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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Juni 2016

Polycythaemia vera: Ruxolitinib auch bei Patienten ohne Splenomegalie Standard in der Zweitlinie

EHA 2016

Patienten mit Polycythaemia vera, bei denen eine Erstlinientherapie mit Hydroxaharnstoff versagt hat oder die diese Substanz nicht vertragen, sprechen auf den JAK-Inhibitor Ruxolitinib besser an als auf alle anderen verfügbaren Therapien. Was bereits für Patienten mit Splenomegalie galt, konnte in der Phase-III-Studie RESPONSE-2 nun auch für Patienten ohne Milzvergrößerung nachgewiesen werden.
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Die Polycythaemia vera ist eine myeloproliferative Erkrankung, die durch eine Erythrozytose, den Patienten belastende Symptome und ein erhöhtes thromboembolisches Risiko gekennzeichnet ist. Ein Hauptziel der Therapie ist deshalb die Kontrolle des Hämatokrits. Für Patienten mit Splenomegalie steht dafür seit einigen Jahren der JAK-Inhibitor Ruxolitinib zur Verfügung, der in der RESPONSE-Studie bei Patienten, die gegen Hydroxyharnstoff resistent waren oder es nicht vertrugen, besser als die bis dato verfügbaren Behandlungen den Hämatokrit kontrollieren konnte, ohne dass dafür eine Phlebotomie erforderlich war. Weil im Gegensatz zur Myelofibrose die Splenomegalie bei der Polyzythämie eine zahlenmäßig viel geringere Rolle spielt, wurde in der RESPONSE-2-Studie die gleiche Fragestellung bei Patienten getestet, die keine tastbare Vergrößerung der Milz aufwiesen. Die ersten Ergebnisse stellte Francesco Passamonti, Varese, beim 21. Kongress der European Hematology Association (EHA) in Kopenhagen vor.

149 Patienten mit Polycythaemia vera, die resistent gegenüber Hydroxyurea waren oder es nicht vertrugen, aber keine Splenomegalie aufwiesen, wurden randomisiert, entweder Ruxolitinib oder die beste verfügbare konventionelle Therapie zu erhalten. 70,5% der Patienten hatten vor Einschluss in die Studie nur eine einzige Therapielinie (Hydroxyharnstoff) erhalten. Primärer Endpunkt war der Anteil der Patienten, die nach 28 Wochen eine Kontrolle des Hämatokrits erreicht hatten, ohne dass zwischen der achten und der 28. Woche nach Beginn der Therapie eine Phlebotomie nötig gewesen wäre. Das war im Ruxolitinib-Arm bei 62% der Patienten der Fall, im Kontrollarm nur bei 19% (p<0,0001). 23% der Pateinten erreichten unter Ruxolitinib, aber nur 5,3% unter Kontrolltherapie eine komplette hämatologische Remission. Zum gleichen Zeitpunkt zeigten 45% der Verum-, aber nur 23% der Kontrollpatienten eine mindestens 50%ige Reduktion der Symptome, bestimmt mit dem MPN-SAF TSS (Myeloproliferative Neoplasm Symptom Assessment Form Total Symptom Score), erreicht; bei 50% vs. 7,7% verschwanden die Symptome vollständig (p=0,0006).

Zusammen mit den Resultaten der RESPONSE-Studie gestatten diese Ergebnisse die Aussage, so Passamonti, dass Ruxolitinib als Standard-Zweitlinientherapie für Patienten mit Polycythaemia vera nach Behandlung mit Hydroxurea angesehen werden kann, unabhängig vom Vorliegen einer Splenomegalie.
jg
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