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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. Februar 2013

Positronen-Emissions-Mammografie (PEM) setzt neue Maßstäbe in der Brustkrebsdiagnostik und Therapiekontrolle

Die bestmögliche Brustkrebstherapie basiert u.a. auf der Genauigkeit des vorangehenden Diagnoseverfahrens. Bestehende Verfahren stoßen gerade bei der Erkennung und Diagnose kleinster Bereiche abnormalen Gewebes im Frühstadium an ihre Grenzen. US-Studien (u.a. Berg WA, Kalinyak JE) und die wissenschaftlichen Auswertungen von Dr. Frank Müller, Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen, weisen nach, dass die methodische Zuverlässigkeit der PEM-Methode zur Feststellung eines Brustkrebstumors (Spezifität und Sensivität) bei über 90% liegt.

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Folgende Werte lassen sich bei Auswertung von 70 Fällen festhalten: Bei einer Tumorgröße von 0,9 cm betragen die Sensitivität 100%, die Spezifität 94 %, sowie die positiven Vorhersagewerte 80% und die negativen Vorhersagewerte nahezu 100%. Die PEM bietet somit eine herausragende Genauigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Bildauflösung im Vergleich zu den ansonsten verfügbaren Untersuchungsmethoden wie Mammographie, Brust-Ultraschall oder Brust-Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT).
 
Erstes PEM-Gerät in Europa

Bereits seit einem Jahr kommt die (PEM)erfolgreich in der Röntgenpraxis Blynow, Müller und Kowalski in Ludwigshafen zum Einsatz, denn dort steht das erste Gerät in Europa, das einzige von der FDA zugelassene und CE-zertifizierte Gerät für 3D Molecular Breast Imaging.

Die PEM als eine neuartige Spezialanwendung der nuklearmedizinischen Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ermöglicht nach Injektion einer einfachen Zuckerverbindung (FDG), an die eine signalgebenden Substanz, das kurzlebige Nuklid F18 gekoppelt ist, mittels eines speziellen Aufnahmekopfes (Scanners) eine äußerst detaillierte Abbildung des Brustgewebes.

Der Ablauf der Untersuchung mit der PEM erfolgt schonend im Sitzen, ohne Aufkommen einer Platzangstthematik. Die Brust wird auch bei der Untersuchung nur leicht fixiert. Der auf die Brust ausgeübte Kompressionsdruck fällt mit 7 kg deutlich geringer aus als bei der Mammografie mit 21 kg.
 
Früherkennung hilft heilen

Frühzeitig können kleine Tumoren unter 1 cm Größe erkannt werden, da die Auflösung 1,6 mm beträgt. In diesem Stadium können Operationen brusterhaltend vorgenommen werden. Mit diesem hochempfindlichen Gerät und seiner enormen Bildschärfe werden alle verdächtigen Krankheitsherde in der Brust und Achselhöhle in einem einzigen Untersuchungsgang erfasst. Die gesamte Diagnostik kann auf einen Tag reduziert werden. Die Methode der PEM erspart den Patientinnen einen beschwerlichen Diagnosemarathon. Die PEM verschafft wertvolle Zeit.“ so Dr. Müller, der erfahrene Radiologe und Nuklearmediziner.
 
Schnelle und genaue Diagnose - Schonende Untersuchung - Klarheit schaffen

Durch eine klare und schnelle Diagnostik können Verdachtsmomente auch bei schwierigen Fällen sofort und mit hoher Zuverlässigkeit abgeklärt werden. Dr. Müller: „Mit dieser Methode kann bei verdächtigen Stellen, die sich bei der PEM auf dem Untersuchungsschirm zeigen, erkannt werden, ob es sich tatsächlich um einen Brustkrebstumor handelt oder nicht. Fehlinterpretationen durch Narbengewebe, dichtes Brustgewebe, Brustimplantate und Zyklusabhängigkeit können bei diesem Diagnoseverfahren nicht entstehen.“

„Die hochauflösende Bildgebung der PEM zeigt uns sogar unerwartete Bereiche von Brustkrebs-Multifokalität in beiden Brüsten und Lymphknotenmetastasen im Achselbereich, die bei bisherigen Mammografien nicht feststellbar waren“, so schildert Dr. Müller die bisherigen Erfahrungen.

"Das Gerät erkennt maligne Läsionen unabhängig von der Tumorgröße. Mittels PEM können sowohl der Ort als auch die metabolische Aktivität der Läsion identifiziert werden. Außerdem werden sowohl Zweittumore als auch Krebsinfiltrationen in die Umgebung mit der PEM sichtbar. DCIS und invasive Karzinome lassen sich gleichermaßen gut identifizieren.“

Bei Verdacht auf eine Metastasierung kann ohne zusätzliche Strahlenbelastung eine Ganzkörper-PET angeschlossen werden, um weitere verdächtige Tumorzellen im Körper aufzuspüren. Die Aktivität des vor der PEM injizierten Radiopharmakons reicht dafür aus. Das bedeutet, es ist nur eine einzige Gesamtuntersuchung zur endgültigen Verdachtsabklärung nötig.
 
Die Biopsie-Vorrichtung der PEM ermöglicht ebenfalls eine sofortige bioptische Abklärung - Die Genauigkeit des pathologischen Ergebnisses steigt dadurch signifikant. Verdächtiges Gewebe kann in einem direkten Folgeschritt ebenfalls ohne zusätzliche Strahlenbelastung punktgenau biopsiert werden, unnötige Operationen vermieden werden. „Die Möglichkeit unmittelbar nach der ersten PEM-Untersuchung eine aussagefähige und überprüfbare Biopsie durchzuführen ist revolutionär und wird Antworten auf alle entsprechenden Fragen der Ärzte bieten.
Die exakte Lokalisierung erhöht die Chance auf eine brusterhaltende Operation und eine sichere Therapieentscheidung. Die Behandlung kann früher, effizienter und zielgerichteter gestaltet werden“, konstatiert Dr. Müller.
 
Erfolgreiche Therapiekontrolle - Neuer Mut für Betroffene

Mittels PEM kann bereits nach 2 Wochen festgestellt werden, ob eine Strahlen- oder Chemo-Therapie wirkt oder ein Therapiewechsel vorgenommen werden muss. Den betroffenen Frauen blieben weitgehend unnötige Nebenwirkungen erspart.
„Mit den PEM-Bildern kann ich meinen Patientinnen bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Therapieverlauf Behandlungserfolge vor Augen führen. Diese sichtbare Evidenz des begonnenen Heilungsprozesses ist aus psychologischer Sicht sehr wichtig und schafft Motivation“, schildert Dr. Müller, der gleichzeitig Vorsitzender des PET e.V. ist und sich seit 17 Jahren mit der PET in der Krebsdiagnose beschäftigt.
 
Dr. Müller: „Die Auswertungen der individuellen Diagnosen, untermauert durch die Ergebnisse der histologischen Befunde nach den von uns bei diesem Verfahren erstmals in Europa durchgeführten Biopsien, belegen: Die PEM hat sich als ergänzendes diagnostisches Verfahren mit seiner hohen Spezifität und Sensitivität in der bildgebenden Diagnostik etabliert. Sie dient der genaueren Krebsdiagnose und Therapie-Entscheidung.“
 
 Weitere Details zur PEM, Peer-Review-Publikationen und Studien finden Sie auch auf der Praxis-Homepage,www.radiologie-ludwigshafen.de. Abstracts von Dr. Müller wurden auf dem internationalen Kongress der Nuklearmediziner (EANM12) in Mailand von der Fachwelt als High Lecture eingestuft (Positron Emission Mammography (PEM) is an accurate tool in diagnosis of breast cancer.)

Quelle: radiologie-ludwigshafen
 
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