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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. August 2013

Post-Hoc-Analyse zum PFS unter Brentuximab Vedotin im Vergleich zur vorangegangenen Therapie

Takeda gibt die Daten einer Post-Hoc-Analyse bekannt, in der das progressionsfreie Überleben (PFS) nach Therapie mit Adcetris (Brentuximab Vedotin) im Vergleich zur vorangegangenen Therapie bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) Hodgkin Lymphom (HL) nach einer autologen Stammzelltransplantation (ASZT) oder mit (r/r) systemischem anaplastisch großzelligen Lymphom (sALCL) untersucht wurde.

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Die Daten wurden bei der 12. International Conference on Malignant Lymphoma (ICML, 19. bis 22. Juni in Lugano, Schweiz) präsentiert (1). Adcetris ist der neue und zugelassene Therapiestandard (2) für erwachsene Patienten mit (r/r) HL und r/r sALCL. In den zwei zulassungsrelevanten Phase-2-Studien konnte ein Gesamtansprechen bei neun von zehn Patienten erzielt werden (3). Brentuximab Vedotin ist ein gegen CD30 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC). Bei CD30 handelt es sich um einen definierten Marker des klassischen HL und sALCL. Die Substanz zeichnet sich durch eine gute Verträglichkeit verglichen mit herkömmlicher Polychemotherapie aus.

Der Fokus bei diesem Kongress lag auf einer Post-Hoc-Analyse zum PFS bei Patienten aus den zwei zulassungsrelevanten Phase-2-Studien. Das PFS wurde vom Prüfarzt nach einer Monotherapie mit Brentuximab Vedotin mit der letzten vorangegangenen Systemtherapie bei Patienten mit (r/r) HL nach ASZT oder mit (r/r) sALCL aus der Intent-to-treat (ITT) Population verglichen. Zudem wurden für jeden Patienten aus der ITT-Population die Historie der vorangegangenen Therapien und Erfahrungen zur Stammzelltransplantation nach der Behandlung mit Brentuximab Vedotin analysiert.

"Die ermutigenden Daten weisen darauf hin, dass Brentuximab Vedotin die Progression der Krankheit verglichen mit vorangegangenen Therapien bei dieser stark vorbehandelten Patientenpopulation verzögern kann", sagte John Radford, M.D., Professor of Medical Oncology, University of Manchster, UK. "Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ist eine gegen CD30-gerichtete Behandlungsoption für Patienten mit (r/r) HL oder mit (r/r) sALCL, die eine hohe Gesamtansprechrate mit einem hohen Anteil an Patienten mit andauernder kompletter Remission in beiden zugelassenen Indikationen gezeigt hat."

"Wir sehen die Ergebnisse der Studie als einen deutlichen Hinweis, dass mit Brentuximab Vedotin wahrscheinlich auch das Gesamtüberleben im Vergleich zu vorangegangenen Therapien verbessert wird", so die Bewertung von Prof. Andreas Engert, Klinik I für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Universität zu Köln und Chairman der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (German Hodgkin Study Group, GHSG).

PFS-Analyse zweier Phase-2-Studien mit Brentuximab Vedotin bei Patienten mit (r/r) HL oder (r/r) sALCL (Poster #303)

Rezidiviertes oder refraktäres HL nach ASZT1

102 Patienten (medianes Alter 31 Jahre) mit diagnostiziertem (r/r) HL nach ASZT erhielten im Median 3,5 vorherige Chemotherapieregime (Spanne 1-13, ASZT ausgenommen) vor der Aufnahme in die Studie
o 91 Patienten erhielten Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin, Dacarbazin (ABVD) als Erstlinientherapie
o Etwa die Hälfte der Patienten erhielt Ifosfamid, Carboplatin, Etoposid (ICE) als Zweitlinientherapie
o Es gab kein erkennbares Muster in Bezug auf Behandlungsregime nach der Zweitlinientherapie
o Wie zu erwarten, handelte es sich bereits vor Studieneintritt um eine sehr stark vorbehandelte Population

62% der Patienten erreichten mit Brentuximab Vedotin ein längeres PFS als mit ihrer letzten vorangegangenen Therapie bei einem medianen Follow-up von 27 Monaten.
Das mediane PFS mit Brentuximab Vedotin betrug 9,3 Monate (Spanne 1,2-36,4) versus 6,1 Monate (Spanne 1,0-110,2) mit der letzten vorangegangenen Therapie.
63% der Patienten, die innerhalb von sechs Monaten nach Ihrer letzten ASZT rezidivierten, und 65% der Patienten, die innerhalb von zwölf Monaten nach Ihrer letzten ASZT rezidivierten, erreichten ein längeres PFS mit Brentuximab Vedotin als mit der letzten vorangegangenen Therapie.
20 Patienten unterzogen sich einer Stammzelltransplantation nach der Therapie mit Brentuximab Vedotin, davon:
ASZT (1 Patient), allogene SZT (18 Patienten); ASZT gefolgt von einer allogenen SZT (1 Patient)
7 Patienten erhielten eine Transplantation nach alleiniger Behandlung mit Brentuximab Vedotin

Rezidiviertes oder refraktäres sALCL1
58 Patienten (medianes Alter 52 Jahre) mit diagnostiziertem (r/r) sALCL erhielten im Median 2 vorherige Chemotherapieregime (Spanne 1-6, ASZT ausgenommen), vor der Aufnahme in die Studie.
Cyclophosphamid, Hydroxy-Doxorubicin, Oncovin®, Prednison (CHOP) war das am häufigsten verwendete Regime (72%) bei den Patienten, entweder als Erstlinieninduktionstherapie oder als Erhaltungstherapie.
Die meisten Substanzen wurden als Kombinationsregime eingesetzt.

67% der Patienten erreichten ein längeres PFS mit Brentuximab Vedotin als mit ihrer letzten vorangegangenen Therapie bei einem medianen Follow-Up von 22 Monaten.
Das mediane PFS mit Brentuximab Vedotin betrug 19,6 Monate (Spanne 0,8-29,0) versus 5,9 Monate (Spanne 0,3-111,9) mit der letzten vorangegangenen Therapie.
20 Patienten unterzogen sich einer Stammzelltransplantation nach der Therapie mit Brentuximab Vedotin, davon:
ASZT (9 Patienten) und allogener SZT (11 Patienten).
17 Patienten erhielten eine Transplantation nach alleiniger Behandlung mit Brentuximab Vedotin.

Literaturhinweise:
(1) Radford J et al. ICML 2013 Poster #303 Postersession am 19.06.2013
(2) Goyal SD, Bartlett NL; Curr Hematol Malig Rep 2012;7(3):179-185
(3) Adcetris® Fachinformation Stand Februar 2013

Quelle: Takeda
 
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