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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. Juli 2014

RESONATE-Studiendaten: Ibrutinib im Vergleich zu Ofatumumab bei Patienten mit refraktärer bzw. rezidivierter CLL oder SLL

Die internationale, multizentrische Phase-III-Studie PCYC-1112 (RESONATE) mit 391 Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) oder kleinzelligem B-Zell-Lymphom (SLL) zeigte, dass die Monotherapie mit dem BTK-Inhibitor Ibrutinib* das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu Ofatumumab signifikant verlängerte (p<0,0001 bzw. p=0,005). Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago (1) vorgestellt und im New England Journal of Medicine veröffentlicht (2).

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In der multizentrischen Phase-III-Studie erhielten 391 Patienten mit rezidivierter oder refraktärer CLL oder SLL einmal täglich oral 420 mg Ibrutinib (n=195) bis zur Progression oder intravenös eine initiale Dosis von 300 mg, gefolgt von 11 Dosen zu je 2.000 mg Ofatumumab bis zu 24 Wochen lang (n=196). Der primäre Endpunkt war das PFS, die sekundären Endpunkte waren das OS, die Gesamtansprechrate und die Verträglichkeit.
 
Die Studienergebnisse zeigten, dass eine Ibrutinib-Monotherapie das PFS, OS und die Gesamtansprechrate in der Gruppe schwerbehandelbarer Patienten, unabhängig von klinischen und genetischen Risikofaktoren, signifikant verbesserte. Nach Ablauf der Zeit der maximalen Therapie mit Ofatumumab (24 Wochen) lag die PFS-Rate im Ibrutinib-Arm bei 88% und im Ofatumumab-Arm bei 65%. Das mittlere PFS wurde im Ibrutinib-Arm nach einem Follow-up von 9,4 Monaten noch nicht erreicht, wohingegen es im Vergleichsarm unter Ofatumumab bei 8,1 Monaten lag (p<0,0001). Die PFS-Ergebnisse ergaben eine Risikoreduktion für eine Progression oder den Tod durch eine Behandlung mit Ibrutinib um 78% im Vergleich zu Ofatumumab.
 
Ibrutinib verlängerte auch das OS signifikant gegenüber Ofatumumab (p=0,005) bei einer gleichzeitigen Verringerung des Sterberisikos um 57%. Nach zwölf Monaten betrug die Gesamtüberlebensrate unter Ibrutinib 90%, unter Ofatumumab 81%. Diese Wirkung wurde trotz des vom unabhängigen Review-Komitees empfohlenen cross-overs von Ofatumumab auf Ibrutinib bei Krankheitsfortschritt beobachtet.
 
Die Ansprechrate lag unter der Ibrutinib-Monotherapie signifikant höher als unter der Ofatumumab-Monotherapie. Insgesamt erreichten 43% der Ibrutinib-Patienten ein partielles Ansprechen, unter Ofatumumab 4% (p<0,0001). Weitere 20% der mit Ibrutinib behandelten Patienten erreichten ein partielles Ansprechen mit Lymphozytose.
 
Die häufigsten nicht-hämatologischen Nebenwirkungen, die bei mindestens 20 % der Patienten auftraten, waren unter Ibrutinib Diarrhoe, Fatigue, Fieber sowie Übelkeit, und unter Ofatumumab Fatigue, Infusions-bedingte Reaktionen und Husten. Die häufigsten Nebenwirkungen von Grad 3 oder 4 waren Neutropenien (16% unter Ibrutinib vs. 14% unter Ofatumumab), Pneumonien (7% vs. 5%), Thrombozytopenien (6% vs. 4%) und Anämien (5% vs. 8%).
 
Im Januar 2014 wurde die Studie aufgrund des signifikanten Unterschieds im PFS vorzeitig beendet. 57 Patienten aus der Ofatumumab-Gruppe wechselten nach einer bestätigten Krankheitsprogression zu Ibrutinib.
 
Ergänzend wurden auf dem diesjährigen ASCO erstmals 3 Jahres- Daten (3) der CLL-Studie von Byrd et al. (PCYC-1102) vorgestellt, in denen die Langzeitwirksamkeit und die Verträglichkeit von Ibrutinib untersucht wurden. Eingeschlossen in die Analyse waren 132 unbehandelte (n=31) oder rezidivierte bzw. refraktäre CLL-/SLL-Patienten (n=101). Sie erhielten Ibrutinib über einen Zeitraum von im Median 32,1 bzw. 26,6 Monaten. Dabei zeigten die Langzeitdaten, dass sich das Ansprechen im zeitlichen Verlauf bei 92% der Patienten mit einer partiellen Remission weiter verbesserte. Das mediane anhaltende Gesamtansprechen (DOR) und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) bei allen Teilnehmern wurden in der Langzeitbeobachtung noch nicht erreicht. Für Patienten mit einer del(17p) lag das mediane PFS bei 28,1 Monaten. Auftretende Grad-≥3-Nebenwirkungen nahmen nach einjähriger Behandlung ab. Nach Studienende setzten 64 % der Patienten die Therapie fort (unbehandelte Patienten 81%, rezidivierte bzw. refraktäre Patienten 58%) (2).
 
*Ibrutinib ist noch nicht in Deutschland zugelassen.
 
Literaturhinweise:
(1) Byrd JC, Oral Session at ASCO 2014, June 3, (Abstract LBA7008), Chicago
(2) Byrd JC et al., [published ahead of print May 31, 2014];N Engl J Med; doi:10.1056/NEJMoa400376
(3) O’Brien SM et al., J Clin Oncol; 2014;32(suppl; abstr 7014):5s

Quelle: Janssen
 
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