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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. Oktober 2016

ROS1- und ALK-positives NSCLC mit Crizotinib zielgerichtet therapieren

Früher behandelte man das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) mit – wie wir heute wissen – nahezu unwirksamen Chemotherapien und erreichte max. 2 Monate Lebensverlängerung. „Etwa 70-80% der Patienten wurden umsonst mit Chemo behandelt, bei hoher Toxizität“, sagte Prof. Dr. med. Jürgen Wolf, Centrum für Integrierte Onkologie, Universitätsklinik Köln, auf einer von Pfizer und Merck organisierten Presseveranstaltung anlässlich der DGHO-Jahrestagung in Leipzig. "Inzwischen weiß man sehr viel mehr über die Pathogenese – und dass der Patient davon profitiert, wenn eine auf seine Tumorbiologie abzielende Therapie zum Einsatz kommt“, so Wolf. Die Erfolgsgeschichte begann mit der Entdeckung von Treibermutationen wie z. B. EGFR, ROS1 und ALK.
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"Es ist verpflichtend, bei einem Adenokarzinom der Lunge die molekulare Testung per FISH-Test (1, 2) oder IHC-Test (3) zu veranlassen, bevor man die Auswahl der Erstlinientherapie vornimmt", so Wolf. Getestet wird auf Mutationen von EGFR, ALK und ROS1, weil dafür zielgerichtete Therapien zur Verfügung stehen.

Der orale Tyrosinkinase-Inhibitor Crizotinib blockiert kompetitiv die ATP-Bindungsstelle der ALK- und der ROS1-Kinasedomäne – und damit die Funktion der betreffenden Tyrosinkinasen. Crizotinib (Xalkori®) ist die erste zielgerichtete Erstlinientherapie für Patienten, die sowohl für das fortgeschrittene ROS1-positive und ALK (Anaplastische Lymphomkinase)-positive NSCLC aufgrund höherer Wirksamkeit und weniger Toxizität im Vergleich zur Chemotherapie zugelassen ist. Pfizer und Merck vertreiben das Medikament im Comarketing.

Die Zulassungserweiterung für das ROS1-positive NSCLC erfolgte aufgrund der Ergebnisse der offenen, einarmigen Phase-I-Studie 1001 mit überwiegend vorbehandelten (86%) Patienten mit fortgeschrittenem ROS1-positiven NSCLC (Crizotinib 250 mg; 2x tägl.; n=50), bei denen Crizotinib auch bei Patienten mit fortgeschrittenem ROS1-positiven NSCLC eine deutliche Antitumorwirkung aufwies (4).

Etwa 3-5% aller NSCLC-Patienten sind von den ALK- sowie ca. 1-2% von ROS1-Genarrangements betroffen. Das entspricht in Deutschland rund 1.000 bis 1.300 (ALK) bzw. ca. 400 Patienten (ROS1) pro Jahr. Grad 3 und 4-Nebenwirkungen sind selten. Berichtet wurden Einzelfälle von Beeinträchtigungen beim Hell-Dunkel-Sehen, gastrointestinale Beschwerden, Laborwertveränderungen, sowie periphere Ödeme.

Crizotinib – zielgerichtet und effektiv beim ALK-positiven NSCLC

In der offenen, randomisierten Phase-III-Studie PROFILE 1014 waren 343 Patienten mit ALK-positivem lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem NSCLC eingeschlossen, die zuvor keine systemische Behandlung erhalten hatten. 172 Patienten bekamen zweimal täglich 250 mg Crizotinib oral, 171 Patienten wurden mit Standardchemotherapie (Pemetrexed plus Cisplatin oder Carboplatin) behandelt; eingeschlossen waren Patienten mit einem ECOG-Status von 0-2 und auch Patienten mit Hirnmetastasen, wenn diese vorbehandelt und asymptomatisch waren.

Crizotinib verlängerte das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um etwa 4 Monate gegenüber der Chemotherapie (10,9 vs. 7,0 Monate) und die objektive Ansprechrate (ORR) gegenüber dem Chemotherapie-Arm lag signifikant höher (74% vs. 45%). Unter Crizotinib wurde zudem ein doppelt so schnelles Tumoransprechen gegenüber der Chemo erreicht (1,4 vs. 2,8 Monate) und auch die Dauer des Ansprechens verglichen mit der Chemo konnte mehr als verdoppelt werden (11,3 vs. 5,3 Monate). Patienten hatten unter der Crizotinib-Therapie eine signifikant bessere Lebensqualität.
Werden Patienten resistent in Bezug auf Crizotinib, stehen bereits Nächstgenerations-ALK-Inhibitoren "auf der Matte": Ceritinib und Alectinib oder Lorlatinib.

Dr. med. Nana Mosler, Leipzig
Fachpresseveranstaltung Pfizer Oncology und Merck: „Meilenstein in der personalisierten Lungenkrebstherapie: Crizotinib in der Therapie des fortgeschrittenen ROS1- und ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC)“ anl. d. DGHO, Leipzig, 15.10. 2016
Literatur:
 
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