Donnerstag, 20. September 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
04. Juli 2018

Prostatakarzinom: Therapie mit Radium-223 nicht zu spät beginnen

Damit Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom möglichst viele Therapieoptionen offen stehen, sollten sie Radium-223 vermutlich nicht erst in der Spätphase der Kastrationsresistenz erhalten. Patienten, die die Diagnose metastasiertes Prostatakarzinom erhalten, müsse vermittelt werden, dass dies nicht unmittelbar tödlich sei – häufig hätten sie die Chance auf eine Sequenz bestehend aus 7-8 Therapielinien, betonte PD Dr. Manfred Johannsen, Berlin. Um diese Optionen möglichst vollständig ausschöpfen zu können, ist es laut Prof. Dr. Thomas Steuber, Hamburg, vermutlich wichtig, im Stadium des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) Radium-223 (Xofigo®) nicht zu spät einzusetzen.
Anzeige:
 
 
Im Verlauf des mCRPC steige das Risiko für das Auftreten von viszeralen Metastasen, bei denen Radium-223 nicht mehr indiziert sei, erklärte er. Dies untermauern zwei aktuelle nicht-interventionelle Studien. So erhielt gemäß einer Interimsanalyse der Studie PARABO die Mehrheit der Patienten (66,5%) 5  oder sogar 6 Injektionen Radium-223 – letzteres entspricht dem vollständigen Zyklus (1).

Zu Risikofaktoren für eine geringere Anzahl an Injektionen hätte ein späterer Beginn der Therapie gezählt, betonte Steuber. In der Studie REASSURE wurden gemäß einer Interimsanalyse 70% der Patienten, die den Alpha-Strahler in der Erstlinie, sowie 64%, die ihn in der Zweitlinie erhielten, 5-6 Injektionen verabreicht (2). Bei späteren Therapielinien sei ihr Anteil geringer gewesen, hob Steuber hervor. Er empfahl den Einsatz von Radium-223 z.B. nach Versagen der mCRPC-Erstlinientherapie, die üblicherweise mit einem modernen antihormonellen Wirkstoff erfolgt.

In der Kontrolle der Radium-223-Therapie spielt nach seinen Angaben der Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sei nach den Resultaten der Zulassungsstudie ALSYMPCA der Abfall der Gesamt-alkalischen Phosphatase (t-ALP) (3). Radium-223, das bereits seit 5 Jahren zugelassen ist, akkumuliert in und um Knochenmetastasen. Die emittierte Strahlung führt in den Tumorzellen und Tumor-fördernden Knochenzellen zu DNA-Schädigungen und Zelltod. Da sie zugleich eine sehr kurze Reichweite hat, wird die Schädigung des umliegenden Gewebes minimiert. Eine neue Entwicklung stellt laut Dr. Arne Scholz, Berlin, Thorium-227 dar: Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Alpha-Strahler, der jedoch an Antikörper und Peptide gekoppelt werden kann, damit er im Organismus Tumor-spezifische Zielstrukturen erreicht.

Petra Eiden
Quelle: Pressekonferenz „5 Jahre Xofigo®: Erfahrungen aus Klinik und Praxis mit der einzigen zugelassenen zielgerichteten Alpha-Therapie beim metastasierten CRPC“, 14. Juni 2018, Berlin (Veranstalter: Bayer Vital GmbH)
Literatur:
(1) Palmedo H et al. EAU 2018, Abstract PT091
(2) Higano CS et al. J Clin Oncol 2017; 35: Abstract 5042
(3) Sartor O et al. Ann Oncol 2017; 28(5):1090–7
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!

Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs