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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. Februar 2017

Prostatakarzinom: Steigende Inzidenz von Fernmetastasen bei über 75-Jährigen

Bei über 75-jährigen Patienten mit Prostatakarzinom ist die Inzidenz von Fernmetastasen bei Diagnosestellung von 6,6% im Jahr 2004 auf 12,0% in 2013 signifikant angestiegen. So die Ergebnisse einer kürzlich publizierten US-amerikanischen Analyse, in die Daten von 1.107.111 Männern mit Prostatakarzinom ab 40 Jahre eingeflossen waren (1). Knochenmetastasen sind beim Prostatakarzinom eine häufige Komplikation (2). Der RANK-Ligand Inhibitor Denosumab (XGEVA®) hat sich bei der Prävention von skelettbezogenen Komplikationen (SRE), bei Patienten mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren wie dem Prostatakarzinom – unabhängig vom Hormonstatus – bewährt (3).
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Die Datenbank-Analyse wurde nach dem Patientenalter stratifiziert (< 75 sowie ≥ 75 Jahre) (1). In beiden Patientengruppen zeigte sich: Die Häufigkeit von Fernmetastasen bei Diagnose eines Prostatakarzinoms war in den Jahren 2004 bis 2013 angestiegen – von 2,7 auf 4,0% bei den jüngeren (< 75 Jahre), von 6,6 auf 12,0% bei den älteren Patienten (≥ 75 Jahre) (1). Nach Standardisierung der Daten wurde bei den jüngeren Männern keine Variation der Inzidenzrate im Auswertungszeitraum beobachtet. Anders bei den Patienten ≥ 75 Jahre: Nachdem die Rate an Fernmetastasen bis 2011 stetig gesunken war, konnte in den darauffolgenden Jahren eine erneute Zunahme festgestellt werden. Überdies zeigte sich insbesondere bei diesen Patienten eine Verschiebung beim Gleason-Score. Wiesen zu Beginn des Auswertungszeitraumes 23,9% der Patienten bei Diagnose einen Gleason-Score 7-10 auf, stieg der Anteil bis zum Jahr 2013 auf 35,9% an. Als mögliche Ursache für die Beobachtungen nennen die Autoren Änderungen beim früher flächendeckenden PSA-Screening in den USA.
 
Osteoprotektive Therapie mit Denosumab

Die Ergebnisse machen trotz offener Fragen zum PSA-Screening deutlich: Ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Patienten weist bereits bei Diagnosestellung Fernmetastasen auf (1). Um mit ossären Metastasen einhergehende skelettale Ereignisse zu vermeiden, sprechen sich internationale Leitlinien beim Prostatakarzinom bereits ab der ersten Knochenmetastase für eine antiresorptive Begleittherapie aus (4,5).
 
In Studien resultierte bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom und anderen soliden Tumoren die Gabe von XGEVA® in einer signifikant verlängerten Zeit bis zum Auftreten von SRE gegenüber einer Therapie mit Bisphosphonaten (6,7,8). So war in einer Phase 3-Studie das Risiko für SREs bei ca. 1.900 Patienten um 18% vs. Bisphosphonaten erniedrigt (6). Dies wurde sowohl für die erste skelettbezogene Komplikation als auch für die kumulative Zahl von SRE gezeigt (HR=0,82, 95% KI: 0,71-0,95, p=0,008 bzw. HR=0,82, 95% KI: 0,71-0,94, p=0,008). Klinisch bedeutende Schmerzen traten unter Denosumab bei weniger Patienten und zudem später auf, was sich auch in einer selteneren Opioid-Gabe widerspiegelte (9). Im Gegensatz zu Bisphosphonaten ist bei der Anwendung von Denosumab bei niereninsuffizienten Patienten keine Dosisanpassung notwendig (7).
Amgen
Literatur:
(1) Hu JC et al. JAMA Oncol 2016; doi: 10.1001/jamaoncol.2016.5465.
(2) Coleman RE Cancer 1997; 80: 1588-1594.
(3) Fachinformation XGEVA®. Stand: Dezember 2016. Verfügbar unter: https://fachkreise.amgen.de/ Service/Arzneimittelinformationen/index.html. Zugriff: Februar 2017.
(4) Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Langversion 3.1. AWMF-Register-Nr. 043/022OL (Stand: Oktober 2014).
(5) Mottet N et al. EAU Guidelines on Prostate Cancer (Update März 2015).
(6) Fizazi K et al. Lancet 2011; 377: 813-822.
(7) Lipton A et al. Eur J Cancer 2012; 48: 3082-3092.
(8) Ford JA et al. Eur J Cancer 2013; 49: 416-430.
(9) Cleeland CS et al. Cancer 2013; 119: 832-838.
 
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