Montag, 23. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
15. Dezember 2016

Prostatakrebs: Nuklearmedizinische Therapie identifiziert und zerstört den Tumor

Prostatakrebs-Patienten mit einer Resistenz gegen Hormonbehandlungen hatten bislang eine schlechte Prognose, denn die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten waren begrenzt. Jetzt aber eröffnen innovative Entwicklungen in der nuklearmedizinischen Bildgebung und Therapie vielversprechende Wege. Neuartige Substanzen, die im Rahmen von PET/CT (Positronen-Emissionstomographie kombiniert mit Computertomographie) eingesetzt werden, verbessern nicht nur die Diagnose, sondern bieten auch dort noch Behandlungsmöglichkeiten, wo andere Therapien gescheitert sind. "Das ist ein Hoffnungsstrahl für Patienten, die an dieser besonders schweren Form von Prostatakrebs leiden", sagt Prof. Markus Luster, Mitglied der European Association of Nuclear Medicine (EANM) .
Nuklearmedizinische Bildgebung entdeckt Krebszellen

Bei Patienten, deren Testosteronproduktion medikamentös unterdrückt wurde, sind die PSA-Konzentrationen oft für Messungen zu niedrig. Das gilt auch für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (KRPK), bei denen diese Therapie den Tumor nicht zu entfernen oder zu stoppen vermochte. Abgesehen davon liefern PSA-Messungen keine Informationen darüber, wo genau sich der Krebs befindet und welche Ausdehnung er hat. Neu entwickelte nuklearmedizinische Methoden eröffnen jetzt aber vielversprechende diagnostische Wege, die Ärzten und Patienten genauere Aufschlüsse über den Ort und die Ausdehnung der Krankheit geben könnten.    

Zugleich liefert dieser neue Ansatz auch innovative Therapieoptionen, welche die nach wie vor schlechte Prognose von KRPK-Patienten künftig verbessern können. Die Hauptrolle dabei spielt das prostataspezifische Membranantigen (PSMA). Es findet sich in großer Zahl auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen, wobei sich die Menge mit der Aggressivität der Krankheit zu erhöhen scheint. Das macht PSMA zu einem idealen Ziel für das Aufspüren von Krebszellen mithilfe nuklearer Bildgebung. Das entscheidende Hilfsmittel dafür ist der Ga-68-PSMA-Ligand, ein Substrat, das an PSMA bindet und das mit dem Radionuklid Gallium 68 markiert wird.

Dieser Tracer wurde bereits erfolgreich in zahlreichen PET/CT-Untersuchungen eingesetzt: Nachdem dem Patienten der Ga-68-PSMA-Ligand injiziert wurde, wird der Tracer von den Krebszellen aufgenommen, die durch die Strahlung für die untersuchenden Ärzte sichtbar werden. "Es hat sich erwiesen, dass diese Substanz hochempfindlich ist und Lymphknotenkarzinome wie auch Metastasen in anderen Körperregionen zuverlässig anzeigt. Während der letzten zehn Jahre wurden auch andere Substanzen wie zum Beispiel Cholin getestet und eingesetzt, aber mit Blick auf Genauigkeit und diagnostischen Ertrag ist Ga-68-PSMA zurzeit der neueste Stand der Medizin", sagt Prof. Markus Luster.

Verknüpfung von Diagnose und Therapie

PSMA dient nicht nur der Diagnose, sondern auch der Behandlung. Der PSMA-Ligand kann nämlich mit einem anderen Radionuklid namens Lutetium-177 markiert werden, der die Krebszelle durch Strahlung von innen zerstören kann. "Mehrere Tests haben gezeigt, dass eine Lu-177-PSMA-Therapie die Tumormasse reduzieren und die Schmerzen mildern kann. Patienten, für die es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten mehr gibt und deren Krebszellen nachgewiesenermaßen PSMA-Liganden aufnehmen, werden sehr wahrscheinlich vom diagnostischen und therapeutischen Potential der PSMA-Bildgebung und -Therapie profitieren", sagt Prof. Markus Luster. 
EANM
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs