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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Juli 2016

Prostatakarzinom: Zusammenhang zwischen Testosteronwerten ≤ 20 ng/dL und längerem Überleben

Eine Andogrendeprivationstherapie (ADT) zur Senkung des Testosteronspiegels ist eine der Standardtherapien zur Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms (PCa). Prof. Dr. Laurence Klotz stellte auf der von Astellas Pharma unterstützten 9. Münchner Urologischen Sommer-Akademie aktuelle Studiendaten vor, die zeigen, dass ein früher Beginn der ADT und ein Testosteronspiegel unter 20 ng/dL (0,7 nmol/L) im ersten Jahr der Therapie für den Therapieerfolg entscheidend sind. Eligard® (Leuprorelinacetat) erreichte in Studien bei circa 90% der Patienten eine verlässliche Senkung des Testosteronspiegels unter diesen Zielwert.
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„In den vergangenen zehn Jahren ist die Forschung zur Androgendeprivationstherapie (ADT) weit vorangeschritten“, so Prof. Dr. Laurence Klotz aus Toronto bei seinem Vortrag im Rahmen der 9. Urologischen Sommer-Akademie in München. „Beispielsweise wissen wir heute, dass der frühe Beginn einer ADT entscheidend ist.“ Klotz untermauerte diese Aussage mit den Ergebnissen einer im Juni in „The Lancet Oncology“ veröffentlichten Studie, bei der 293 PCa-Patienten eine ADT erhielten, die Therapie allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten gestartet wurde.  Die Patienten, die sofort therapiert worden waren, hatten im Vergleich zu Patienten mit einem durchschnittlich zwei Jahre verspäteten Therapiebeginn einen signifikanten Überlebensvorteil. Das Overall Survival (OS) nach fünf Jahren betrug 86% bei den verspätet Therapierten vs. 91% bei den sofort Therapierten (p=0,047). “Der frühe Therapie-Beginn ist eindeutig vorteilhaft”, so Klotz.

Aktuelle Studienergebnisse bestätigen Wichtigkeit des Testosteronspiegels

„Es wurden bereits in den vergangenen Jahren drei kleinere retrospektive Studien durchgeführt, die nachweisen, dass der Testosteronwert eine bedeutende Rolle für PCa-Patienten unter ADT spielt“, erläuterte Klotz und verwies dabei unter anderem auf eine Studie von Morote und Kollegen, die zeigt, dass Patienten mit Testosteronwerten unter 20 ng/dL ein längeres, progressionsfreies Überleben aufweisen als solche mit höheren Werten.  Klotz und Kollegen nahmen sich dieser Fragestellung schließlich selbst an: „Die PR-7 Studie hat uns aufgrund der hohen Zahl von 626 PCa-Patienten mit kontinuierlicher ADT die Möglichkeit gegeben, die Relevanz des Testosteronwertes erneut zu untersuchen.  Die Studiendaten weisen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem Testosteronspiegel unter 20 ng/dL im ersten Jahr der Therapie und einem längeren krankheitsspezifischen Überleben sowie einer längeren progressionsfreien Zeit auf und bestätigen somit die bereits vorhandenen Daten.“ Es gäbe außerdem weitere aktuelle Studien, die dies untermauern.

Laut Klotz zeige die umfangreiche Datenlage, dass es wichtig ist, den Testosteronwert regelmäßig – am besten alle drei Monate – zu überprüfen. Liege der Testosteronwert nicht unter 20 ng/dL, sollte man einen Wechsel der Hormontherapie in Erwägung ziehen. Auch die aktuelle Leitlinie der European Association of Urology (EAU) empfiehlt als Zielwert der chemischen Kastration bei der Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms einen Testosteronspiegel von unter 20 ng/dL.

Als Androgendeprivationstherapie werden unter anderem Agonisten des LHRH (Luteinisierendes-Hormon-Releasing-Hormon) eingesetzt. Leuprorelinacetat (z. B. Eligard®) ist eine bewährte Substanz aus dieser Gruppe. Eligard® senkt bei ca. 90% der Patienten den Testosteronspiegel verlässlich auf Werte unter 20 ng/dL. Nur bei weniger als 1% der Patienten kommt es zu Testosterondurchbrüchen.
Astellas
 
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