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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. April 2013

Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Pegyliertes liposomales Doxorubicin wieder regulär verfügbar

Ab sofort ist Caelyx® (pegyliertes liposomales Doxorubicin), ein in der Onkologie und Hämatologie bewährtes Medikament zur Behandlung verschiedener maligner Erkrankungen, wieder regulär in Deutschland lieferbar. Wie Janssen mitteilte, ist inzwischen ein Sicherheitsbestand von Caelyx® vorrätig, der den zu erwartenden Bedarf deckt. Dies bedeutet, dass Ärzte und Apotheker das Medikament wieder über die herkömmlichen Bestellsysteme ordern können. Damit wird das vorübergehend eingerichtete Online-Bestell- und Reservierungssystem, Caelyx® Managed Access (CMA), geschlossen.

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Caelyx® ist u. a. zugelassen zur Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms, nach Versagen einer platinhaltigen First-Line-Chemotherapie (1). Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) empfiehlt Caelyx® neben anderen Therapieoptionen zur Rezidivtherapie beim Ovarialkarzinom (2).

Liefersituation in den letzten Monaten

Im Juni 2011 gab es aufgrund von produktionstechnischen Schwierigkeiten am Standort des Vertragslieferanten Ben Venue Laboratories (BVL) einen Lieferengpass von Caelyx®. Die europäische Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency)erließ deshalb im März 2012 eine Bestimmung, wonach das Medikament nur noch bei Patienten, die sich bereits in Therapie befanden, eingesetzt werden durfte. Im Oktober 2012 stimmte der Europäische Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA der Wiederaufnahme der Produktion zu. Die Empfehlung der Zulassungsbehörde sah zu diesem Zeitpunkt vor, dass Caelyx® weiterhin bevorzugt Patienten gegeben werden sollte, die bereits auf eine Therapie mit dem Medikament eingestellt waren. An zweiter Stelle sollte es auch bei Patienten, für die keine alternative Therapie zur Verfügung stand und erst an dritter Stelle bei Patienten, für die auch andere Optionen zur Verfügung standen, eingesetzt werden.
 
Lieferfähigkeit wieder hergestellt

Seit Bekanntgabe der Produktionsprobleme hat Janssen eng mit dem Vertragslieferanten BVL zusammengearbeitet und kurz- und langfristige Lösungsansätze entwickelt, um die Verfügbarkeit von Caelyx® rasch und sicher wieder herzustellen. Die kurzfristige Lösung sieht vor, dass die Formulierung von Caelyx® durch den Vertragslieferanten BVL vorgenommen wird und diese dann zur sterilen Filtration und aseptischen Abfüllung an einen anderen Hersteller geliefert wird.
 
Zusätzlich arbeitet Janssen am Aufbau neuer Strukturen zur langfristigen Sicherung der Produktion und Lieferbarkeit von Caelyx®. Neue Partner zur Herstellung des Onkologikums wurden bereits identifiziert und Schritte für eine zukünftige Zusammenarbeit eingeleitet.
 
Therapeutische Option bei rezidivierendem Ovarialkarzinom

In der Phase-III-Studie CALYPSO (CAeLYx in Platinum-Sensitive Ovarian Cancer) wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Caelyx® kombiniert mit Carboplatin (CD) im Vergleich zu Paclitaxel ebenfalls kombiniert mit Carboplatin (CP) untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine vergleichbare Wirksamkeit bei besserer Verträglichkeit der Kombination von Carboplatin mit Caelyx® (3,4).
 
Die Abbruchrate bedingt durch schwere nicht-hämatologische Nebenwirkungen lag unter dem Paclitaxel-haltigem Regime höher als unter dem Therapieregime mit Caelyx® (15% vs. 6%, p = 0,001). Auch kam es unter CD zu deutlich weniger kompletten Haarverlust (83,6% vs. 7%) und einer reduzierten Rate an Grad 2 Neuropathien (26,9% vs. 4,9%) als unter CP (3).
 
Das mediane Gesamtüberleben lag in einer aktuellen Follow-Up-Untersuchung über 49 Monate bei 30,7 Monaten unter CD und bei 33 Monaten unter CP (4). Hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens zeigte sich die Kombination von Caelyx® und Carboplatin der Kombination mit Paclitaxel signifikant überlegen (11,3 Monate vs. 9,4 Monate, p = 0,005) (3). Die Kommission Ovar der AGO hebt in ihrer aktuellen Empfehlung die Kombination Carboplatin mit Caelyx® als überlegen bezüglich des progressionsfreien Überlebens gegenüber der Therapie mit CP hervor (2).
 
Verbessertes Nebenwirkungsprofil durch Pegylierung

Die spezielle pegylierte liposomale Verkapselung verbessert den Wirkstofftransport gegenüber konventionellem Doxorubicin und sorgt für ein überzeugendes Nebenwirkungsprofil (5,6). Nur wenn ein Wirkstoff intakt und gezielt den Wirkort erreicht, kann er seine maximale Wirksamkeit entfalten. Um eine vorzeitige Eliminierung von Doxorubicin zu verhindern, wurde deshalb bei Caelyx® eine spezielle Ummantelung aus Polyethylenglycol eingesetzt. Diese sogenannte Pegylierung verhindert, dass die Caelyx®-Liposome so rasch wie herkömmliche Liposome vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und zerstört werden. So können die 100 nm kleinen Liposomen intakt über Endotheleffekte in den Tumor eindringen (2). Die Belastung des gesunden Gewebes wird durch diesen Wirkmechansimus gegenüber dem konventionellen Doxorubicin reduziert (3). Die spezielle pegylierte liposomale Verkapselung führt zu einem verbesserten Wirkstofftransport und damit zu einem verbesserten Nebenwirkungsprofil etwa hinsichtlich Alopezie, Übelkeit, Myelosuppression und Kardiotoxizität (5-10).
 
Literaturhinweise:
(1) Aktuelle CAELYX®-Fachinformation
(2) Empfehlung für die Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumore,
Aktualisierte Empfehlungen der Kommission Ovar auf Grundlage der S2k-Leitlinie (Version 1.0, Mai 2007) ohne Angabe der Evidenzlevel und Empfehlungsgrade. Stand Juni 2012, http://www.ago-online.de/de/fuer-mediziner/leitlinien/ovar/; Zugriff am 24.04.2013
(3) Pujade-Lauraine E et al., J Clin Oncol 2010;28(20):3323-3329
(4) Wagner U et al., BJ Cancer 2012;107:588-591
(5) Working PK et al., J Liposome Res 1994;481:667-687
(6) Immordino ML et al., Nanomedicine 2006;1(3):297-315
(7) Gabizon A, Martin F, Drugs 1997;54(Suppl.4):15-21
(8) Koukouakis ML, et al. Br J Cancer 2000;83(10):1281-1286
(9) Martin FJ, Oncology 1997:10(Suppl.11):11-20
(10) Mayer LD et al., Cancer Res 1989;49:5922-5930

Quelle: Janssen-Cilag
 
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