für eine Transplantation geeignet sind, verdoppelte die Zugabe von Polatuzumab die Ansprechraten auf eine Therapie mit Bendamustin und MabThera (BR) (70 % vs. 33 %).(4) Die Rate der Komplettremissionen wurde sogar nahezu verdreifacht (58 % vs. 20 %). Beim medianen PFS (6,7 vs. 2,0 Monate; p < 0,0001) sowie beim OS (11,8 vs. 4,7 Monate; p < 0,0008) erreichten Patienten unter Polatuzumab signifikante Verbesserungen. Die Rate für das 1-Jahres-Gesamtüberleben war mit 48 % vs. 24 % doppelt so hoch wie unter der bisherigen Standardtherapie.
 
Abb. 1.: GALLIUM: Signifikant längeres progressionsfreies Überleben(*,**)
Abb. 1.: GALLIUM: Signifikant längeres progressionsfreies Überleben(*,**)


Die Chemoimmuntherapie mit Gazyvaro® reduzierte das Risiko für Progression oder Tod bei unbehandelten FL-Patienten signifikant um 34% gegenüber dem bisherigen Therapiestandard MabThera®.

Mehr Informationen finden Sie hier >>



▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 7624/14-3183) oder an das Paul-Ehrlich-Institut (www.pei.de oder Fax: +49 6103/77-1234).
Roche Pharma AG
Literatur:
(1) Launonen A, Hiddemann W, Duenzinger U et al. ASH 2017, Abstract #1490
(2) Oestergaard MZ, Bolen C, Mattiello F et al., ASH 2017; Abstract #1543
(3) Forero-Torres A, Kolibaba KS, Tilly H et al., ASH 2017; Abstract #4120
(4) Sehn LH, Herrera AF, Matasar MJ et al. ASH 2017; Abstract #2821
(5) Casulo C, Le-Rademacher J, Dixon J et al. ASH 2017 Abstract #412
(6) Jurinovic V, Kridel R, Staiger AM et al. Blood. 2016;128(8):1112-1120
(7) Casulo C, Byrtek M, Dawson KL et al. J Clin Oncol 2015; 33: 2516-2522
(8) Pressegespräch „Aktuell vom ASH 2017: Kongress-Update zur Lymphomtherapie & Hämophilie A“, Frankfurt am Main, den 10. Januar 2018
 
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