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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. April 2016

Plattenepitheliales NSCLC: Signifikanter Überlebensvorteil mit Necitumumab bei EGFR-positiven, Chemotherapie-naiven Patienten

Bei Chemotherapie-naiven Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, plattenepithelialem NSCLC und EGFR-Expression ist mit Necitumumab (Portrazza®) seit Anfang April in Deutschland erstmals ein zielgerichteter Therapieansatz erhältlich (1). In der Zulassungsstudie war der monoklonale Antikörper in Kombination mit Gemcitabin/Cisplatin mit einem signifikanten Überlebensvorteil gegenüber einer ausschließlichen Behandlung mit Gemcitabin/Cisplatin assoziiert (1,2).

„Chemotherapie-naive Patienten mit plattenepithelialem NSCLC, deren Tumorbiopsat den Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR) exprimierte, wiesen unter einer Kombinationstherapie aus Necitumumab und Gemcitabin/Cisplatin ein signifikant längeres medianes Gesamtüberleben auf als unter einer ausschließlichen Therapie mit Gemcitabin/Cisplatin“, berichtete Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Halle, im Rahmen der Launch-Pressekonferenz mit Bezug auf die Ergebnisse aus der Zulassungsstudie SQUIRE. Der mediane Gesamtüberlebensvorteil betrug unter Necitumumab 1,7 Monate (11,7 vs. 10,0 Monate; HR 0,79 [95% KI 0,69-0,92], p = 0,002) (1). Patienten in diesem Behandlungsarm wiesen mit 5,7 Monaten auch ein statistisch signifikant längeres medianes progressionsfreies Überleben auf als Patienten im Kontrollarm (5,5 Monate; HR = 0,84 [95% KI 0,72; 0,97]; p = 0,018) (1).

Necitumumab ermöglicht zielgerichteten Therapieansatz

„Das NSCLC mit Plattenepithelhistologie ist ein sehr schwierig zu behandelnder Tumor mit äußerst ungünstiger Prognose im fortgeschrittenen bzw. metastasierten Stadium“, erläuterte Dr. Sylvia Gütz, Leipzig, und betonte den Bedarf an innovativen Medikamenten für die pharmakologische Behandlung Chemotherapie-naiver Patienten. Viele Jahre lang stellte die Platin-basierte Dublette die einzige Therapieoption in diesem Patientenkollektiv dar. Mit Necitumumab ist nun erstmals eine zielgerichtete Therapie bei Patienten mit EGFR-exprimierendem plattenepithelialen NSCLC zugelassen.

In der Zulassungsstudie unter Necitumumab traten Nebenwirkungen, die für Anti-EGFR-Antikörpertherapien charakteristisch sind, wesentlich häufiger auf als im Kontrollarm. Die häufigsten NW Grad ≥3 unter Necitumumab waren Rash, Hypomagnesiämie und venöse thromboembolische Ereignisse (1). Eine Analyse des Gesundheitsstatus der Patienten zeigte aber: Verglichen mit einer ausschließlichen Chemotherapie führte Necitumumab als Add-on-Therapie bei der Mehrzahl der Patienten nicht zu einer Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (2).

EGFR als molekulares Target bei plattenepithelialem NSCLC

„Um die antitumorale Wirkung des Anti-EGFR-Antikörpers Necitumumab zu erreichen, ist es für den behandelnden Arzt wichtig, das Tumorbiopsat des Patienten vorab histopathologisch auf die EGFR-Expression untersuchen zu lassen“, betonte Prof. Dr. Josef Rüschoff, Kassel. Für den Einsatz von Necitumumab dient die Expression des EGF-Rezeptors als Biomarker. Im Unterschied zu den Tyrosinkinasehemmern spielt der Mutationsstatus des Rezeptors keine Rolle.

Die Referenten waren sich einig, dass der Therapieansatz mit Necitumumab in Kombination mit Gemcitabin/Cisplatin bei Chemotherapie-naiven Patienten mit plattenepithelialem, EGFR-exprimierendem NSCLC einen wichtigen Behandlungsfortschritt darstellt.

Lilly Launch-Pressekonferenz „Portrazza®: Zielgerichtete Therapie bei EGFR-positivem plattenepithelialen NSCLC“, 5. April 2016, Bad Homburg
Literatur:

(1) Fachinformation Portrazza®. Stand: Februar 2016
(2) Thatcher N et al., 2015 Lancet Oncol 16:763-774

 
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