Dienstag, 17. Juli 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
04. Juni 2018

Platin-resistentes/-refraktäres Ovarialkarzinom: Vielversprechende Wirksamkeit einer Kombination aus Pembrolizumab und dem PARP-Inhibitor Niraparib

Erste Daten der Phase-I/II-Studie TOPACIO/KEYNOTE-162, in der der monoklonalen Anti-PD-1-Antikörper Pembrolizumab (KEYTRUDA®) zusammen mit dem PARP-Inhibitor Niraparib bei Patientinnen mit Platin-resistentem oder -refraktärem Ovarialkarzinom getestet wurde, zeigen eine vielversprechende Wirksamkeit der Kombination – mit Ansprechraten, die deutlich über den Ergebnissen liegen, die man historisch von Monotherapien mit PD-1- oder PARP-Inhibitoren bei dieser schwierig zu behandelnden Patientinnen-Population kennt. Wie Prof. Dr. Panagiotis A. Konstantinopoulos, Boston/MA, USA, im Rahmen einer Clinical Science Session beim ASCO berichtete, konnten mit der Kombination objektive Ansprechraten von 25% erreicht werden.
Bereits bei der Jahrestagung der Society for Gynecologic Oncology (SGO) on Women’s Cancer in New Orleans, Louisiana, USA, im März dieses Jahres waren vorläufige, noch unreife Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der Phase-I/II-Studie TOPACIO/KEYNOTE-162 vorgestellt worden (1). In der Studie wird eine Kombination aus dem Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab und dem PARP-Inhibitor Niraparib bei Frauen mit Platin-resistentem/-refraktärem Ovarialkarzinom sowie Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom evaluiert. Beim ASCO wurden die Ergebnisse der Kohorte der Patientinnen mit Ovarialkarzinom vorgestellt (2, 3).

Die Ovarialkarzinom-Patientinnen erhielten 200 mg Pembrolizumab i.v. an Tag 1 eines 21-tägigen Behandlungszyklus zusammen mit 1x täglich Niraparib 200 mg oral. Primäre und sekundäre Studienendpunkte sind unter anderem das objektive Ansprechen nach RECIST-Kriterien, die Ansprechdauer (DOR) und die Krankheitskontrollrate. Zudem wurden genetische Biomarker evaluiert.

62 Patientinnen (Datenschnitt Januar 2018) waren auswertbar, ihr mittleres Alter betrug 60 Jahre und sie hatten im Mittel zuvor 2 Chemotherapien erhalten. 79% der Frauen hatten Platin-resistente oder -refraktäre Tumoren, der Rest der Frauen kam für eine Platin-basierte Therapie nicht in Frage. Bei 12 Patientinnen wiesen die Tumoren eine BRCA-Mutation auf, 36 Frauen hatten PD-L1-positive Tumoren und bei 24 Patientinnen wurde eine Homologe-Rekombinations-Defizienz (HRD) dokumentiert. 63% der Frauen waren mit Bevacizumab vorbehandelt.

Alle auswertbaren Patientinnen erreichten eine objektive Ansprechrate (ORR, inklusive kompletter und partieller Remissionen) von 25% und eine Krankheitskontrollrate (DCR, komplette und partielle Remissionen sowie Krankheitsstabilisierung) von 67%. Alle evaluierten Patientinnen-Subgruppen profitierten gleichermaßen von der Behandlung. Bei den Frauen mit Platin-resistenten/-refraktären Tumoren erwies sich das Ansprechen auf die Behandlung als unabhängig von BRCA-Mutationsstatus und HRD-Status. Die Kombinationstherapie führte zu einem langanhaltenden Ansprechen mit einer medianen DOR von 9,3 Monaten.

Die beim ASCO vorgestellte Analyse zur Toxizität umfasste die Daten von 53 ausgewerteten Patientinnen aus dem Phase II-Teil der Studie. Die häufigsten dokumentierten Nebenwirkungen ≥ Grad 3 waren Anämie (21%) und Thrombozytopenie (9%).

Zusammenfassend zeigen die ersten Daten der Phase-I/II-Studie TOPACIO/KEYNOTE-162 eine erfolgversprechende Aktivität der Kombination Pembrolizumab + Niraparib bei Patientinnen mit Platin-resistentem/-refraktärem Ovarialkarzinom mit einer objektiven Ansprechrate von 25%. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet (2, 3). Diese Daten rechtfertigen nach Ansicht von Konstantinopoulos eine weitere Evaluation der Kombinationsbehandlung bei dieser Tumorentität (2).

red
ASCO 2018
Literatur:
(1) Konstantinopoulos PA et al. Preliminary activity and safety in patients (pts) with platinum resistant ovarian cancer (PROC) in a phase 1/2 study of niraparib in combination with pembrolizumab. Präsentiert beim SGO Annual Meeting 2018, New Orleans, USA; März 2018; Late Breaking Abstract, 3. Vortrag im Rahmen der Late-Breaking Abstract Sitzung am 26. März 2018
(2) Konstantinopoulos PA et al. TOPACIO/Keynote-162 (NCT02657889): A phase 1/2 study of niraparib + pembrolizumab in patients (pts) with advanced triple-negative breast cancer or recurrent ovarian cancer (ROC)—Results from ROC cohort. J Clin Oncol 36, 2018 (suppl; abstr 106)
(3) Konstantinopoulos PA. Vortrag im Rahmen des Clinical Science Symposiums „Compelling Combinations: Raising the Bar With Immunotherapy“, ASCO 2018, 03. Juni 2018
 
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2018